Maria Carlsson (auch: Maria Carlsson-Augstein; * um 1937) ist eine deutsche literarische Übersetzerin.
Leben Maria Carlsson ist seit den 1950er Jahren als Übersetzerin von belletristischen Werken aus dem Englischen tätig; sie ist vor allem als Übersetzerin der Werke John Updikes im Rowohlt Verlag hervorgetreten.
Carlsson war bis zu dessen Tod im Jahr 1963 mit dem Journalisten Hans-Joachim Sperr (1915–1963)Axel Schildt: Medien-Intellektuelle in der Bundesrepublik. Wallstein-Verlag, Göttingen 2020, ISBN 978-3-8353-3774-9 (S. 145) verheiratet. Ab 1962 und während der Spiegel-Affäre war sie mit dem Verleger Rudolf Augstein liiert. 1964 wurde die gemeinsame Tochter Franziska Augstein geboren. Aus einer Liaison mit Martin Walser stammt ihr Sohn Jakob Augstein (* 1967). 1968 heirateten Carlsson und Rudolf Augstein. Die Ehe wurde 1970 geschieden.
Auszeichnungen 1994: Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis 2002: Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis
Übersetzungen
Lawrence Durrell: Justine. Hamburg 1958 Lawrence Durrell: Balthazar. Hamburg 1959 (übersetzt zusammen mit Gerda von Uslar) Lawrence Durrell: Mountolive, Reinbek bei Hamburg 1960 (übersetzt zusammen mit Gerda von Uslar) David H. Lawrence: Lady Chatterley. Reinbek bei Hamburg 1960 John Updike: Das Fest am Abend. Frankfurt am Main 1961 Carson McCullers: Die Quadratwurzel aus wundervoll. Frankfurt am Main 1962 John Updike: Hasenherz. Frankfurt am Main 1962 Paul Herr: Nicht enden soll die Fahrt. Frankfurt am Main 1964 Vladimir Nabokov: Lolita. Reinbek bei Hamburg 1964 (übersetzt zusammen mit Helen Hessel) James Hanley: Für immer und ewig. Reinbek bei Hamburg 1966 John Updike: Der Zentaur. Frankfurt am Main 1966 John Updike: Glücklicher war ich nie. Frankfurt am Main 1966 Reynolds Price: Ein ganzer Mann. Frankfurt am Main 1967 Mary McCarthy: Der Zauberkreis. München [u. a.] 1967 John Updike: Ehepaare, Reinbek bei Hamburg 1969 David Brett: Ultramarin. Reinbek bei Hamburg 1970 David Mercer: Flint. Zürich 1971 John Updike: Gesammelte Erzählungen. Reinbek bei Hamburg 1971 Edward A.Whitehead: Alpha Beta. Berlin 1975 John Updike: Der weite Weg zu zweit. Reinbek bei Hamburg 1982 Yehudi Menuhin: Vom König, vom Kater und der Fiedel. Berlin 1983 John Updike: Die Hexen von Eastwick. Reinbek bei Hamburg 1985 John Updike: Selbst-Bewusstsein. Reinbek bei Hamburg 1990 John Updike: Rabbit in Ruhe. Reinbek bei Hamburg 1992 John Updike: Erinnerungen an die Zeit unter Ford. Reinbek bei Hamburg 1994 John Updike: Der Mann, der ins Sopranfach wechselte. Reinbek bei Hamburg 1997 John Updike: Gott und die Wilmots, Reinbek bei Hamburg 1998 John Updike: Golfträume. Reinbek bei Hamburg 1999 John Updike: Gegen Ende der Zeit. Reinbek bei Hamburg 2000 John Updike: Gertrude und Claudius. Reinbek bei Hamburg 2001 John Updike: Rabbit, eine Rückkehr. Reinbek bei Hamburg 2002 John Updike: Wie war’s wirklich. Reinbek bei Hamburg 2004 John Updike: Sucht mein Angesicht. Reinbek bei Hamburg 2005 John Updike: Die Witwen von Eastwick. Reinbek bei Hamburg 2009 (übersetzt zusammen mit Angela Praesent) John Updike: Die Tränen meines Vaters und andere Erzählungen. Reinbek bei Hamburg 2011 William Faulkner: Als ich im Sterben lag. Reinbek bei Hamburg 2012
Literatur Martin Walser, Jakob Augstein: Das Leben wortwörtlich. Ein Gespräch. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2017, ISBN 978-3-498-00680-8.
Weblinks
Laudatio auf Maria Carlsson anlässlich der Verleihung des Helmut-M.-Braem-Preises 2002 (Webarchiv)
Einzelnachweise
Kategorie:Übersetzer aus dem Englischen Kategorie:Übersetzer ins Deutsche ⚭Maria Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert Kategorie:Frau