Michaelisbruch ist ein Gemeindeteil der amtsangehörigen Gemeinde Dreetz im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg. Die Verwaltungsgeschäfte der Gemeinde Dreetz werden vom Amt Neustadt (Dosse) getätigt.

Geografie Michaelisbruch befindet sich etwa 2,3 Kilometer südöstlich des Ortskerns von Friesack. Rund fünf Kilometer nordwestlich von Michaelisbruch liegt der Ortskern von Dreetz. Südwestlich von Michaelisbruch liegt Bartschendorf und im Osten Zootzen.

Am Ort verläuft der Rhinkanal. Bei Michaelisbruch verläuft die B5 und die Landesstraße 141. Michaelisbruch ist umgeben von landwirtschaftlich genutzten Flächen, entlang der Ufer des Rhinkanals erstreckt sich ein Waldgebiet.

Geschichte Michaelisbruch entstand aus einer kleinen Moorkolonie. Sie wurde im Zuge der Urbarmachung eines Teiles des Neustädtischen Bruchs in den Jahren von 1774 bis 1776 angelegt, der in der Feldmark des Dorfes Dreetz lag.Elżbieta Foster: Die Ortsnamen des Landes Ruppin (= Brandenburgisches Namenbuch, Band 11). Böhlau, Weimar 1998, ISBN 3-7400-1061-4, S. 92. Sie wurde nach einem Geheimrat namens Michaelis benannt.Amt Neustadt (Dosse) (Hrsg.): Amt Neustadt (Dosse). Land und Leute an Dosse, Rhin und Jäglitz. Dosse-Verlag, Kampehl 2005, S. 71. Ende der 1780er Jahre wurde ein Schulhaus gebaut, ein Hinweis auf das Wachstum der Kolonie.Brandenburgisches Landeshauptarchiv, Repositur 2: Kurmärkische Kriegs- und Domänenkammer, Domänenregistratur, Bestand: Amt Neustadt (Dosse), Lokalverwaltung, Pfarr-, Kirchen- und Schul-Sachen, Akte Bau eines Schulhauses zu Michaelisbruch.

1937 entstand im Ort ein Mustergut, welches zur Planung neuer Anbaumethoden im Zweiten Weltkrieg genutzt wurde. Nach der deutschen Teilung entstanden hier die ersten Wohnhäuser für Familien und ein Konsum-Markt. Der Ort wurde durch seine 1973 errichtete Brücke bekannt, welche das Hauptobjekt im deutschsprachigen Film Karlemanns Brücke darstellte. Am 1. April 1973 wurde Michaelisbruch in die Nachbargemeinde Dreetz eingegliedert. Nach der Wiedervereinigung wurde der Konsum abgerissen, und mehrere Familien verließen den Ort. Heute gibt es im Ort einen Pferdezuchtbetrieb, der im Jahr mehrere kleine Reitturniere ausrichtet.

Michaelisbruch wird von Dreetz mitverwaltet und vom dortigen Gemeinderat vertreten.

Literatur Amt Neustadt (Dosse) (Hrsg.): Amt Neustadt (Dosse). Land und Leute an Dosse, Rhin und Jäglitz. Dosse-Verlag, Kampehl 2005, ISBN 3-9807861-8-8, S. 71: Michaelisbruch.

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Einzelnachweise (abgerufen am 9. November 2015)

Kategorie:Dreetz (Brandenburg) Kategorie:Ort im Landkreis Ostprignitz-Ruppin Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) Kategorie:Ort im Havelland