mini|hochkant|Vincent Peirani (2026) mini|Vincent Peirani (2015) Vincent Peirani (* 24. April 1980 in Nizza) ist ein französischer Jazzmusiker (Akkordeon, Klarinette) und Komponist.
Leben und Wirken Vincent Peirani begann mit elf Jahren Akkordeon zu spielen. Ein Jahr später wendete er sich auch der klassischen Klarinette zu, die er zunächst am Konservatorium in Nizza studierte. Im Alter von 17 Jahren erkrankte er an Krebs.Zeit-Magazin Nr. 20, 9. Mai 2019, S. 46. Im Jahr zuvor war seine Mutter an Krebs gestorben. Im Krankenhaus hörte er Musik von Bill Evans und Sixun und entdeckte so den Jazz. Nach dem Schulabschluss ging er an das CNSM Paris, wo er Klarinette und Solfeggio studierte.Kurzbiographie (Arte) Zwischen 1994 und 1998 erhielt er mehrere, auch internationale Auszeichnungen; so gewann er 1998 den Prix d’Accordéon Classique des CNSM Paris. Im selben Jahr wandte er sich dem Jazz zu; im Jahr 2000 wurde er mit ersten Preisen in der Jazz-Klasse des Pariser Konservatoriums ausgezeichnet.
Peirani arbeitete ab den 2000er Jahren in Frankreich u. a. mit Michel Portal, Daniel Humair (Sweet and Sour, 2011), Vincent Lê Quang, Renaud Garcia-Fons, Louis Sclavis (Dans la nuit), François Jeanneau, Jean-Philippe Muvien (Air Libre), Olivier Calmel (Empreintes, 2007), Youn Sun Nah, Denis Colin, Federico Casagrande, Anne Paceo und Matthieu Saglio. Im Bereich des Jazz wirkte Peirani zwischen 2003 und 2019 bei 23 Aufnahmesessions mit, zuerst an einem Album des European Jazz Youth Orchestra (Swinging Europe 2003).Tom Lord: The Jazz Discography (online,9. August 2020) 2010 legte er sein Debütalbum Gunung Sebatu mit Eigenkompositionen vor. Daneben spielte er im Duo mit dem Cellisten François Salque, mit dem er zuletzt das Album Tanguillo vorlegte.
Mit Freunden aus Nizza bildete Peirani sein Quintett Living Being, das bis 2025 drei Alben vorlegte (angeblich verlor die Gruppe ein Album durch die COVID-Pandemie). Beim SWR Jazz Meeting 2013 erhielt er zudem die Möglichkeit dieses Quintett Living Being um den Trompeter Mathias Eick und die Sängerin Leïla Martial zu erweitern;Bert Noglik SWR2, 3. Juni 2016 beim zehnten Jazzahead! Festival in Bremen stellte er in der Französischen Nacht das Quintett Living Being vor.Deutschlandradio Kultur sendete am 24. April 2015 einen Mitschnitt. «Französische Nacht» Aufzeichnung und live von Jazzahead, Deutschlandradio Kultur vom 24. April 2015, abgerufen am 24. April 2015.
2019 trat Peirani in der Berliner Philharmonie auf. Mit seiner Frau, der Sängerin Serena Fisseau, die bereits an Gunung Sebatu beteiligt war, entstand das Duo-Album So Quiet (2019).Besprechung (Jazz thing) Mit dem Gitarristen Yamandu Costa spielte er am 18. November 2022 im Rahmen der NDR-Jazzkonzerte im Hamburger Rolf-Liebermann-Studio im Duo.
Preise und Auszeichnungen 2013 wurde Peirani mit dem Prix Django Reinhardt ausgezeichnet.Vincent Peirani erhält Prix Django Reinhardt 2013 Im Mai 2015 erhielt er sowohl als Instrumentalist als auch für sein Duo mit Émile Parisien einen ECHO Jazz., Südwest Presse/dpa, abgerufen am 17. Januar 2015. Auch für die Alben Thrill Box und Tandem wurde er jeweils mit einem ECHO Jazz ausgezeichnet.
Diskographische Hinweise François Salque / Vincent Peirani: EST (ZigZag, 2011) Lars Danielsson / Ulf Wakenius / Vincent Peirani: Vagabond (ACT, 2011) Thrill Box (ACT, 2012, mit Michael Wollny, Michel Benita, Michel Portal, Émile Parisien) Vincent Peirani & Emile Parisien Belle Epoque (ACT, 2013) Living Being (ACT, 2015, mit Émile Parisien, Tony Paeleman, Julien Herné, Yoann Serra) Vincent Peirani & Michael Wollny: Tandem (ACT, 2016) Living Being II – Night Walker (ACT, 2018) Vincent Peirani & Emile Parisien Abrazo (ACT 2020) Jokers (ACT, 2022, mit Federico Casagrande und Ziv Ravitz) Sissoko, Segal, Parisien, Peirani: Les Égarés (ACT 2023) Living Being IV – Time Reflections (ACT, 2025)
Weblinks
Webprofil von Vincent Peirani bei ACT
Einzelnachweise
Kategorie:Jazz-Akkordeonist Kategorie:Komponist (Jazz) Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1980 Kategorie:Mann