Der Bahnhof Ebenhausen (Unterfr), ehemals Ebenhausen (Mainfr), ist ein Bahnhof im Ortsteil Ebenhausen der unterfränkischen Gemeinde Oerlenbach. Der Bahnhof gehört zu den Baudenkmälern in Oerlenbach und ist unter der Nummer D-6-72-140-62 in der Bayerischen Denkmalliste registriert. Bei der Anlage handelt es sich um einen Trennungsbahnhof, an dem die Bahnstrecke Ebenhausen–Bad Kissingen von der Bahnstrecke Schweinfurt–Meiningen abzweigt.

Neben dem Bahnhof Ebenhausen gibt es auf dem Gemeindegebiet von Oerlenbach noch den ehemaligen Bahnhof und heutigen Haltepunkt Rottershausen an der Strecke nach Meiningen und den Haltepunkt Oerlenbach an der Strecke nach Bad Kissingen.

Geschichte Die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen nahmen den Bahnhof Ebenhausen am 9. Oktober 1871 mit der Strecke von Schweinfurt nach Bad Kissingen in Betrieb. 1872 folgte der Baubeginn der Strecke von Ebenhausen bis Meiningen. Mit deren Eröffnung am 15. Dezember 1874 erhielt Ebenhausen sein Stationsgebäude und wurde zum Trennungsbahnhof.

Im Zuge des zweigleisigen Ausbaus der Strecke zwischen Schweinfurt und Meiningen, der zwischen 1908 und 1913 erfolgte, wurde die Gleisanlage erweitert. Man errichtete einen durch einen Personentunnel erreichbaren überdachten Mittelbahnsteig. Die Treppenabgänge wurden durch unter den Bahnsteigdächern angebrachte Eisenzäune gesichert.

In den 90er und 2000er Jahren erfolgten auf der Strecke umfangreiche Baumaßnahmen, im Zuge derer auch die Signaltechnik des Bahnhofs Ebenhausen erneuert wurde. Seit Oktober 2009 wird der Bahnhof nicht mehr durch den Fahrdienstleiter in Schweinfurt ferngesteuert, sondern durch den im Bahnhof Bad Neustadt (Saale). Im Rahmen der Bauarbeiten wurde außerdem das für den täglichen Betrieb nicht mehr notwendige Gleis 1 zum Abstellgleis.

Bahnanlagen

Gebäude Bei dem Empfangsgebäude handelt es sich um einen traufenständigen, dreiteiligen Typenbau aus Sandsteinquadern mit flachen Walmdächern. Die Fenster des Mittelbaus – im Erdgeschoss als Segmentbogenfenster ausgeführt, in den Seitenflügeln und Obergeschossen als Rechteckfenster – verfügen über Werksteinrahmen. Gurtgesimse und ein Dachgesims prägen das Bild der Fassade. Das Erdgeschoss des Stationsgebäudes beinhaltete neben Diensträumen auch einen Warteraum mit Fahrkarten- und Gepäckschalter. Separat davon existierte auch ein Güterschuppen mit Segmentbogentüren und Fenstern.

Heute steht das noch in seinem ursprünglichen Zustand erhaltene Empfangsgebäude unter Denkmalschutz. Die nicht mehr genutzte Güterhalle ist noch vorhanden, verfügt aber nicht mehr über Gleise.

Im April 2021 wurden die Bahnsteige und die Unterführung erneuert, um die nötige Barrierefreiheit sicherzustellen.

Verkehr Linie Zuglauf TaktfrequenzBetreiberBesonderheiten RE 7 Würzburg Hbf – Schweinfurt Hbf – Ebenhausen (Unterfr) – Mellrichstadt Bahnhof – Grimmenthal – Zella-Mehlis – Arnstadt Hbf – Neudietendorf – Erfurt Hbf 120 minDB Regio Südost (Mainfranken-Thüringen-Express)zusammen mit RE 57; wird in Ebenhausen getrennt/gekuppelt RE 57 Würzburg Hbf – Schweinfurt Hbf – Ebenhausen (Unterfr) – Bad Kissingen 120 minDB Regio Südostzusammen mit RE 7; wird in Ebenhausen getrennt/gekuppelt RB 40 Schweinfurt Hbf – Ebenhausen (Unterfr) – Mellrichstadt Bf – Meiningen 60 minErfurter Bahn (Unterfranken-Shuttle) RB 50 Schweinfurt Hbf – Ebenhausen (Unterfr) – Bad Kissingen (– Hammelburg – Gräfendorf – Gemünden (Main)) stündlich (kein Takt)Erfurter Bahn (Unterfranken-Shuttle)Stand: 14. Dezember 2025

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Einzelnachweise

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