miniatur|Jack Fisk mit seinen beiden Töchtern (2011) Jack Fisk (* 19. Dezember 1945 in Canton, Illinois) ist ein US-amerikanischer Szenenbildner und Regisseur.
Leben und Karriere Fisk begann seine Karriere in der Filmbranche 1967 mit ungenannten Auftritten in frühen Kurzfilmen des Regisseurs David Lynch, den er seit der gemeinsamen Schulzeit in der Francis C. Hammond High in Alexandria, Virginia kannte.Trey Taylor: Meeting the man behind David Lynch’s surreal design. In: dazeddigital.com vom 20. Januar 2016. 1977 übernahm Fisk in Lynchs Film Eraserhead die Rolle des Man in the Planet.
Ab 1971 war er bei diversen Filmproduktionen als Künstlerischer Leiter und bald danach auch als hauptverantwortlicher Szenenbildner tätig. 1973 arbeitete er an Terrence Malicks Regiedebüt Badlands – Zerschossene Träume und hat seitdem bis zu Song to Song 2017 bei allen Filmen Malicks das Szenenbild verantwortet. Für David Lynch arbeitete er am Szenenbild von Eine wahre Geschichte – The Straight Story und Mulholland Drive – Straße der Finsternis.
Fisk war viermal für den Oscar für das Beste Szenenbild nominiert.Jack Fisk. In: awardsdatabase.oscars.org, abgerufen am 15. Februar 2026. Seine erste Nominierung erhielt er 2008 gemeinsam mit dem Set Decorator Jim Erickson für die gemeinsame Arbeit an Paul Thomas Andersons Drama There Will Be Blood.The 80th Academy Awards 2008. In: oscars.org, abgerufen am 31. Dezember 2023. 2016 folgte eine weitere Nominierung gemeinsam mit dem Set Decorator Hamish Purdy für das Szenenbild von Alejandro G. Iñárritus Western-Thriller The Revenant – Der Rückkehrer.The 88th Academy Awards 2016. In: oscars.org, abgerufen am 31. Dezember 2023. 2024 war Fisk gemeinsam mit Adam Willis für das Szenenbild von Martin Scorseses Western-Drama Killers of the Flower Moon nominiert. 2026 folgte eine vierte Nominierung, wiederum mit Adam Willis, für das Szenenbild von Josh Safdies Sportdrama Marty Supreme.The 98th Academy Awards 2026. In: oscars.org, abgerufen am 15. Februar 2026.
Ab Anfang der 1980er Jahre arbeitete Fisk gelegentlich auch als Regisseur. Er inszenierte unter anderem die Spielfilme Der geheimnisvolle Fremde, Liebe ist nur eine Illusion und Die Erbschleicher.
Fisk ist seit 1974 mit der Schauspielerin Sissy Spacek verheiratet. Die beiden Töchter des Ehepaares, Schuyler Fisk und Madison Fisk, sind ebenfalls in der Filmbranche tätig.
Filmografie Künstlerische Leitung 1971: Angels Hard as They Come 1972: Cool Breeze 1973: Männer wie die Tiger (Terminal Island) 1973: The Slams 1973: Badlands – Zerschossene Träume (Badlands) 1974: Messias des Bösen (Messiah of Evil) 1976: Das Gesetz sind wir (Vigilante Force) 1976: Carrie – Des Satans jüngste Tochter (Carrie) 1978: In der Glut des Südens (Days of Heaven) 1978: Movie Movie
Szenenbild 1974: Das Phantom im Paradies (Phantom of the Paradise) 1975: Darktown Strutters 1977: Tödliche Spiele (Death Game) 1980: Herzschläge (Heart Beat) 1998: Der schmale Grat (The Thin Red Line) 1999: Eine wahre Geschichte – The Straight Story (The Straight Story) 2001: Mulholland Drive – Straße der Finsternis (Mulholland Drive) 2005: The New World 2007: Invasion (The Invasion) 2007: There Will Be Blood 2011: Wasser für die Elefanten (Water for Elephants) 2011: The Tree of Life 2012: The Master 2012: To the Wonder 2015: Knight of Cups 2015: The Revenant – Der Rückkehrer (The Revenant) 2016: Voyage of Time: Life's Journey (Dokumentarfilm) 2017: Song to Song 2022: Causeway 2023: Killers of the Flower Moon 2025: Marty Supreme
Regie 1981: Der geheimnisvolle Fremde (Raggedy Man) 1986: Liebe ist nur eine Illusion (Violets Are Blue…) 1990: Die Erbschleicher (Daddy's Dyin'... Who's Got the Will?) 1991: Final Verdict – Berufung ausgeschlossen (Final Verdict, Fernsehfilm) 1992: On the Air – Voll auf Sendung (On the Air, Fernsehserie, 2 Episoden)
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Einzelnachweise
Kategorie:Szenenbildner Kategorie:Filmregisseur Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1945 Kategorie:Mann