mini|Hamburger Symposion über Blutgerinnung 1969 im Hörsaal der Chirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf

Das Hamburger Symposion über Blutgerinnung war eine von 1954 bis 2006 regelmäßig in der Hansestadt Hamburg von Ärzten, Forschern und Hochschullehrern abgehaltene, wissenschaftliche Tagung zu allen Gesichtspunkten der Hämostaseologie. Die Veranstaltung fand stets am Freitag und Samstag nach Fronleichnam im Hörsaal der Chirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf statt. Zu jeder Tagung wurde jeweils ein Symposionsband mit den gesammelten Vorträgen und Diskussionen herausgegeben. Die Bände erschienen zunächst im Georg Thieme Verlag, später im Schattauer Verlag. Über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren war das Hamburger Symposion über Blutgerinnung die renommierteste wissenschaftliche Tagung in Europa zur Blutgerinnungsforschung, was sich insbesondere in einer hohen Anzahl ausländischer Teilnehmer widerspiegelte.

Gründung Das Hamburger Symposion über Blutgerinnung wurde von dem deutschen Arzt und Hämatologen Rudolf Jürgens (1898–1961) gegründet. Von Anfang an konnte er dabei die deutsche Hoffmann-La Roche A.G. in Grenzach-Wyhlen für eine langjährige Unterstützung gewinnen.

Intention Zur Notwendigkeit und Intention des Symposions schrieb Rudolf Jürgens 1954 im Vorwort des ersten Symposionsbandes:F. Beckermann, R. Jürgens, G. Schubert: Thrombose und Embolie – Hamburger Symposion 2. und 3. April 1954, Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1954, S. 3,

Als Vorsitzender des IV. Symposions schriebLudwig Zukschwerdt: Begrüßungsansprache und Nachruf auf Rudolf Jürgens, Koagulopathien – IV. Hamburger Symposium über Blutgerinnung 3. Juni 1961, Editiones Roche, Stattauer-Verlag, Stuttgart 1962, S. 13, Ludwig Zukschwerdt 1961 zur „Berechtigung“ und Bedeutung der Hamburger Fachtagung:

Rudolf-Jürgens-Gedenk-Medaille mini|Medaille in der zugehörigen Schatulle mit Angabe von Preisträger und Stifter Ab 1967 wurde von den Vorsitzenden des Hamburger Symposions über Blutgerinnung als Auszeichnung für hervorragende Verdienste um die Blutgerinnungsforschung in unregelmäßigen Abständen die Rudolf-Jürgens-Gedenk-Medaille vergeben. Gestiftet wurde der Preis von der Hoffmann La Roche AG. Preisträger waren unter anderen Jörg Jürgens (1969),Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 590. Heinz Köstering (PDF) Homepage der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostrhaseforschung* Hinweis: Heinz Köstering erhielt diese Medaille, der Verleihungszeitpunkt ist allerdings anhand dieser Quelle nicht zuzuordnen., Max-Hermann Hörder (1980),Die Inschrift der im Artikel abgebildeten Schatulle trägt seinen Namen, Zum Bild Hanns-Gotthard LaschErnst-Gerhard Loch, Sigrid Blehle: Nachruf Professor Dr. med. Dr. h.c. mult. Hanns-Gotthard Lasch. In: Hessisches Ärzteblatt, 02/2010, S. 110, (PDF; 108 kB).Homepage der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, (PDF; 18 kB)* Hinweis: (Hanns-Gotthard Lasch erhielt diese Medaille, der Verleihungszeitpunkt ist allerdings anhand dieser beiden Quellen nicht zuzuordnen),Marc Verstraete (19.6.1987), Michael FischerK.-H. Tragl: Chronik der Wiener Krankenanstalten. Böhlau Verlag, Wien 2007, ISBN 3-205-77595-3, S. 550, books.google.de * Hinweis: Michael Fischer erhielt diese Medaille, der Verleihungszeitpunkt ist allerdings anhand dieser Quelle nicht zuzuordnen. und Rüdiger Eberhard Scharf (1997).Vita Universitätsprofessor Dr. med. Rüdiger E. Scharf. Universitätsklinikum Düsseldorf, Institut für Hämostaseologie, Hämotherapie und Transfusionsmedizin (uniklinik-duesseldorf.de).

