Ingrid Gretenkort-Singert, geb. Singert, (* 26. Oktober 1927 in Stolzenberg, Pommern; † 18. Juni 2015 in Laatzen) war eine deutsche Malerin, Grafikerin und Autorin.

Leben Sie studierte an der Werkkunstschule in Flensburg, an der Muthesius-Werkkunstschule in Kiel und von 1947 bis 1950 bei Erich Fuchs (1916–1990) und Willi Baumeister an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

Sie begann erst 1963 nach der Geburt ihrer sechs Kinder den künstlerischen Werdegang zu intensivieren, indem sie vermehrt an Ausstellungen teilnahm. Zwischen 1974 und 1987 war sie als Kunsterzieherin in Cuxhaven tätig.Susanne Geese: Gretenkort-Singert, Ingrid. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 61: Grau Santos - Greyer. Saur, München u. a. 2009, ISBN 978-3-598-23028-8, S. 487. Viele Jahre lang beschäftigte die Künstlerin sich mit Lyrik nach japanischem Vorbild, Gedichten und Kurzprosa aus eigener Feder; 1982 erschienen ihre ersten Lyrik-Bände in Renga-Form. Es folgten weitere Publikationen, alle Bücher wurden von ihr malerisch oder grafisch gestaltet. Viele ihrer Malereien befinden sich in öffentlichem Besitz.

In Cuxhaven, wo Gretenkort-Singert zwischenzeitig lebte, stellte sie von 1969 bis 1980 ihr Kelleratelier auch anderen Künstlern für Ausstellungszwecke zur Verfügung.

Sie fertigte Assemblagen und Collagen aus verschiedenen Materialien (Stoff, Kordeln, Japanpapier) und in der Malerei bevorzugte sie abstrakte, flächenhafte Kompositionen.

Gretenkort-Singert war Mitglied des Hannoverschen Künstlervereins, der Deutschen Haiku Gesellschaft, der Federation of International Poetry Association, der Haiku International Association (Tokio), der Humboldt-Gesellschaft für Wissenschaft, Kunst und Bildung und der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik; darüber hinaus war sie assoziiertes Mitglied der UNESCO.

Gretenkort-Singert lebte und arbeitete seit 1995 als Malerin und Schriftstellerin in Laatzen bei Hannover.

Preise und Auszeichnungen 1. Grafik-Preis Baden-Baden, 1993

Werke Fruehlingsahnen Doch, Gedichte, 1982

Ausstellungen (Auswahl) Flensburg, Städtisches Museum 1964; Flensburg, Städtisches Museum 1967; Neumünster, Textilmuseum 1967; Stuttgart, GEDOK-Galerie 1971; Goslar, Museum 1973; Kiel, Stiftung Pommern 1973; Regensburg, Ostdeutsche Galerie 1973; Regensburg, Ostdeutsche Galerie 1977; Goslar, Museum 1982; Cornwall & Penzance, Newlyn Art Gallery 1985; Karlsham, Kunsthalle Schweden 1986; Eßlingen, Villa Merkel 1988; Baden-Baden, Alter Bahnhof 1993; Hannover, Hannoverscher Künstlerverein 2002.

Herausgeberschaft Im schimmernden Mondlicht. Neuntes deutsches Hyakuin. 1989–1991. Zyklamenfeuer. Herbstkasen, Papenberg-Verlag Magdeburg, 2000, ISBN 3-934961-01-0 Kirschkerne lutschen. Sommerkasen, Papenberg Verlag 2001, ISBN 3-934961-04-5 Leer das Storchennest. Herbstkasen, Papenberg Verlag 2001, ISBN 3-934961-08-8 Im Schneegeflüster. Winterkasen, IDEEDITION-Berlin, 2001, ISBN 3-00-007729-4 Ist das eine Windsbraut. Hyakuin, Papenberg Verlag, 2003, ISBN 3-934961-20-7 Zaunkönigs Balznest. Frühlingskasen, IDEEDITION-Berlin, 2004, ISBN 3-00-007740-5 Wacholderaugen. Hyakuin, IDEEDITION-Berlin, 2004, ISBN 3-00-014047-6 Prélude vierhändig. Tan-Renga, Selbstverlag, 2006 Mittsommernacht. Sommerkasen, IDEEDITION-Berlin, 2007, ISBN 978-3-00-023219-0

Literatur Ulrike Wolff-Thomsen: Lexikon Schleswig-Holsteinischer Künstlerinnen. Heide Westholsteinische Verlagsanstalt Boyens & Co. 1994. ISBN 3-8042-0664-6. S. 120 f.

Weblinks Vita Ingrid Gretenkort-Singert Ingrid Gretenkort-Singert | Deutsche Haiku Gesellschaft Gretenkort-Singert im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Einzelnachweise

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