mini|Pfarrkirche Deutsch Schützen mini|Innenansicht Die römisch-katholische Pfarrkirche Deutsch Schützen steht in der Katastralgemeinde Deutsch Schützen in der Gemeinde Deutsch Schützen-Eisenberg (kroatisch: Livio-Čjeka, ungarisch: Németlövő-Csejke) im Bezirk Oberwart im Burgenland. Sie ist dem Fest Mariä Namen gewidmet und gehört zum Dekanat Güssing in der Diözese Eisenstadt. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz ().

Lagebeschreibung Die Ost-West gerichtete Pfarrkirche liegt im südlichen Ortsteil und öffnet sich mit der Turmfassade im Osten zur vertikal dazu verlaufenden Unteren Hauptstraße.

Geschichte Die Pfarre bestand bereits im Mittelalter. Die Erhebung zur Pfarre wurde im Jahr 1741 erneuert. Die romanische Martinskirche im alten Ortskern war die ursprüngliche Pfarrkirche. Diese wurde 1928 durch einen 1933 bis 1938 erfolgten Kirchenneubau im südlichen Ortsteil ersetzt. Die Planung oblag Baumeister Dionysius Kopfensteiner aus Szombathely. Im Jahr 1977 wurde die heutige Pfarrkirche erstmals einer Innenrenovierung unterzogen.Helmut Prinke: Kirchenbau im Burgenland. 1921–2016. Im Rahmen der Reihe: Architekturentwicklung des Landes Burgenland ab 1921, Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland, Eisenstadt 2019, ISBN 978-3-85405-237-1, S. 282–285.

Architektur Kirchenäußeres Das Gotteshaus ist ein großer Bau in neoromanischen bzw. neogotischen Formen und besteht aus einem hohen, sattelgedeckten Langhaus auf rechteckigem Grundriss mit jeweils fünf hohen Lanzettfenstern an beiden Langhausseiten, dem westseitig ein eingezogener, niedrigerer walmdachgedeckter Chor mit 3/8-Schluss folgt. Der Chor wird von einem noch niedrigeren Chorumgang umfangen, der beiderseits an einen kleinen, an den Chor grenzenden und das Langhaus seitlich überragenden Nebenraum (Sakristei und Abstellraum) schließt. Die Ostfassade dominiert der in das Langhaus leicht eingebundene Kirchturm auf quadratischem Grundriss, der über ein Dachgesims zur verjüngten, achteckigen Glockenstube mit spitzbogigen Schallfenstern und Pyramidendach überleitet. Dem Turm ist eine in Firsthöhe des Chors leicht hervortretende, überdachte Giebelfassade mit dem in einem wuchtigen, breiten steinernen Spitzbogen eingebetteten Hauptportal vorgestellt. Über dem Portal ist eine hochrechteckige, viergeteilte Maueröffnung. Beidseitig sind zwischen Turm und Langhaus kleine Annexräume mit Pultdach, bei denen aus dem südlichen Anbau ein rundbogiges Treppenhaus bis zur Höhe der Giebelfassade herausragt.

Kircheninneres Das Innere des fünfjochigen Langhauses mit seiner flachen Balkendecke wird durch pilasterähnliche Wandvorlagen zwischen den Fenstern unterteilt. Im ersten Joch befindet sich die Orgelempore auf drie Spitzbogenarkaden mit gerader einfacher Brüstung. Vom Langhaus gelangt man über einen spitzbogigen Triumphbogen in den überhöhten Umgangschor.

Einrichtung mini|Der Altar Der Altar ist neogotisch und stammt aus dem Kloster der Barmherzigen Schwestern in Graz. Die Kanzel auf der südlichen Langhausseite wurde von Karl Holey entworfen. Die Orgel mit 12 Registern (12/I/P) baute Franz Ullmann im Jahr 1853. Sie stammt aus dem ehemaligen Franziskanerkloster in Güssing.

Weblinks

Literatur Dehio-Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs – Burgenland. Deutsch Schützen, Pfarrkirche Mariä Namen. Bearbeitet von Adelheid Schmeller-Kitt mit Beiträgen von Friedrich Berg, Clara Prickler-Wassitzky und Hannsjörg Ubl. Verlag Berger, Horn/Wien 2011, ISBN 978-3-85028-400-4, S. 54. Helmut Prinke: Kirchenbau im Burgenland. 1921–2016. Im Rahmen der Reihe: Architekturentwicklung des Landes Burgenland ab 1921, Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland, Eisenstadt 2019, ISBN 978-3-85405-237-1, S. 282–285.

Einzelnachweise

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