mini|Dockweiler, Luftaufnahme (2015) Dockweiler ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört zur Verbandsgemeinde Daun.

Geschichte Die erste Erwähnung von Dockweiler („Dochwilre“) befindet sich in einer Urkunde von König Konrad III., als er am 1. August 1144 nach dem Tode des Pfalzgrafen Wilhelm dem Kloster Springiersbach seine Rechte und Besitzungen bestätigte und es unter seinen Schutz nahm.Heinrich Beyer: Rheinisches Urkundenbuch, Band 1, Coblenz: Hölscher, 1860, Urkunde 532 (dilibri.de) Dockweiler gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zur reichsunmittelbaren Herrschaft Kerpen, die zuletzt im Besitz des Herzogs vom Arenberg war.

Im Jahr 1794 wurde das Linke Rheinufer im ersten Koalitionskrieg von französischen Revolutionstruppen besetzt. Von 1798 bis 1814 gehörte Dockweiler zum Kanton Daun im Saardepartement.

Auf dem Wiener Kongress (1815) kam die Region zum Königreich Preußen, Dockweiler wurde 1816 dem neu errichteten Kreis Daun im Regierungsbezirk Trier zugeordnet und war Sitz der gleichnamigen Bürgermeisterei.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde Dockweiler innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Dockweiler, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Regionaldaten. Jahr Einwohner 1815 280 1835 343 1871 347 1905 399 1939 379 1950 462 1961 453 Jahr Einwohner 1970 492 1987 585 1997 606 2005 659 2011 660 2017 635

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Dockweiler besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Bürgermeister Matthias Haas wurde am 21. August 2024 Ortsbürgermeister von Dockweiler. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 war er als einziger Bewerber mit einem Stimmenanteil von 73,9 % für fünf Jahre gewählt worden.

Der Vorgänger von Matthias Haas, Ralf Schüller, hatte das Amt am 15. August 2019 übernommen und kandidierte bei der Wahl 2024 nicht als Ortsbürgermeister. Zuvor hatte Bruno von Landenberg das Amt 15 Jahre ausgeübt, war 2019 aber nicht erneut angetreten.

Wappen

Ortsbeschreibung Bei der romanischen Kirche (um 1200) befinden sich Linden und Kastanien, die ein Alter von etwa 200 Jahren aufweisen und als Naturdenkmäler gelten. Im Dockweiler Wald befindet sich ein Sauerbrunnen. Südlich der Ortslage liegt ein Blocklavafeld (Naturdenkmal). Wandermöglichkeiten bieten sich im Waldgebiet im Dreieck Dockweiler–Daun–Kelberg.

Verkehrsanbindung Straße: über L 21 (ehm. B 421) und B 410 Eisenbahn: Haltepunkt Dockweiler-Dreis in der Dauner Straße (Eifelquerbahn), zurzeit findet kein Bahnverkehr statt Bus: zwei Regionallinien: 700/9311 Gerolstein-Daun-Cochem und 511/9367 ztw. Jünkerath-Hillesheim-Daun

In Dockweiler geborene Personen Herbert Schneider OFM (1938–2026), römisch-katholischer Priester und geistlicher Schriftsteller Matthias Utters OFM (1934–1986), römisch-katholischer Priester

Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Dockweiler

Weblinks

Internetpräsenz der Ortsgemeinde Dockweiler

Einzelnachweise

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