mini|Weltmeister 2013: Ronnie O’Sullivan

Die Snookerweltmeisterschaft 2013, die vom 20. April bis zum 6. Mai 2013 im Crucible Theatre in Sheffield stattfand, bildete den Abschluss der Snooker-Saison 2012/13.

Vorjahressieger Ronnie O’Sullivan konnte seinen Titel durch einen 18:12-Finalsieg über seinen Landsmann Barry Hawkins erfolgreich verteidigen. O’Sullivan wurde damit zum fünften Mal Weltmeister.

Preisgeld und Weltranglistenpunkte Preisgeld Weltrang-listenpunkte Sieger 250.000 £ 10.000 Finalist 125.000 £ 8.000 Halbfinalist 52.000 £ 6.400 Viertelfinalist 24.050 £ 5.000 Achtelfinalist 16.000 £ 3.800 Letzte 32 12.000 £ 2.800(1.400) Letzte 48 8.200 £ 2.300(1.150) Letzte 64 4.600 £ 1.800(900) Letzte 80 1.300(650) Letzte 96 800(400) Höchstes Break (Qualifikation) 1.000 £ Höchstes Break (Hauptrunde) 10.000 £ Insgesamt 1.111.000 £

Gesetzte Spieler, die ihre erste Partie verloren, erhielten nur die halbe Punktzahl (in der Tabelle in Klammern).

Hauptrunde Turnierverlauf Runde 1 mini|Das Crucible Theatre am ersten Tag Titelverteidiger Ronnie O’Sullivan, der sich fast die gesamte Saison eine Auszeit vom Profi-Snooker genommen hatte, startete mit einem 10:4-Sieg gegen Marcus Campbell. Für einige Mitfavoriten war hingegen schon in Runde eins Schluss: Mit Neil Robertson scheiterte der Weltmeister des Jahres 2010 gegen Robert Milkins, und Mark Allen musste sich Mark King geschlagen geben. Auch der vierfache Weltmeister John Higgins verpasste den Sprung ins Achtelfinale. Den deutlichsten Sieg in der ersten Runde erzielte Ricky Walden, der gegen Michael Holt nur einen Frame abgab. Von den sechs Crucible-Debütanten erreichten zwei das Achtelfinale: Michael White gewann gegen seinen Landsmann, den zweifachen Weltmeister Mark Williams, mit 10:6, und der Thailänder Dechawat Poomjaeng, der das Publikum durch seine emotionale Spielweise für sich einnahm, besiegte Stephen Maguire mit 10:9.

Achtelfinale Im Achtelfinale trafen Michael White und Dechawat Poomjaeng aufeinander, wobei der Waliser die Partie klar dominierte und mit 13:3 für sich entschied. Im Duell zweier ehemaliger Weltmeister bezwang Shaun Murphy den Schotten Graeme Dott mit 13:11. In einer Wiederauflage der Endspiele der Jahre 2008 und 2012 trafen Ronnie O’Sullivan und Allister Carter diesmal bereits im Achtelfinale aufeinander. Der Titelverteidiger dominierte die Partie auch diesmal und setzte sich mit 13:8 durch. Mit dem Weltranglistenersten Mark Selby schied auch der Favorit aus dem Turnier aus; der Gewinner der UK Championship 2012 und des Masters 2013 unterlag Barry Hawkins 10:13 und verpasste damit die Chance, alle drei Turniere der Triple Crown in einer Saison zu gewinnen.

Viertelfinale Die Viertelfinalpartie zwischen Judd Trump und Shaun Murphy wurde erst im letzten der 25 Frames entschieden. Nachdem Trump schon mit 3:8 Frames zurückgelegen hatte, gewann er den entscheidenden Frame, der 53 Minuten dauerte. O’Sullivan hatte mit seinem Viertelfinalgegner Stuart Bingham wenig Mühe, er besiegte ihn nach einem Zwischenstand von 12:1 mit 13:4. Das erfolgreiche WM-Debüt von Michael White endete im Viertelfinale, in dem er Ricky Walden unterlag. Und durch den Sieg von Barry Hawkins über Ding Junhui schied der letzte Nichtbrite aus dem Turnier aus.

Halbfinale Im ersten Halbfinale kam es zum Duell zwischen Ronnie O’Sullivan und Judd Trump, dem WM-Finalisten von 2011. Beim Stand von 6:6 war die Partie zum letzten Mal ausgeglichen, dann gewann O’Sullivan drei Frames hintereinander. Diesen Vorsprung baute er weiter aus und ging mit einem 14:10 in die letzte Session. Am Ende bezwang er Trump mit 17:11; damit war er der erste Titelverteidiger seit Ken Doherty 1998, der wieder das Finale erreichte. Im 23. Frame wurde O’Sullivan von Schiedsrichterin Michaela Tabb wegen einer obszönen Geste verwarnt.

