Im Angesicht des Todes (englischer Originaltitel A View to a Kill) ist der 14. Film in Eons James-Bond-Reihe nach Motiven von Ian Fleming. Sein siebter und letzter Auftritt als MI6-Agent konfrontierte Roger Moore mit dem von Christopher Walken gespielten Max Zorin. Die weiblichen Hauptrollen sind Stacey Sutton (Tanya Roberts) und May Day (Grace Jones). Als Sir Godfrey Tibbett wurde zudem Patrick Macnee, bekannt aus Mit Schirm, Charme und Melone, besetzt. Zum dritten Mal übernahm John Glen die Regie.

Handlung hochkant|mini|Roger Moore spielt zum siebten und letzten Mal den Superagenten James Bond.

Ein in Frankreich entwickelter Mikrochip, der gegenüber elektromagnetischer Strahlung einer nuklearen Explosion (NEMP) gänzlich unempfindlich sein soll, fällt in die Hände des KGB. In der Eröffnungssequenz findet James Bond (Agent 007) einen dieser Chips bei dem toten Agenten 003 in der Arktis, wobei Bond den Sowjets nur knapp entkommt.

Auf der Suche nach den Hintergründen wird 007 auf den französischen Computer-Großindustriellen Max Zorin angesetzt. Dieser gilt in Regierungskreisen als integer, wird jedoch vom Secret Service kritisch beäugt, weil seine Zucht von Rennpferden verdächtig häufig Sieger hervorbringt, die in Kennerkreisen als minderwertig gelten. In einem Pariser Club trifft Bond einen Informanten und erhält Informationen über Zorin. Der Informant wird jedoch vor den Augen Bonds getötet, worauf dieser die Verfolgung aufnimmt. Nach einem Sprung vom Eiffelturm und einer Verfolgungsjagd durch Paris kann der Mörder in Zorins Boot entkommen. Es handelt sich um die extravagante May Day, die neben seiner persönlichen Assistentin Jenny Flex an Zorins Seite kämpft.

Als Pferdeliebhaber James St. John Smythe getarnt, begibt sich Bond gemeinsam mit Sir Godfrey Tibbett, einem MI6-Mitarbeiter, der sich als Bonds Chauffeur ausgibt, zu einer von Zorins Zuchtschauen auf dessen eigenem Schloss und beobachtet ein Geschäft zwischen Zorin und der Geologin Stacey Sutton, dessen Hintergründe zunächst im Dunkeln bleiben.

Beim Durchsuchen des Lagers entdecken Bond und Tibbett, dass raffiniert gesteuerte Mikrochips die Pferde zum Sieg führen: Durch elektrische Impulse steuern diese die natürliche (und dadurch nicht nachweisbare) Produktion von Steroiden in den Pferden und unterdrücken so die Müdigkeit während eines Pferderennens. Zorins Gestüt dient jedoch nur als Deckmantel zum Horten der weltweit überschüssigen Mikrochip-Produktion. Um allein den Weltmarkt zu kontrollieren, plant Zorin, die Vormachtstellung des größten Mikrochip-Firmen-Konglomerats im Silicon Valley zu brechen.

Bei der Durchsuchung werden Bond und Tibbett von Zorins Männern entdeckt und entkommen, machen sich aber verdächtig und werden von May Day enttarnt. Zorin hat Informationen über Bonds Agententätigkeit eingeholt und versucht vergeblich, ihn bei einem Ausritt zu töten und es nach einem Unfall aussehen zu lassen. Bond kann auf dem Pferd fliehen und trifft auf sein Fahrzeug, das Tibbett als Vorwand, um M zu kontaktieren, zum Waschen gefahren hatte. Doch im Wagen sitzt May Day, die Tibbett umbrachte. Bond wird bewusstlos geschlagen und im Fahrzeug in einen See gerollt. Indem Bond unter Wasser die Luft aus einem Reifenventil atmet, kann er gegenüber seinen Gegnern sein Ertrinken vortäuschen.

Zorin hat dubiose Verbindungen zum KGB, von dem er ausgebildet wurde und der Disziplin einfordert. Bei einem Disput auf seinen Gestüt überwirft er sich jedoch mit dem KGB-General Gogol und verfolgt weiter seine eigenen Ziele. Er will eine Investorengruppe für seine weltweite Vormachtstellung bei der Produktion von Mikrochips gewinnen und versammelt diese in seinem Luftschiff. Sie sollen Geld investieren, um das Silicon Valley zu besiegen, welches dafür vernichtet werden soll. Als einer der Investoren die Zustimmung zu Zorins Forderungen verweigert, wird er aus dem Luftschiff geworfen.

