U 89 war ein diesel-elektrisches Flotten-U-Boot der deutschen Kaiserlichen Marine, das im Ersten Weltkrieg zum Einsatz kam. Das U-Boot wurde 1918 durch einen britischen Panzerkreuzer gerammt und sank mit der gesamten Besatzung.

Einsätze U 89 lief am 6. Oktober 1916 bei der Kaiserlichen Werft in Danzig vom Stapel und wurde am 21. Juni 1917 in Dienst gestellt. Ab September 1917 war das U-Boot der III. U-Flottille in Emden und Wilhelmshaven zugeordnet.Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. S. 139. Die Kommandanten des U-Bootes waren Kapitänleutnant August Mildenberger (21. Juni 1917 bis 15. Januar 1918) und Kapitänleutnant Wilhelm Bauck (16. Januar 1918 bis 12. Februar 1918).

U 89 führte während des Ersten Weltkriegs drei Unternehmungen im östlichen Nordatlantik durch.Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. S. 123. Dabei wurden vier Handelsschiffe mit einer Gesamttonnage von 8.496 Bruttoregistertonnen (BRT) versenkt.Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. S. 68.Laut www.uboat.net wurde außerdem ein Schiff mit 324 BRT beschädigt. Darunter befanden sich Schiffe unter britischer, französischer und portugiesischer Flagge.www.uboat.net: WWI U-boat Successes – Ships hit by U 89 (engl.)

Das größte von U 89 versenkte Schiff war das portugiesische Frachtschiff Boa Vista mit 3.667 BRT. Die Boa Vista wurde am 21. Dezember 1917 auf ihrer Fahrt von Bordeaux nach Cardiff südwestlich der Île d’Yeu torpediert. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben.www.uboat.net: Ships hit during WWI – Boa Vista (engl.)

Verbleib miniatur|links|Der britische Kreuzer Roxburgh

Als die Besatzung von U 89 vor dem Nordkanal vergeblich Geleitzügen auflauerte, wurde das U-Boot in der Nacht zum 13. Februar 1918 durch die Roxburgh gesichtet.Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. S. 91. Der britische Kreuzer sah das deutsche U-Boot in nur 200 Metern Entfernung und setzte sofort zum Rammstoß an. Der Kreuzer riss den Druckkörper von U 89 auf. Mit voller Fahrt rückwärts rammte er das sinkende U-Boot ein zweites Mal. U 89 ging etwa auf der Position mit der gesamten Besatzung unter.Paul Kemp: Die deutschen und österreichischen U-Boot-Verluste in beiden Weltkriegen. S. 44.

Literatur Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Karl Müller, Erlangen 1993, ISBN 3-86070-036-7. Paul Kemp: Die deutschen und österreichischen U-Boot-Verluste in beiden Weltkriegen. Urbes, Gräfelfing 1998, ISBN 3-924896-43-7.

Weblinks U 89 auf uboat.net Gedenktafel für U 89 am U-Boot-Ehrenmal Möltenort

Fußnoten

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