Wilhelm Spindler (* 16. April 1923 in Bannholz bei Weilheim im Südschwarzwald; † 12. Januar 2013 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Sinto und Bürgerrechtler.
Werdegang Wilhelm Spindler verlor während der Zeit des Nationalsozialismus als Angehöriger der Gruppe der Sinti zahlreiche seiner Angehörigen. 1944 wurde er zwangssterilisiert.
Spindler war Mitbegründer der Sinti Union Freiburg sowie 1982 Mitbegründer des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma. Von 1982 bis 2010 war er Stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats und wurde nach gesundheitsbedingtem Rücktritt zu dessen erstem Ehrenvorsitzenden gewählt.
Ehrungen 1998: Bundesverdienstkreuz am Bande 2013: Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Literatur Reinhold Hämmerle: Diskriminiert, deportiert, vernichtet – Der Leidensweg der Familie Spindler. In: 60 Jahre Vergangen, verdrängt, vergessen? 24. März 1943 KZ-Deportation der Herbolzheimer Sinti-Familie Spindler. Herbolzheim 2004, S. 68–103. Wilhelm Spindler: Wir standen immer mit einem Bein im Grab. In: Daniel Strauss (Hrsg.): weggekommen: Berichte und Zeugnisse von Sinti, die die NS-Verfolgung überlebt haben. Philo, Berlin 2000, ISBN 3-8257-0172-7, S. 168–171.
Weblinks Nachruf beim Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma
Kategorie:Sinto Kategorie:Roma (Person) Kategorie:Bürgerrechtler (Deutschland) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Person (Freiburg im Breisgau) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1923 Kategorie:Gestorben 2013 Kategorie:Mann