FS E.326 300px Nummerierung: E.326.001–002 E.326.003–012 Anzahl: 2 10 Hersteller: Breda Baujahr: 1930 1932 Ausmusterung: 1982 Achsformel: 2’ Co 2’ Spurweite: 1435 mm Länge über Puffer: 16.300 mm 16.400 mm Dienstmasse: 114,4 t Reibungsmasse: 60 t Gesamtradstand: 13.200 mm Anfahrzugkraft: 120 kN Radsatzfahrmasse: 20 t Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h Stundenleistung: 2100 kW Dauerleistung: 1800 kW Treibraddurchmesser: 2050 mm Laufraddurchmesser: 1110 mm Stromsystem: 3 kV = Stromübertragung: Oberleitung
Die Elektrolokomotiven E.326 der Ferrovie dello Stato wurden für den Schnellzugdienst konzipiert.
Sie wurden von dem mailändischen Hersteller Breda in zwei Unterbaureihen gebaut: die 001 und 002 wurden 1930, die 003 bis 012 1932 ausgeliefert.
Die E.326 wurden einheitlich mit den E.626 und den E.428 entworfen. So besitzen alle Lokomotiven die gleichen Achslagerkonstruktionen, die Schnellzuglokomotiven erhielten auch vereinheitlichte Drehgestelle, denselben Einzelachsantrieb und dieselben Fahrmotoren. Die Bremsteile aller Lokomotiven waren untereinander austauschbar. Auch im elektrischen Bereich waren die Stromabnehmer, Schalteinrichtungen, Widerstände, Luftverdichter und Hilfsmaschinen untereinander austauschbar.
Das Leistungsprogramm der Lokomotive sah die Beförderung von 450 t Anhängelast in der Ebene mit 150 km/h vor. Die gleiche Last sollte bei 16,7 ‰ noch mit 90 km/h befördert werden.Wolfgang Messerschmidt: Geschichte der italienischen Elektro- und Diesel-Lokomotiven Orell Füssli Verlag, Zürich 1969, S. 54.
Die vorgesehene Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h konnte aus technischen Gründen nicht erreicht werden, da es in den 1930er Jahren noch keine Eisenbahnstrecke in Italien gab, die diese Geschwindigkeit zuließ.Wolfgang Messerschmidt: Geschichte der italienischen Elektro- und Diesel-Lokomotiven Orell Füssli Verlag, Zürich 1969, S. 50. Daher musste die Geschwindigkeit auf 130 km/h und später sicherheitsbedingt auf 105 km/h beschränkt werden. Haupteinsatzgebiete der Lokomotiven waren die Strecken von Bologna nach Verona und die Strecke Bologna – Rimini – Ancona. Auf Grund des hohen Achsdruckes konnten die Lokomotiven nur auf ausgewählten Strecken eingesetzt werden. Das führte zur Beschaffung der FS E.428. In den letzten Jahren wurde die Geschwindigkeit auf 95 km/h begrenzt. Ausgemustert wurden die Lokomotiven bis 1982.
Eine Lokomotive, die E.326.004 ist in dem Eisenbahnmuseum Pietrarsa erhalten geblieben.Foto der erhaltenen E.326.004 in Pietrarsa
Technische Ausrüstung Der Hauptrahmen der Lokomotive war genug kräftig ausgeführt, so dass die Lokomotive ohne weiteres an den Endpunkten angehoben werden konnte. Sie besaßen einen Einzelachsantrieb nach Giuseppe Bianchi mit Doppelmotoren, Hohlwelle und Blattfedern. Die doppelt angeordneten Fahrmotoren übertrugen das Drehmoment über Hohlwelle und Blattfedern auf die Radsterne. Die Lagerung war gelenkig, dadurch konnten auch Unebenheiten im Gleis ohne weiteres ausgeglichen werden. Die im Drehgestell gelagerten Laufräder hatten einen Achsstand von 2.200 mm und Rückstellvorrichtungen.
Literatur Giovanni Cornolò: Locomotive elettriche FS, Ermanno Albertelli Editore, 1983, S. 163–170. Ing. W. Messerschmidt: Geschichte der italienischen Elektro- und Diesellokomotiven Orell Füssli, Zürich, 1969, keine ISBN
Weblinks
Internetseite über die Lokomotiven auf drehscheibe-online.de
Sammlung von Bildern über die Lokomotive auf photorail
Einzelnachweise
E.326 Kategorie:Elektrolokomotive für Gleichstrom 3000 V Kategorie:Schienenfahrzeug (Breda) Kategorie:Schienenfahrzeug (Spurweite 1435 mm)