Bongard ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kelberg an.
Geographische Lage Der Ort liegt im Naturpark Vulkaneifel und teilweise im Landschaftsschutzgebiet „Kelberg“. Östlich des Ortes fließt der Nohner Bach. Zu Bongard gehört auch der Wohnplatz Forsthaus Barsberg.
Geschichte Die ersten, bekannten Bewohner in und um Bongard waren die Kelten (ca. 500 v. Chr.). Sie lebten auf dem und am östlich des Ortes liegenden Barsberg und noch heute kann der einst etwa 60 m lange und wohl 7 m hohe Schutzwall erkannt werden.
Vom Mittelalter bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Bongard zum Kurfürstentum Trier und war Hauptort eines Zentgerichts, das dem Amt Daun untergeordnet war. Zur „Zent Bongard“ gehörten die Nachbarorte Bodenbach, Borler, Boxberg, Gelenberg, Meisenthal und Rothenbach. Nach dem Trierer Feuerbuch von 1563 umfasste die Ortschaft im Jahr 1563 insgesamt 16, im Jahr 1684 nur 10 Feuerstellen.Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 112, 149.
Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer besetzt. Unter der französischen Administration gehörte Bongard von 1798 bis 1814 zum Kanton Ulmen im Rhein-Mosel-Departement. Aufgrund der 1815 auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam die Region zum Königreich Preußen. Unter preußischer Verwaltung war die Gemeinde Bongard dem Kreis Adenau im Regierungsbezirk Koblenz zugeordnet und wurde von der Bürgermeisterei Kelberg verwaltet. Diese ging 1927 im Amt Kelberg und 1968 in der Verbandsgemeinde Kelberg auf. Nach dem Ersten Weltkrieg stand das Gebiet unter Französischer Militärverwaltung. Bei der Auflösung des Kreises Adenau im Jahr 1932 kam Bongard zum Kreis Mayen. Seit 1946 ist die Region Teil des Landes Rheinland-Pfalz und gehörte bis 1955 zur Französischen Besatzungszone.
Im Zuge der kommunalen Neuordnung von Rheinland-Pfalz kam die Gemeinde am 7. November 1970 vom gleichzeitig aufgelösten Landkreis Mayen zum Landkreis Daun (heute Landkreis Vulkaneifel).
Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Bongard, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten Jahr Einwohner 1815 179 1835 206 1871 180 1905 211 1939 225 1950 225 Jahr Einwohner 1961 243 1970 239 1987 249 1997 269 2005 256
Politik
Bürgermeister Matthias Maas wurde 2024 Ortsbürgermeister von Bongard. Sein Vorgänger war Alois Sicken.
Wappen
Religion Die Bürger von Bongard sind zu ca. 90 % römisch-katholisch. Bongard gehört zur kath. Pfarrei Bodenbach. Auch die Heyerbergkapelle mit ihrem Kreuzweg im Wald wird von Bongardern gerne besucht.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Söhne und Töchter des Ortes Ferdinand Limpens (1682–1745), Jesuit
Weblinks
Internetauftritt der Ortsgemeinde Bongard Ortsgemeinde Bongard auf den Seiten der Verbandsgemeinde Kelberg
Kurzporträt von Bongard mit einem Filmbeitrag bei Hierzuland, SWR Fernsehen
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Vulkaneifel