St. Sigmund (; Altname Beuern) ist eine Fraktion der Gemeinde Kiens in Südtirol (Italien). St. Sigmund war bis zum Jahr 1929 eine eigenständige Gemeinde.

Lage Der Ortskern des etwa 600 Einwohner zählenden Dorfs liegt am Talboden des Pustertals auf der orographisch rechten Seite der Rienz etwa drei Kilometer westlich des Hauptorts Kiens. Auf der gegenüberliegenden Flussseite liegt der Weiler Ilstern.

Geschichte Der Altname der Siedlung war Beuern und ist ersturkundlich in einer Traditionsnotiz des Hochstifts Brixen von ca. 1050–1065 als Burin bezeugt;Oswald Redlich (Bearb.): Die Traditionen des Hochstifts Brixen (Acta Tirolensia 1). Innsbruck, Wagner 1899, Nr. 89. spätere Formen sind 1295 als Pewern und 1318 als Pæuren belegt.Egon Kühebacher: Die Ortsnamen Südtirols und ihre Geschichte. Band 1. Bozen, Athesia 1995. ISBN 88-7014-634-0, S. 402. Der Namenswechsel erfolgte im 15. Jahrhundert, als Herzog Sigmund von Österreich-Tirol die Kirche zum Memorialort bestimmte – von 1456 datiert die Erstnennung als Sandt Sigmundt.Friedrich Hausmann (Bearb.): Das Brixner Briefbuch des Kardinals Nikolaus von Kues (Cusanus-Texte 4/2). Heidelberg, Akademie der Wissenschaften 1952, Nr. 135.

Sehenswertes miniatur|links|Pfarrkirche Die gotische Pfarrkirche in St. Sigmund beherbergt einen Flügelaltar aus der Zeit um 1440. Die zweite Kirche Unsere Liebe Frau im Stöckl (auch Stöcklkapelle, ) am westlichen Ortsrand wurde im 17. Jahrhundert erbaut.

Bildung In St. Sigmund gibt es eine Grundschule für die deutsche Sprachgruppe.

Einwohnerentwicklung miniatur|300px|rechts|Einwohnerentwicklung von St. Sigmund Seit Anfang des 20. Jahrhunderts hat sich die Einwohnerzahl mehr als verdoppelt. Das Dorf wächst vor allem seit den 1980er Jahren.

Verkehr An St. Sigmund führt die SS 49 vorbei. Ilstern wird von der Pustertalbahn und der Radroute 3 „Pustertal“ passiert.

Weblinks

Infos zu St. Sigmund

Anmerkungen