Von dem CIA-Verbindungsmann Chuck Lee erfährt Bond, dass Zorins Zuchtberater Dr. Carl Mortner nicht nur Tiere mit Steroiden behandelte. Der deutsche Wissenschaftler, der eigentlich Hans Glaub heißt, führte für den KGB Tests an Embryonen durch. Er testete während des Zweiten Weltkrieges in Konzentrationslagern der Nazis die Präparate an schwangeren Frauen, von denen die meisten nicht überlebten, und gelangte nach dem Krieg zum KGB. (Anm.: Die deutsche Synchronfassung wurde aufgrund der nationalsozialistischen Bezüge verändert: Zorins Mentor Dr. Carl Mortner ist ein polnischer Wissenschaftler namens Jan Kopersky, der für den KGB Experimente mit Embryonen durchführte.) Die Experimente hatten das Resultat, dass einige der Kinder einen phänomenalen Intelligenzquotienten hatten, aber psychotisch zur Welt kamen und in weiterer Folge zu Psychopathen wurden. Zorin selbst ist eines dieser Wunderkinder.

Bond gewinnt Kenntnis von seltsamen Vorgängen in einer von Zorins Pumpstationen und sucht diese auf. Dort entdeckt er die KGB-Agentin Pola Ivanova, eine frühere Bekanntschaft, die mit ihrem Begleiter eine Tonkassette mit geheimen Informationen aufnimmt. Während ihr Begleiter getötet wird, kann sie fliehen und das Band sichern. Bond bringt sie in Sicherheit und verbringt eine Nacht mit ihr. Als sie sich später davonschleicht und das Band an General Gogol übergibt, stellen diese fest, dass Bond das Band unbemerkt vertauscht hat. Durch die Aufnahme erfährt Bond von den Plänen Zorins.

Nachdem Bond als vorgeblicher Journalist im Rathaus von San Francisco Mr. Howe, zuständig für Ölangelegenheiten, interviewt, entdeckt er dort Stacey als dessen Untergebene und folgt ihr nach Hause. Als sie ihn zur Rede stellt, greifen Zorins Leute an, da Stacey die Pipelines der Sutton Oil, die ihr verstorbener Vater ihr vererbt hatte, noch nicht an Zorin verkauft hat. Beide verjagen die Eindringlinge. Zorin plant anscheinend, eine Schwachstelle der San-Andreas-Verwerfung mittels einer Explosion zu zerstören. Die großen Mengen Salzwasser, die er zuvor durch die Pipelines unter dem Vorwand, diese testen zu müssen, in die San-Andreas-Verwerfung gepumpt hat, würden dann springflutartig die Megacomputerfabrik Silicon Valley überfluten und zerstören. Dies würde aber wie eine Naturkatastrophe infolge von Erdbeben aussehen. Kleinere Erdbeben, künstlich ausgelöst durch die Pumparbeiten, werden von Bond und Stacey als Beweis für ihre Theorie interpretiert. Sie fahren nach San Francisco, um die Stadtverwaltung zu warnen, wo sie jedoch auf taube Ohren stoßen und Stacey entlassen wird.

Chuck Lee wird vor Staceys Haus in seinem Wagen von May Day ermordet, unbemerkt von Stacey und Bond. Diese fahren ins Rathaus, um sich im Grundbuchamt Karten der Umgebung zu besorgen. Im dortigen Archiv werden sie von Zorin überrascht, der Howe zwingt, einen Notruf abzusenden, und ihn anschließend erschießt. Zorin sperrt Bond und Stacey in einen Fahrstuhl ein und legt Feuer. Beide können knapp aus dem brennenden Rathaus entkommen und werden festgenommen. Nach einer spektakulären Flucht mit einem Feuerwehrfahrzeug quer durch San Francisco dringen sie in Zorins Mine an der San-Andreas-Verwerfung ein, wo dieser mit einigen tausend Säcken Düngemittel das Erdbeben auslösen will.

