Gottfried W. Stix (* 6. April 1911 in Wien; † 24. September 2010) war ein österreichischer Dichter und Literaturhistoriker.

Leben Gottfried W. Stix wurde als Sohn eines Richters und späteren Notares geboren. Er besuchte das Gymnasium der Benediktiner in Kremsmünster. Er studierte an der Universität Wien und schloss mit einem Dr. phil. ab. 1936 erhielt er Stipendien für Perugia und Rom. Während des Zweiten Weltkrieges war er Wehrmachtsdolmetscher für Italienisch in Belgien, Nordfrankreich, Apulien und Sizilien. Von 1940 bis 1954 lehrte er deutsche Sprache und Literatur an der Universität Catania und ab 1954 in Rom, wo er sich habilitierte und danach an der Universität La Sapienza den Lehrstuhl für Geschichte der österreichischen Literatur erhielt. Nach 52 Jahren in Italien lebte Stix ab 1985 in Wien und im Sommer in Südtirol.

Nach seiner wissenschaftlichen Laufbahn schrieb Stix auch Gedichte, die in drei Bänden sowie in Zeitschriften und Anthologien erschienen und teils ins Polnische, Slowenische, Kroatische, Englische, Französische, Italienische und Japanische übersetzt wurden.

Auszeichnungen Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse Kommandeur des Verdienstordens der Republik Italien Preis des Theodor-Körner-Stiftungsfonds Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich

Mitgliedschaften Stix war Mitglied folgender Organisationen: Görres-Gesellschaft (Beiratsmitglied) Internationale Vereinigung für Germanische Sprach- und Literaturwissenschaft (IVG) Literaturkreis Podium Österreichischer P.E.N.-Club Österreichischer Schriftstellerverband Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich.

Publikationen Mythos, Tragik, Christentum. zu den dramatischen Dichtungen Max Mells. Edizioni di Storia e Letteratura, Rom 1959. Friedrich von Hagedorn. Menschenbild und Dichtungsauffassung. Edizioni di Storia e Letteratura, Rom 1961. Trakl und Wassermann. Edizioni di Storia e Letteratura, Rom 1968. Die gesuchte Mitte. Skizzen zur österreichischen Literatur. Edizioni di Storia e Letteratura, Rom 1974. licht in den fenstern. haiku-senryu-tanka. Wort und Welt Verlag, Thaur bei Innsbruck 1990. zuerst die augen. haikus. Wort und Welt Verlag, Thaur bei Innsbruck 1995. Wo die Zeit zu Hause ist. Gedichte, Verlag Österreichisches Literaturforum, Krems 2000.

Daneben veröffentlichte er literarische Essays zu verschiedenen, vorwiegend österreichischen Autoren sowie Buchbesprechungen und autobiographische Schriften.

Weblinks

Petra Sela: Nachruf auf Gottfried W. Stix auf der Website des Österreichischen Schriftsteller/innenverbandes; abgerufen am 30. Juni 2016 Porträt des Autors auf Podium Literatur

Kategorie:Literaturhistoriker Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Literatur (Österreich) Kategorie:Lyrik Kategorie:Hochschullehrer (Universität La Sapienza) Kategorie:Träger des Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich (1952) Kategorie:Träger des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse Kategorie:Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Komtur) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1911 Kategorie:Gestorben 2010 Kategorie:Mann