Segodounon (; ) war eine antike Siedlung im Gebiet der Germania magna. Der Ort ist im Atlas Geographike Hyphegesis von Claudius Ptolemäus (2. Jahrhundert) verzeichnet.Ptolemäus 2, 11, 29. Er war vermutlich Hauptort der civitas Alisinensium.Dieter Planck (Hrsg.): Die Römer in Baden-Württemberg. Theiss, Stuttgart 2005, ISBN 3-8062-1555-3, S. 23. Der Ortsname keltischen Ursprungs bedeutet „Siegburg“.Gerhard Rasch: Antike geographische Namen nördlich der Alpen. de Gruyter, Berlin/New York 2005, ISBN 3-11-017832-X, S. 132.

Lokalisierung Laut den Ergebnissen einer Forschungsgruppe des Instituts für Geodäsie und Geoinformationstechnik der TU Berlin handelt es sich hier vermutlich um das Kastell bzw. den Vicus von Bad Wimpfen.Kleineberg u. a.: Germania und die Insel Thule. WBG, Darmstadt 2010, ISBN 978-3-534-23757-9, S. 53. Lokalisierungen in der Nähe von Wimpfen gab es zuvor durch Theodor Steche beim römischen Kastell Heilbronn-BöckingenTheodor Steche: Altgermanien im Erdkundebuch des Claudius Ptolemäus. Kabitzsch, Leipzig 1937, , S. 159 bzw. bei dem Kastell Stuttgart-Bad Cannstatt.Dieter Planck (Hrsg.): Die Römer in Baden-Württemberg. Stuttgart 2005, S. 327–331. Alle drei genannten Orte gehörten aber von etwa 90 bis 259/260 n. Chr. zum Römischen Reich und lagen insofern außerhalb der Germania Magna.

Literatur

Andreas Kleineberg, Christian Marx, Eberhard Knobloch, Dieter Lelgemann: Germania und die Insel Thule. Die Entschlüsselung von Ptolemaios’ „Atlas der Oikumene“. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2010, ISBN 978-3-534-23757-9, S. 53.

Einzelnachweise

Kategorie:Siedlungsname (Germania magna) Kategorie:Geschichte (Bad Wimpfen) Kategorie:Hauptort einer Civitas in Germania superior Kategorie:Ortsname keltischer Herkunft