Beim Showdown in der Mine löst Zorin eine erste Explosion aus, um die Mine zu fluten und sich seiner Mitwisser zu entledigen. Durch das Wasser und MP-Salven von Zorin und dessen rechter Hand Scarpine werden Arbeiter und Untergebene getötet. May Day entkommt jedoch und wechselt aufgrund dieses Mordversuches die Seite. Gemeinsam mit Bond bringt sie den zweiten Sprengsatz außerhalb der Mine zur Explosion und opfert dabei ihr Leben. Zorins Plan ist damit gescheitert, er entführt Stacey aber mit seinem Luftschiff, dessen Seil Bond fassen und mitfliegen kann. Zorin kann Bond weder an der Spitze der Transamerica Pyramid noch an der Golden Gate Bridge zerschmettern, es gelingt Bond stattdessen, Zorins Luftschiff an einem der Brückenpfeiler der Golden Gate Bridge festzubinden. Durch das Eingreifen von Stacey, die dann zu Bond läuft, kollidiert das Luftschiff mit dem Pfeiler. Im Kampf mit Bond stürzt Zorin vom Brückenpfeiler in den Tod. Beim Versuch, auf Bond Dynamit zu werfen, sterben Mortner und Scarpine, als die Sprengladung im Luftschiff explodiert.

Für seine Verdienste erhält Bond als erster Nicht-Sowjetbürger den Leninorden. Die Handlung endet damit, dass der MI6 nach Bond sucht, da dieser nach der Aktion auf der Golden Gate Bridge vermisst wird. Schließlich gelingt es aber Q, den Geheimagenten mittels eines Kameraroboters aufzuspüren: Er befindet sich mit Stacey in deren Haus unter der Dusche. Bond wirft am Ende ein Handtuch über den spionierenden Roboter, um die unerwünschte Videoübertragung zum MI6 zu unterbrechen.

Inszenierung mini|150px|links|Logo von Zorin Industries Schurke Max Zorin, in Dresden geboren, ist ein ehemaliger KGB-Agent und französischer Großindustrieller. Seine Firma Zorin Industries stellt Microchips her. Nach seinem gescheiterten Mordversuch an 007 äußert sein Vorgesetzter General Gogol, dass keiner jemals den KGB ganz verlassen kann. Zorin will das Silicon Valley zerstören, um die westliche Konkurrenz in der Microchip-Produktion zu vernichten. Er wird von Oscarpreisträger Christopher Walken gespielt.

Filmmusik hochkant|mini|John Barry komponierte zum neunten Mal die Filmmusik eines James-Bond-Films. Die Filmmusik stammt zum neunten Male von Komponist John Barry. Er schrieb das Titellied gemeinsam mit der britischen Popgruppe Duran Duran, die es auch interpretiert.Duran Duran: Es ist das bisher einzige Bond-Titellied, das Platz 1 in den US-amerikanischen Charts erreicht hat. In den britischen Charts erreichte das Lied Platz 2, es ist damit gemeinsam mit Adeles Skyfall auch das bisher höchstplatzierte Bond-Titellied in den britischen Charts.

Im Film werden ebenfalls die Stücke California Girls in einer Coverversion der Band Gidea Park und Die vier Jahreszeiten von Vivaldi in einer Interpretation von Trevor Pinnock und The English Concert gespielt, sind jedoch nicht auf dem Soundtrack enthalten.Music (A View To A Kill). In: mi6-hq.com (englisch); abgerufen am 4. Dezember 2012. In: mjnewton.demon.co.uk (englisch); abgerufen am 4. Dezember 2012.

Der Soundtrack erschien erstmals 1985 bei EMI Records auf LP und CD.John Barry: In den US-amerikanischen Album-Charts erreichte er Platz 38. 'Skyfall' Soundtrack: Highest-Charting Bond Album in 27 Years. In: billboard.com (englisch); abgerufen am 22. März 2013. Die LP-Fassung hatte die Besonderheit, dass sie mit einem damals neuen digitalen Tonverfahren hergestellt wurde, was extra auf ihr vermerkt war. Nach dem 40. James-Bond-Jubiläum wurde 2003 eine neue aufgearbeitete Fassung von Capitol Records veröffentlicht.

Originalauflage

Gadgets Minischiff getarnt als Eisberg Wanzenfinder (als Rasierapparat getarnt) zum Aufspüren von elektronischen Abhörgeräten. elektronische „Kreditkarte“, um Alarmanlagen auszuschalten. ferngesteuerte Überwachungs-„Ente“, mit der Q 007 zum Schluss beim Tête-à-tête unter der Dusche besucht. Kamera, in Bonds Ring integriert. Utensil getarnt im Design einer bekannten Modefirma, mit dem Bond ein Durchschlagsexemplar von Zorins Scheckbuch macht. polarisierte Spezialbrille, mit der Bond durch verspiegelte Fenster sehen kann.

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