Șoimuș [] (veraltet Șoimușul Mureșan; , oder Maros-Solymos) ist eine Gemeinde im Kreis Hunedoara in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Der Ort ist auch unter der ungarischen Bezeichnungen Solymos und der deutschen Scholmosch bekannt.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Șoimuș im Kreis Hunedoara Die Gemeinde Șoimuș befindet sich südlich des Siebenbürgischen Erzgebirges (Munții Metaliferi) südwestlich vom Siebenbürgischen Becken (Podișul Transilvaniei). An der Mündung des Boholt – ein rechter Zufluss des Mureș (Mieresch) – und der Nationalstraße DN76, befindet sich der Ort etwa fünf Kilometer von der Kreishauptstadt Deva (Diemrich) entfernt. Die neun eingemeindeten Dörfer sind auf den ca. 6800 Hektar der Gemeinde zwischen 3 und 13 Kilometer vom Gemeindezentrum entfernt. Etwa 63 % der Gemeindefläche werden landwirtschaftlich bearbeitet.
Die rumänische Autobahn A1 soll (wenn fertig) auch auf dem Areal des Ortes verlaufen.
Geschichte Șoimuș eine ehemalige römische Siedlung, wurde erstmals 1278 urkundlich erwähnt. 1459 wurde der Ort zu einem Marktflecken im historischen Hunyader Komitat (Komitat Eisenmarkt). Bis 1839 war in Șoimuș ein Floßhafen und eine Zollstation für die Salzflößerei auf dem Mieresch.Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2. Eine Besiedlung des Ortes reicht nach Berichten von G. Téglás, B. Pósta, H. Schroller, u. a. bis in die Frühbronzezeit zurück. Archäologische Funde wurden in Șoimuș bei La Telegi;Repertoriul Arheologic al României – Șoimuș, abgerufen am 21. März 2013 (rumänisch). im eingemeindeten Dorf Boholt (Bolden) auf dem Berg Ciuta, gemacht.Repertoriul Arheologic al României – Boholt, abgerufen am 22. März 2013 (rumänisch).
Auf dem Areal der Gemeinde, bei den eingemeindeten Dörfern Chișcădaga und Păuliș verlief die nach 1940 errichtete Bahnstrecke Deva–Brad, die wegen der Erdrutsche in der Region 1996 endgültig stillgelegt und als altes Eisen verkauft wurde.
Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 3.910 3.715 73 18 104 1900 4.962 4.778 113 44 27 1941 4.952 4.896 27 8 21 2002 3.549 3.462 68 4 15 2011 3.371 3.202 58 4 107 2021 3.386 3.003 21 2 360 (76 Roma) Seit der offiziellen Volkszählung von 1850 wurden auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde überwiegend Rumänen registriert. Die höchste Einwohnerzahl (5219) – gleichzeitig die der Rumänen (4945) und der Magyaren (184) – wurde 1910 ermittelt. Die höchste Bevölkerungszahl der Roma (100) wurde 1850 und die der Rumäniendeutsche wurde 1900 registriert. Des Weiteren wurden 1890 und 2002 je einer, 1930 zwei Slowaken, 1900, 1930, 1977 und 1992 je ein Serbe, 1966, 1977 und 2002 je ein Ukrainer registriert. Bei der Volkszählung 2011 wurden in 1489 Haushalten der Gemeinde 3371 Menschen gezählt.
Sehenswürdigkeiten Die Holzkirchen Sf. Nicolae in Șoimuș,Angaben zur Kirche in Șoimuș bei biserici.org abgerufen am 22. März 2013 (rumänisch). 1705 errichtet, im 19. Jahrhundert erweitert und die Adormirea Maicii Domnului in Sulighete,Angaben zur Kirche in Sulighete bei biserici.org abgerufen am 22. März 2013 (rumänisch). im 18. Jahrhundert errichtet, im 19. Jahrhundert erneuert, stehen unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 551 kB). Auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Boholt das gleichnamige Naturreservat,. erstreckte sich einst wegen seiner drei Mineralwasserquellen auf etwa einem Hektar. Eine der Quellen gibt etwa 10.000 Liter pro Tag und wird seit 1883 abgefüllt. Zurzeit ist das Reservat nur auf die Schluchten des Teiului-Tal, umgeben von Pflanzen auf Kalkgestein, begrenzt.
Weblinks
Șoimuș bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1278