Günter von Scheven (* 17. April 1908 in Krefeld; † 21. März 1942 in Karpowka) war ein deutscher Bildhauer. Er schuf überwiegend figürliche Plastiken.
Leben 1927 legte Günter von Scheven am Gymnasium am Moltkeplatz in Krefeld das Abitur ab. Danach studierte er Philosophie in Heidelberg und Berlin. Gleichzeitig betrieb er ein Kunststudium und entschied sich 1928 für die Bildhauerei. An der Berliner Akademie besuchte er Kurse bei Diederichs und Fritz Klimsch. 1932 wurde von Scheven Privatschüler Georg Kolbes, nachdem dieser auf ihn durch seine blaue Granitplastik Jünglingstorso aufmerksam wurde. Er gehörte, zusammen mit Andreas Moritz und Hermann Lemperle, um 1930 zu einem Kreis idealistischer junger Männer, dessen Mittelpunkt Georg Kolbe war. Nachdem er 1940 in den Zweiten Weltkrieg eingezogen worden war, schrieb er Feldpostbriefe an Kolbe, die dieser auszugsweise veröffentlicht hat.16 weitere Briefe von 1941 bis zu seinem Todestag bei Hans Walter Bähr: „Die Stimme des Menschen“ Piper Verlag, München, 1961 S. 143 ff.
1937 erhielt von Scheven ein Stipendium der Villa Massimo in Rom und reiste durch Italien und Griechenland. 1938 war er vorübergehend in Düsseldorf, dann wieder in Berlin tätig.
Er beteiligte sich schon 1933 an der Ausstellung Lebendige Deutsche Kunst der Galerie Paul Cassirer sowie an der Kunstausstellung 1936 in Berlin, wo er einen Diskuswerfer und einen Speerwerfer ausstellte, sowie an der Ausstellung Deutsche Bildhauer der Gegenwart 1940 in Hamburg. An Ausstellungen der Galerie Karl Buchholz in Berlin war er zwischen 1935 und 1941 mehrfach beteiligt. 1947 veranstaltete der Krefelder Museumsverein eine Gedächtnisausstellung.
Werke 1930: Jünglingstorso (Granit)Abbildung S. 55 in Nemitz: Junge Bildhauer 1932: Hockende (Schlesischer Marmor)Abbildung in Kolbe und in DavidsonAbbildung in Die Kunst für alle (Bd. 59, Heft 1, S. 15) 1932: Bildnis H.L.Abbildung im Katalog der Gedächtnisausstellung 1947Abbildung in Die Kunst für alle (Bd. 52, Heft 9, S. 212) vor 1933: Bildnis Fräulein G. (Gips)Abbildung in Die Kunst für alle (Bd. 59, Heft 1, S. 14) 1933: Bildnis der Mutter (Bronze) 1933: Skiläufer 1933: Staffellauf (Relief) 1933: Diskuswerfer 1933: Kugelstoßer 1934: Sportplakette (Bronze) 1935: Trauernde (Bronze) 1935: Bildnis GriechinAbbildung im Katalog der Gedächtnisausstellung 1947 1936: Bildnis der Schwester (Bronze)Abbildung in Davidson 1938: Sibylle (Gips)Abbildung in DavidsonAbbildung in Die Kunst für alle (Bd. 59, Heft 1, S. 12) 1936/38: Trauernde II (Zink)Abbildung in DavidsonAbbildung in Die Kunst für alle (Bd. 59, Heft 1, S. 11) 1938: Bildnis L.F.Abbildung im Katalog der Gedächtnisausstellung 1947 1938: Kampf der Engel (Zink-Relief), auch Richtende Engel 1939: Kleine Stehende (Bronze) vor 1940: Erweckung (Bronze-Relief)
Literatur Fritz Nemitz: Junge Bildhauer. Rembrandt-Verlag, Berlin 1939. Klemens Köhler: Der Bildhauer Günter von Scheven. In: Die Kunst für alle. 59. Jahrgang, Heft 1, S. 11–15, Bruckmann, München 1944. Georg Kolbe: Der Bildhauer Günter von Scheven. Karl Rauch Verlag, Dessau 1944. Krefelder Museums-Verein: Gedächtnisausstellung Günter von Scheven – Zeichnungen und Plastiken. Scherpe, Krefeld 1947. Franz Kloidt: Günter von Scheven – ein Unvollendeter? Krefeld 1965
Einzelnachweise
Kategorie:Bildhauer (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1908 Kategorie:Gestorben 1942 Kategorie:Mann Kategorie:Wikipedia:Geburts- oder Sterbeort unbekannt