Das 11. (Sächsisches) Infanterie-Regiment war ein Regiment der Reichswehr.

Geschichte Das Regiment wurde am 1. Januar 1921 aus den Reichswehr-Infanterie-Regimentern 37 und 38 des Übergangsheeres gebildet. Am 29. Mai 1922 erhielt das Regiment zusätzlich zu seinem Namen die landsmannschaftliche Bezeichnung „Sächsisches“.Georg Tessin: Deutsche Verbände und Truppen 1918–1939, Biblio Verlag, Osnabrück 1974, ISBN 3-7648-1000-9, S. 188

Im Zuge der Vergrößerung der Reichswehr wurde das Regiment 1934 in der ersten Aufstellungswelle geteilt und daraus das Infanterie-Regiment Leipzig und das Infanterie-Regiment Königsbrück gebildet.

Garnisonen Leipzig: Regimentsstab, II. und III. Bataillon sowie 13. (MW)-Kompanie Glauchau, ab 1923 Freiberg: I. Bataillon mit Stab Löbau, ab 1923 Döbeln: Ausbildungs-Bataillon

Kommandeure Nr. Name Beginn der Berufung Ende der Berufung 1. Oberst Georg Bock von Wülfingen1. Januar 19211923 2. Oberst Rudolf Krantz192330. September 1927 3. Oberst Hans Halm1. November 192731. August 1929 4. Oberst Karl-Ulrich Neumann-Neurode1. September 192930. September 1931 5.Oberstleutnant/Oberst Erich Friderici1. Oktober 193130. September 1933 6. Oberst ???1. Oktober 193331. März 19347.Oberstleutnant/Oberst Hans Wolfgang Reinhard1. April 1934zur Auflösung

Organisation Verbandszugehörigkeit Das Regiment unterstand dem Infanterieführer IV der 4. Division in Magdeburg.

Gliederung Das Regiment bestand neben dem Regimentsstab mit Nachrichtenstaffel aus I. Bataillon mit Stab und Nachrichtenstaffel, hervorgegangen aus dem Reichswehr-Infanterie-Regiment 38, II. Bataillon mit Stab und Nachrichtenstaffel, hervorgegangen aus dem Reichswehr-Infanterie-Regiment 37, III. Bataillon mit Stab und Nachrichtenstaffel, hervorgegangen aus dem Reichswehr-Infanterie-Regiment 37, Ergänzungs-Bataillon, ab 23. März 1921 Ausbildungs-Bataillon, hervorgegangen aus dem Reichswehr-Infanterie-Regiment 38.

Jedes Feld-Bataillon gliederte sich zu drei Kompanien zu je drei Offizieren und 161 Unteroffizieren und Mannschaften (3/161) sowie einer MG-Kompanie (4/126). Insgesamt bestand ein Bataillon aus 18 Offizieren und Beamten (einschließlich Sanitätsoffizieren) und 658 Mann.

Bewaffnung und Ausrüstung Hauptbewaffnung Die Schützen waren mit dem Karabiner K98a ausgerüstet. Jeder Zug besaß ein leichtes Maschinengewehr MG 08/15.

In den MG-Kompanien bestanden jeweils der 1. Zug aus drei Gruppen mit drei schweren Maschinengewehren MG 08 auf Lafette, vierspännig gezogen, der 2. bis 4. Zug aus drei Gruppen mit drei schweren Maschinengewehren MG 08 auf Lafette, zweispännig gezogen.

Die schwersten Waffen des Regiments waren die Minenwerfer in der 13. Kompanie. Der 1. Zug war mit zwei mittleren Werfern 17 cm, vierspännig gezogen, ausgerüstet, der 2. und 3. Zug mit drei leichten Werfern 7,6 cm, zweispännig gefahren.

Sonstiges Traditionsübernahme Das Regiment übernahm 1921Erlass des Chefs der Heeresleitung General der Infanterie Hans von Seeckt vom 24. August 1921 die Tradition der alten Regimenter. 1. und 2. Kompanie: 10. Königlich Sächsisches Infanterie-Regiment Nr. 134 3. und 4. Kompanie: 9. Königlich Sächsisches Infanterie-Regiment Nr. 133 5. und 8. Kompanie: Infanterie-Regiment „Kronprinz“ (5. Königlich Sächsisches) Nr. 104 6. Kompanie: Infanterie-Regiment „König Wilhelm II. von Württemberg“ (6. Königlich Sächsisches) Nr. 105 7. Kompanie: 15. Königlich Sächsisches Infanterie-Regiment Nr. 181 9. Kompanie: Infanterie-Regiment „König Georg“ (7. Königlich Sächsisches) Nr. 106 10. und 13. Kompanie: 2. (Königlich Sächsisches) Pionier-Bataillon Nr. 22 11. und 12. Kompanie: Infanterie-Regiment „Prinz Johann Georg“ (8. Königlich Sächsisches) Nr. 107 12. Kompanie: Sächsische Maschinengewehr-Abteilung Nr. 8 14. und 15. Kompanie: 11. Königlich Sächsisches Infanterie-Regiment Nr. 139 16. Kompanie: 14. Königlich Sächsisches Infanterie-Regiment Nr. 179

Bekannte Regimentsangehörige Gerd Niepold (1913–2007), war von 1968 bis 1972, als Generalleutnant des Heeres der Bundeswehr, Kommandeur des III. Korps.

Literatur Georg Tessin: Deutsche Verbände und Truppen 1918–1939, Biblio Verlag, Osnabrück 1974, ISBN 3-7648-1000-9, S. 187ff Edgar Graf von Matuschka: Organisation des Reichsheeres in Handbuch zur deutschen Militärgeschichte 1648–1939, Hrsg. Militärgeschichtliches Forschungsamt, Freiburg (Breisgau), Teil VI: Reichswehr und Republik (1918–1933), Bernard & Graefe Verlag für Wehrwesen, Frankfurt am Main 1970, S. 320–322.

Einzelnachweise

Infanterieregiment 11 Kategorie:Freistaat Sachsen (1918–1934) Kategorie:Leipziger Militärgeschichte Kategorie:Freiberger Geschichte Kategorie:Gegründet 1921 Kategorie:Aufgelöst 1934