mini|hochkant=0.9|Wappen derer von Warburg Warburg ist der Name eines Adelsgeschlechts, das zum mecklenburgischen Uradel zählte.

Geschichte Nach Gustav von Lehsten kam das Geschlecht aus der Altmark nach Mecklenburg. Als Ursprungsort wird Wahrburg bei Stendal vermutet. In Mecklenburg erscheint es erstmals am 13. Juni 1244 urkundlich mit dem Ritter Hinricus de Warborch.Mecklenburgisches Urkundenbuch. Band, I, 1244. Juni 13. Nr. 564. Borwin, Fürst von Rostock, tauscht gegen die Dörfer Dörgelin und Warsow von dem Kloster Dargun das Dorf D. zum Burglehn für die Burg Kalen ein. Digitalisat. Die Stammreihe beginnt mit dem Ritter Hermann von Warburg, der am 15. Mai 1298 urkundlich auftritt.Mecklenburgisches Urkundenbuch. Band IV, 1298. Mai 15. Soldin, Nr. 2499. in Commission Stiller, Schwerin 1863, S. 564 ff. Ritter Hermann von Warborch verkauft Nemerow an den Comthur des Johanniterordens Ulrich Swave. Digitalisat. Die Familie gehört zu den Unterzeichnern der Union der Landstände von 1523 und war über Jahrhunderte im Land Stargard begütert. Ihr ältester Besitz in Mecklenburg war Ballin, heute Ortsteil von Lindetal, schon ab 1389 das Gut Quadenschönfeld,Wilhelm Karl Raabe: Mecklenburgische Vaterlandskunde. Zweite Auflage (gänzl. umgearb. u. bis zur Gegenwart verb. u. vervollständigt von G. Quade). Hinstorff, Wismar 1894, S. 1381. heute Ortsteil von Möllenbeck (bei Neustrelitz), und Stolpe (Mecklenburg), das zunächst Nebengut von Quadenschönfeld war und 1837 selbständiger Besitz von Hellmut von Warburg wurde.Webseite der Gemeinde, abgerufen am 16. März 2013. Um 1775 war die Familie im „Rittersaal“ des Neubrandenburger Rathauses mit gemaltem Wappen vertreten.Wilhelm Ahlers: Historisch-topographische Skizzen aus der Vorzeit der Vorderstadt Neubrandenburg. Neubrandenburg 1876. (Reprint 1995). S. 79. Im Dobbertiner Einschreibebuch finden sich die Eintragungen von fünf Töchtern von 1854–1868 aus Quadenschönfeld zur Aufnahme in das adelige Damenstift im Kloster Dobbertin.

mini|hochkant=1.2|Warburg House in Hohenlandin in der Sammlung Alexander Duncker 1861/62 Zum Ende des 19. Jahrhunderts starb die Familie in Mecklenburg aus. Stolpe wurde Teil des großherzoglichen Domaniums, und Quadenschönfeld kam 1883 an die Familie von Bernstorff.Quadenschönfeld. Gutshäuser.de; abgerufen am 16. März 2013. Der von Friedrich Wilhelm von Warburg begründete Zweig siedelte sich in Hohenlandin, heute Ortsteil von Schwedt/Oder, in der Uckermark an. Sein Sohn Wilhelm Georg von Warburg (1820–1885) ließ hier Warburg House im Tudorstil erbauen. 1865 verkaufte er das Anwesen und zog nach Dresden.

Wappen mini|hochkant=0.9|Wappen derer von Warburg in Siebmachers Wappenbuch 1605 (korrekt gespiegelt) Das Wappen zeigt im silbernen Feld einen mit drei silbernen Rosen belegten schrägrechten roten Balken. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken eine dreitürmige rote Burg, in deren Tor ein Geharnischter steht.

Siebmachers Wappenbuch von 1605Siebmachers Wappenbuch, Band I, S. 170. 4. zeigt das Wappen spiegelverkehrt und mit anderer Tingierung: In einem blauen Feld einen schräglinken silbernen Balken, belegt mit drei sechsblättrigen blauen Rosen. Auf dem Helm mit blau-silbernen Decken über einem Wulst eine zweitürmige silberne Burg mit blauen Dächern, in deren Tor der Geharnischte steht.

Vertreter Ernst Friedrich Wilhelm von Warburg (1765–1835), preußischer GeneralmajorKurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Band 3. Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, o. O. [Hamburg], o. J. , S. 481–482, Nr. 1226; .

Literatur Johann Gottlieb Pistorius: Das Geschlecht Warburg. o. O., o. J. . - 96, 35 S. 4°. [Text mit 3 Taf. u. 1 Stammbaum v. 1767; nur der erste Teil ersch.] (Digitalisat) Gustav von Lehsten: Der Adel Mecklenburgs seit dem landesgrundgesetzlichen Erbvergleiche (1775). Johann Gottfried Tiedemann, Rostock 1864, S. 284 f. (Digitalisat) Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. A (Uradel) 1904 (Stammreihe, ältere Genealogie), 1906–1939 (Fortsetzungen). Letztausgabe(n) zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Deutsches Adelsarchiv (Hrsg.): Hans Friedrich von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser, A (Uradel), Band VII, Band 34 der Gesamtreihe GHdA. C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1965, S. 386–388; ff. A XVII, Band 81 der Gesamtreihe GHdA 1983, S. 512–514. Christoph Franke et at.: Genealogisches Handbuch des Adels, (GHdA), Adelslexikon. Band XV, Band 134 der Gesamtreihe GHdA. C. A. Starke, Limburg an der Lahn 2004, S. 457.

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Einzelnachweise

Kategorie:Mecklenburgisches Adelsgeschlecht