Symposien Symposien und Themata in chronologischer Reihenfolge:Volkmar Tilsner, Fritz Reinhard Matthias: Blutgerinnung und Blutungskomplikation: Wirkung von Hämostasefaktoren außerhalb des Gerinnungssystems – XXXIX. Hamburger Symposion über Blutgerinnung am 7. und 8. Juni 1996. Editiones Roche, Schattauer-Verlag, Stuttgart 1997, S. 3, 1954: 1. Symposion: Thrombose und Embolie 1957: 2. Symposion: Thrombose und Embolie 1960: 3. Symposion: Antikoagulantien in der Humanmedizin 1961: 4. Symposion: Koagulopathien 1962: 5. Symposion: Experimentelle und therapeutische Fibrinolyse 1963: 6. Symposion: Langzeitbehandlung mit Antikoagulanzien 1964: 7. Symposion: Nebenwirkungen und Blutungen bei Antikoagulantien und Fibrinolytika 1965: 8. Symposion: Blutstillung 1966: 9. Symposion: Thrombozytäre Gerinnungsstörungen 1967: 10. Symposion: Vasogene Blutungsneigung 1968: 11. Symposion: Hämophilie 1969: 12. Symposion: Thrombose und Embolie 1970: 13. Symposion: Alter und Blutgerinnung 1971: 14. Symposion: Sexualhormone und Blutgerinnung 1972: 15. Symposion: Herzinfarkt und Blutgerinnung 1973: 16. Symposion: Strahlen, Blutgerinnung und Hämostase 1974: 17. Symposion: Blutungen des Gastrointestinaltraktes 1975: 18. Symposion: Thrombophilie 1976: 19. Symposion: Infektion und Blutgerinnung 1977: 20. Symposion: Klinische und ambulante Anwendung klassischer Antikoagulanzien 1978: 21. Symposion: Niere, Blutgerinnung und Hämostase 1979: 22. Symposion: Cerebrum, Blutgerinnung und Hämostase 1980: 23. Symposion: Kontrolle von Antithrombotika 1981: 24. Symposion: Lunge, Blutgerinnung und Hämostase 1982: 25. Symposion: Aktuelle Antikoagulantien in Klinik und Praxis 1983: 26. Symposion: Probleme der low- dose Heparin - Thromboseprophylaxe 1984: 27. Symposion: Leber, Blutgerinnung und Hämostase 1985: 28. Symposion: Gerinnungswirksame Therapie beim Myokardinfarkt 1986: 29. Symposion: Blutgerinnung und Pankreas 1987: 30. Symposion: Arterielle Verschlußkrankheit und Blutgerinnung 1988: 31. Symposion: Onkologie und Blutgerinnung 1989: 32. Symposion: Infektion, Entzündung und Blutgerinnung 1990: 33. Symposion: Immunologie und Blutgerinnung 1991: 34. Symposion: Blutgerinnung und Intensivmedizin (einschließlich Anästhesie) 1992: 35. Symposion: Endothel und Blutgerinnung 1993: 36. Symposion: Thrombophilie und Antikoagulation 1994: 37. Symposion: Gefäßsystem und Blutgerinnung 1995: 38. Symposion: Blutgerinnung und Immunmodulation bei operativen Eingriffen; Antithrombotika trotz Kontraindikation 1996: 39. Symposion: Blutgerinnung und Blutungskomplikationen. Wirkung von Hämostasefaktoren außerhalb des Gerinnungssystems 1997: 40. Symposion: Aktuelle Entwicklungen in der Behandlung mit Antikoagulanzien und Thrombozytenfunktionshemmer 1998: 41. Symposion: Onkologie und Hämostasesystem 1999: 42. Symposion: Standards der Diagnostik und Therapie in der Hämostaseologie 2000: 43. Symposion: Thrombozyten und Thrombozytenfunktionshemmer 2001: 44. Symposion: Erworbene Hämostasestörungen 2002: 45. Symposion: Perspektiven der antithrombotischen Therapie 2003: 46. Symposion: Theorie und Praxis von Hämostasestörungen 2004: 47. Symposion: Diagnostik und Therapie thromboembolischer Erkrankungen 2005: 48. Symposion: Arterielles Gefäßsystem und Hämostase 2006: 49. Symposion: Tumorkrankheiten und Hämostasesystem

Vorsitzende 1954 und 1957: Beckermann, Hamburg; Jürgens, Basel; Schubert, Hamburg 1960 bis 1966: Zukschwerdt, Hamburg; Thies, Hamburg 1967: Zukschwerdt, Hamburg; Thies, Hamburg und Heilbronn; Landbeck, Hamburg 1968: Thies, Heilbronn; Landbeck 1969 bis 1981: Marx, München; Thies, Heilbronn 1982: Marx, München; Thies, Hamburg; Tilsner, Hamburg 1983 bis 1996: Tilsner, Hamburg; Matthias, Gießen 1997 bis 2006: Matthias, Gießen; Rasche, Bremen

Einzelnachweise

Kategorie:Hämatologie Kategorie:Veranstaltung in Hamburg Kategorie:Veranstaltung (Gesundheitswesen)