Mauricius (auch Mauritius) († nach 419) war seit 398/399 Bischof von Trier.
Über Bischof Mauricius ist so gut wie nichts bekannt. Nach dem Rücktritt von Bischof Felix wurde er 398/399 zum Bischof gewählt. Sein Episkopat fiel in eine politische Umbruchzeit. Augusta Treverorum hatte am Ende des 4. Jahrhunderts seine Funktion als Kaiserresidenz verloren; auch die gallische Prätorianerpräfektur war nach Arelate (heute Arles) verlegt worden. Seit 410 kam es zu Einfällen der Germanen im Trierer Raum.
Die Bedeutung der Trierer Kirche ging vor diesem Hintergrund zurück. Gleichwohl hatte sie weiter Geltung über den engeren Bereich hinaus. Mauricius kann vielleicht mit dem Empfänger eines Schreibens von Bonifatius I. aus dem Jahr 419 in Angelegenheiten der Kirche von Arles identifiziert werden. Neben den direkt Betroffenen ist er der einzige Adressat.
Literatur Hans Hubert Anton: Die Trierer Kirche und das nördliche Gallien in spätrömischer und fränkischer Zeit. In: Hartmut Atsma (Hrsg.): La Neustrie. Les pays au nord de la Loire de 650 à 850. Colloque historique international (= Beihefte der Francia. Band 16,2). Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1989, S. 53–74, hier S. 59 (Digitalisat). Hans Hubert Anton: Trier im frühen Mittelalter. Paderborn/München u. a. 1987, S. 81 Regesten der Bischöfe und Erzbischöfe von Trier. I, 3. Die Trierer Kirche und die Trierer Bischöfe in der ausgehenden Antike und am Beginn des Mittelalters. Bearbeitet von Hans Hubert Anton und Friedrich Pfeifer unter Mitarbeit von Sigrun Anton (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 83, I, 3). Böhlau Verlag, Wien/Köln/Weimar 2019, ISBN 978-3-412-51527-0.
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Anmerkungen
Kategorie:Bischof von Trier Kategorie:Bischof (5. Jahrhundert) Kategorie:Geboren im 4. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 5. Jahrhundert Kategorie:Mann