mini|Mortimer von Kessel.

Guido Ernst Alfred Constantin Mortimer von Kessel (* 25. Mai 1893 in Arnswalde; † 8. Januar 1981 in Goslar)Gotffried Graf Finck von Finckenstein, Christoph Franke: Genealogisches Handbuch der Adeligen Hauser. 2009. Band XXXI, Band 147 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 2009, , S. 195. (GB-Teil-Digitalisat) war ein deutscher Offizier, zuletzt General der Panzertruppe im Zweiten Weltkrieg.

Leben Mortimer von Kessel entstammte dem thüringischen Adelsgeschlecht von Kessel, seine Eltern waren der Hauptmann a. D. und kaiserliche Postdirektor Constantin von Kessel und Julie Freiin von Buddenbrook, selbst Tochter eines Offiziers und Kammerherrn. Er begann seine Militärkarriere am 1. August 1914, als er zu Beginn des Ersten Weltkriegs als Fahnenjunker in das Thüringische Husaren-Regiment Nr. 12 der Preußischen Armee eintrat. Am 22. März 1915 wurde er zum Leutnant befördert und fungierte ab September 1916 als Regimentsadjutant in seiner Stammeinheit.

Nach dem Krieg wurde er in die Reichswehr übernommen und diente im 10. (Preußisches) Reiter-Regiment. Vom 1. Oktober 1926 bis 31. Januar 1928 war er hier Regimentsadjutant und anschließend bis 30. September 1933 Chef der 3. Eskadron in Züllichau.

Mortimer von Kessel diente im Zweiten Weltkrieg als Kommandeur der 20. Panzer-Division an der Ostfront und erhielt in dieser Zeit das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. In der Endphase des Krieges führte er ab 27. Dezember 1944 als Kommandierender General das VII. Panzerkorps. Von Kessel befand sich vom 2. Mai 1945 bis 5. Juni 1947 in US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft.

Mortimer von Kessel war mit der entfernt verwandten Dorothee von Kessel-Zöbelwitz, 1898 in Potsdam als Tochter der Margarete von Korn und des Silvius von Kessel-Zöbelwitz geboren, verheiratet. Das Ehepaar hatte drei Kinder,Gottfried Graf Finck von Finckenstein, Christoph Franke: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. 2009. Band XXXI, Band 147 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, Limburg an der Lahn 2009, , S. 195–198. u. a. den Landwirt Mortimer von Kessel (1928–1986), Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse, welcher der Vater des Erfurter Domorganisten Silvius von Kessel ist, und Immo von Kessel (1934–2011), der als Jurist unter anderem Generalkonsul für die Bundesrepublik Deutschland in Boston und Lille, und von 1996 bis 1999 Deutscher Botschafter in der Dominikanischen Republik war. Immo von Kessel ist der Vater der Schauspielerin Sophie von Kessel und der Fernsehreporterin Julie von Kessel.Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 626. Der dritte und 1931 in Züllichau geborene Sohn Silvius wurde Bankkaufmann.

Er war Mitglied der Studentenverbindung Canitz-Gesellschaft Leipzig.Verzeichnis der Canitzgesellschaft 1956. Eigenverlag, 1956, S. 3, Nr. 352.

Auszeichnungen Eisernes Kreuz (1914) II. und I. KlasseRangliste des Deutschen Reichsheeres, Hrsg.: Reichswehrministerium, Ernst Siegfried Mittler & Sohn, Berlin 1930, S. 148. Ritterkreuz II. Klasse des Hausordens vom Weißen Falken mit Schwertern Spange zum Eisernen Kreuz II. und I. Klasse Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit EichenlaubVeit Scherzer: Ritterkreuzträger 1939–1945. Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs. 2. Auflage. Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, S. 438. ISBN 978-3-938845-17-2. Ritterkreuz am 28. Dezember 1943 Eichenlaub am 16. Oktober 1944 (611. Verleihung)

Literatur Gottfried Graf Finck von Finckenstein, Christoph Franke: Genealogisches Handbuch der Adelige. Häuser. 2009. Band XXXI, Band 147 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, Limburg an der Lahn 2009, , S. 195–198. Dermot Bradley (Hrsg.): Die Generale des Heeres 1921–1945 Band 6: Hochbaum-Klutmann, Die militärischen Werdegänge der Generale, sowie der Ärzte, Veterninäre, Intendanten, Richter und Ministerialbeamten im Generalsrang, Biblio Verlag, Bissendorf 2002, ISBN 3-7648-2538-3. Hans Friedrich von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser A (Uradel vor 1400 nobilitiert). 1960. Band IV, Band 22 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsche Adelsverbände in Gemeinschaft mit dem Deutschen Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1960, , S. 386–388. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft (D.A.G.). Teil A (Uradel). 1941. Jg. 40. GGT, Justus Perthes, Gotha 1940, S. 219–220.

Einzelnachweise

Kategorie:Leutnant (Preußen) Kategorie:Major (Reichswehr) Kategorie:General der Panzertruppe Kategorie:Kommandeur einer Panzer-Division (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Kommandierender General des VII. Panzerkorps (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse Kategorie:Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub Kategorie:Träger des Hausordens vom Weißen Falken (Ritter II. Klasse) Mortimer Kategorie:Kavallerist Kategorie:Korporierter (Studentenverbindung) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1893 Kategorie:Gestorben 1981 Kategorie:Mann