miniatur|Grabmal P. H. Merkens auf Melaten miniatur|Haus Groote in Bad Godesberg Johann Anton Wallé (* 23. Oktober 1807 in Köln; † 13. September 1876 ebenda) war ein deutscher Architekt und Lehrer an der Königlichen Provinzial-Gewerbeschule in Köln.Michael Werling: Architekturlehrer der FH Köln Teil I/Die Ehemaligen. Hrsg. anlässlich des 35-jährigen Jubiläums des Fachbereichs bzw. der Fakultät für Architektur der FH Köln, Köln 2006, S. 201 ff.

Leben Zuerst besuchte Wallé die von Egidius Mengelberg im Jahre 1822 gegründete Elementar-Zeichenschule in Köln. Von 1826 bis 1829 studierte er auf Empfehlung des preußischen Ministerialbeamten Beuth an der Gewerbeakademie in Berlin. 1830 setzte er seine Studien an der Kunstakademie in München fort. Einige Jahre danach erhielt er die Zulassung als Privatbaumeister bzw. „Kommittierter Baumeister“.Seitens der preußischen Regierung geprüfte, zur Leitung öffentlicher Bauarbeiten zugelassene Baumeister (vgl. Vogt, Bd. 2, S. 740) Von 1833 bis 1876 war er als Lehrer für Baukonstruktion, Zeichnen und Modellieren an der Königlichen Provinzial-Gewerbeschule in Köln tätig. Am 23. September 1838 heiratete er Anna Maria Baer, mit der er sieben Söhne und zwei Töchter hatte.Totenzettel, abgerufen am 23. März 2013. Nach den Kölner Adress-Büchern von 1846 bzw. 1858 wohnte Wallé mit seiner Familie in der Severinstraße 227Kölner Adressbuch von 1846, abgerufen am 23. März 2013., bzw. in der Pantaleonstraße 2.Kölner Adressbuch von 1858, abgerufen am 23. März 2013. Er starb mit 69 Jahren an einem Herzschlag. Als Sterbehaus ist die Josephstraße 37 in Köln vermerkt.

Entwürfe und Bauten (Auswahl) 1837/39: Neubau Herrenhaus der Burg Hemmersbach, Kerpen.Susanne Harke-Schmidt, Frank Kretzschmar: Burg Hemmersbach – Rittersitz, Herrschaftsgut, Byteburg. J.P. Bachem Verlag, Köln 2002, ISBN 3-7616-1515-9. 1840: Gasthaus „Königliche Hof“, Köln am Thurnmarkt 1848: Entwurf zur Anlage eines Sicherheitshafens am Werthchen in Köln.Rheinisches Bildarchiv Köln, abgerufen am 23. März 2013. 1850–1853: Aufstockung des Herrenhauses des Schlosses Gracht bei Liblar 1860: Neubau des „Hôtel du Nord“ Köln, Frankenplatz, abgerufen am 23. März 2013. 1862/63: Haus Groote in Bad GodesbergBilderbuchrundgang Bad Godesberg, abgerufen am 23. März 2013. Gasthaus Harperath, Köln, Thurnmarkt 32-34. Im Zweiten Weltkrieg zerstört Wohnhaus Jost, Köln am Holzmarkt Weinstube Bettger, Köln, Kleine Budengasse Wohnhaus Verhagen, Köln, Hohestrasse Wohnhaus Feist, Köln, Schildergasse Ehem. Bandfabrik Braubach, Köln, Laurenzplatz 2 Auf dem Kölner Friedhof Melaten entwarf er für den Bankier Peter Heinrich Merkens das Grabmal (HWG – NS, Nr. 93–95).Marianne Vogt-Werling/Michael Werling: Der Friedhof Melaten in Köln. Alle Denkmäler und ihre Zukunft, Hrsg. von der Stadtkonservatorin der Stadt Köln, Köln 2010, ISBN 978-3-7743-0471-0.

Einzelnachweise

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