mini|Luitpold du Jarrys von La Roche (Foto im Stadtarchiv Nürnberg) Luitpold du Jarrys, Freiherr von La Roche (* 23. November 1837 in München; † 14. November 1884 ebenda),Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser. Justus Perthes Verlag, Gotha 1917, S. 949. war ein königlich bayerischer Regierungsbeamter.
Leben Er entstammte der ursprünglich französischen Adelsfamilie Du Jarrys von La Roche und war der Sohn des königlich bayrischen Kammerherrn und Generals der Kavallerie Friedrich du Jarrys Freiherr von La Roche (1802–1876) und der Cäcilie Freiin von Trott zu Solz (1809–1878).Genealogisches Jahrbuch des deutschen Adels, 1848, S. 388 (online) La Roche studierte Rechtswissenschaften an der Universität HeidelbergPaul Hintzelmann, Gustav Toepke (Hrsg.): Die Matrikel der Universität Heidelberg. Teil 7, Register 1704–1870, Heidelberg, 1916, S. 237. sowie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.Franz Xaver Freninger (Hrsg.): Das Matrikelbuch der Universität Ingolstadt-Landshut-München. Universität München, 1872, S. 365 (Auszug) Im Jahr 1862 wurde er KammerjunkerHof- und Staatshandbuch des Königreichs, 1867, S. 169 (Digitalisat) und 1863 arbeitete er als Rechtspraktikant. mini|Wappen der Familie Du Jarrys Freiherren von La Roche 1745 Schon vor 1864 war La Roche als Regierungsassessor (Accessist) an der Bezirksregierung von Schwaben und Neuburg in Augsburg tätig und wohnte dort in der Ludwigstraße.Königlicher Bayerischer adeliger Damen-Kalender, Verlag Reichel, 1864, S. 140. Im August 1868 wurde er als Assessor ans Bezirksamt Fürth versetztNeue Augsburger Zeitung vom 21. August 1868 (Digitalisat) und trat dort 1869 als Mitglied dem „Landwirtschaftlichen Verein in Mittelfranken“ bei.Landwirthschaftliches Wochenblatt für Mittel-Franken vom 3. April 1869, S. 56 (Digitalisat) Am 4. März 1869 war er allerdings schon „in provisorischer Eigenschaft“ zum Stadtkommissariatsassessor in Nürnberg bestellt worden.Regierungsblatt für das Königreich Bayern Nr. 16 vom 12. März 1869, Spalte 395 (Digitalisat) Am 13. Februar 1872 wurde er als Assessor ans Bezirksamt Kempten versetzt.Regierungs-Blatt für das Königreich Bayern, 1872 (Auszug)
Im Jahr 1875 wurde La Roche – wie üblich wohl inzwischen zum Regierungsrat befördert – als Nachfolger von Clemens Graf zu Pappenheim zum Badkommissar (Kurdirektor) des Staatsbades Bad Kissingen ernannt, aber bereits nach einjähriger Amtszeit schon 1876 durch Friedrich Freiherr du Prel wieder abgelöst.
Ehe und Nachkommen Am 6. Juni 1865 hatte La Roche als 28-jähriger Kammerjunker in München in der heimatlichen protestantischen Pfarrei die 26-jährige Wilhelmine Pauline Freiin von Seckendorff-Aberdar (1839–1910) geheiratet, Tochter des verstorbenen königlich württembergischen Kammerherrn und Obersthofmeisters Karl Freiherr von Seckendorff (1803–1855) in Stuttgart und der Melanie Freiin von Spiegel zu Pickelsheim (1809–1873).Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, Band 20, 1870, S. 832 (Digitalisat)Münchener Amtsblatt Nr. 47 vom 14. Juni 1865, S. 543 (Digitalisat) Das Paar hatte zwei Töchter: Mellanie Fredrike Cäcile Caroline Auguste (* 17. Januar 1873) Elisabeth Auguste Mathilde Eveline Bodo (* 14. November 1874)
Einzelnachweise
Kategorie:Beamter (Bayern) Kategorie:Jurist in der Kommunalverwaltung Kategorie:Badkommissar und Kurdirektor von Bad Kissingen Kategorie:Regierungsrat Kategorie:Freiherr Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1837 Kategorie:Gestorben 1884 Kategorie:Mann