Im zweiten Halbfinale hatte Ricky Walden gegen Barry Hawkins den besseren Start. In der ersten Session gelang ihm nach zwei Century Breaks und zwei weiteren Breaks von über 50 Punkten eine 6:2-Führung. Beim Stande von 12:8 für Walden startete Hawkins eine Serie von acht Framegewinnen; damit drehte er die Partie und gewann sie schließlich mit 17:14. Während ihm in den ersten beiden Sessions kein Break von über 50 Punkten gelungen war, erzielte er in den letzten beiden gleich sieben davon, darunter zwei Centuries.

Finale mini|hochkant|O’Sullivan mit der Siegertrophäe

Im 7. Frame der 2. Session spielte O’Sullivan mit 103 Punkten sein 128. Century Break im Crucible Theatre. Er brach damit den bis dahin bestehenden Rekord von Stephen Hendry mit 127 Centuries. O’Sullivan ließ drei weitere Centuries von 106, 133 und 124 Punkten folgen; damit liegt die neue Rekordzahl bei 131. Für Barry Hawkins war es das erste WM-Finale und erst das zweite eines Ranglistenturniers. Im anschließenden Interview bescheinigte O’Sullivan Hawkins außerordentliche Leistungen und betonte, kein anderer Gegner sei im Verlauf des Turniers so schwer abzuschütteln gewesen. Die Frage, ob dies seine letzte WM-Teilnahme gewesen sei, ließ O’Sullivan offen.

Turnierstatistik

Finale

Vor-Qualifikation Die Vor-Qualifikation fand am 4. und 5. April 2013 in Sheffield statt.

Runde 1

Runde 2

Runde 3

Runde 4

Qualifikation Die Qualifikationsrunden 1 bis 3 fanden vom 6. bis 11. April 2013 in Sheffield statt. Die letzte Qualifikationsrunde fand am 13. und 14. April 2013 ebenfalls in Sheffield statt.

A = Amateurspieler (während der Saison 2012/13 nicht auf der Main Tour; Qualifikation über die Q-School-Order-of-Merit) VQ = Gewinner der Vor-Qualifikationsrunden (WPBSA-Mitglieder; während der Saison 2012/13 nicht auf der Main Tour)

Century Breaks Hauptrunde

Neil Robertson 143 Judd Trump 142, 127, 118, 117, 112, 109, 104 Ricky Walden 140, 119, 113, 106, 105, 104 Ronnie O’Sullivan 133 (2×), 125, 124, 113, 111, 106 (2×), 105, 104, 103, 102, 100 Barry Hawkins 133, 127, 114, 104, 100 Ding Junhui 131, 129, 114, 107, 104, 103 Shaun Murphy 128 (2×), 112 (2×), 106 Marco Fu 117 Stuart Bingham 111, 106 Robert Milkins 106, 104 Allister Carter 106 Mark Selby 103 Michael White 102, 101, 100 Jack Lisowski 100 Graeme Dott 100

Qualifikationsrunde

Sam Baird 142, 133, 113, 104 Yu Delu 140, 122, 117, 100 Ryan Day 139 Ben Woollaston 138, 117, 100 Matthew Selt 138, 103 Robin Hull 137 Michael White 136, 120, 104 Jack Lisowski 131, 128, 114, 100 Patrick Wallace 131, 102 Dominic Dale 131 Jimmy White 130 Thepchaiya Un-Nooh 129 Joe Perry 128 Ken Doherty 128 Michael Wasley 124 Mike Dunn 123, 121 Anthony Hamilton 122 Kurt Maflin 117, 113, 101, 100 Mark Davis 115, 103 Justin Astley 115 Liam Highfield 114, 105, 102 Tony Drago 114, 101 Joel Walker 112, 100 Mark King 110, 109 Marco Fu 108 Thanawat Thirapongpaiboon 106 Joe Swail 105, 100 Craig Steadman 105 Daniel Wells 103 Barry Pinches 103 Liang Wenbo 103 Alfie Burden 103 Paul Wykes 102 Alan McManus 102 David Gilbert 102 Pankaj Advani 100 Cao Yupeng 100

Weblinks Fotogalerie der 2013 Betfair World Championship auf Facebook.

Einzelnachweise

#2013 Kategorie:Snookerveranstaltung 2013 Kategorie:Billardturnier in Sheffield Kategorie:Crucible Theatre