Heinz Rökker (* 20. Oktober 1920 in Oldenburg (Oldenburg);Veit Scherzer: Ritterkreuzträger 1939–1945. Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs. 2. Auflage. Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S. 635. † 2. August 2018 ebendaTodesanzeige) war im Zweiten Weltkrieg ein deutscher Militärpilot und später Buchautor.
Jugend Heinz Rökker besuchte das Gymnasium seiner Heimatstadt Oldenburg, wo er erfolgreich die Abiturprüfung ablegte.
Zweiter Weltkrieg Nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges im Jahre 1939 meldete er sich freiwillig zur Luftwaffe, wo er als Offiziersanwärter zum Militärpiloten ausgebildet wurde.
Die ersten Einsätze erlebte Rökker im Jahre 1942 bei der I. Gruppe des Nachtjagdgeschwaders 2 im Mittelmeerraum. Bei dieser Einheit blieb er bis Kriegsende und kam in Afrika und im Westen zum Einsatz. Er flog die Nachtjagdvarianten der Messerschmitt Bf 110 und der Junkers Ju 88. Mit beiden Flugzeugtypen erzielte er insgesamt 64 Abschüsse. 63 in der Nacht, davon waren 55 viermotorige Bomber. In seiner erfolgreichsten Einsatznacht gelangen ihm sechs Abschüsse. Das Kriegsende erlebte Rökker als Hauptmann.
Nachkriegszeit Heinz Rökker wurde nach Abschluss seines Studiums Lehrer. Außerdem war er in der Bundeswehr als Hauptmann der Reserve tätig.
Im hohen Alter erschienen zwei Bücher von ihm im Verlag VDM Heinz Nickel. Eines ist seine Autobiographie, das zweite Buch – die Chronik I. Gruppe Nachtjagdgeschwader 2 I. /NJG 2. Juli 1940 bis Kriegsende 1945 Fernnachtjagd 1940–1942 – behandelt Kriegsereignisse, an denen er beteiligt war.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er nicht mehr fliegerisch aktiv.
Auszeichnungen Eisernes Kreuz (1939) II. Klasse am 13. Juli 1942Ausbildung und Einsatz eines Nachtjägers im II. Weltkrieg – Erinnerung aus dem Kriegstagebuch. VDM Heinz Nickel, Zweibrücken 2006 Eisernes Kreuz (1939) I. Klasse am 14. August 1942 Ehrenpokal für besondere Leistung im Luftkrieg am 12. Juni 1944 Deutsches Kreuz in Gold am 13. Juni 1944 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub Ritterkreuz am 27. Juli 1944 Eichenlaub am 12. März 1945 (781. Verleihung)
Veröffentlichungen Chronik I. Gruppe Nachtjagdgeschwader 2 I. /NJG 2. Juli 1940 bis Kriegsende 1945 Fernnachtjagd 1940–1942. VDM Heinz Nickel, Zweibrücken 1997, ISBN 3-925480-24-2. Chronik der Tennisabteilung des Oldenburger Turnerbundes 1931-2001. Isensee, Oldenburg 2003, ISBN 3-89995-052-6. Ausbildung und Einsatz eines Nachtjägers im II. Weltkrieg – Erinnerung aus dem Kriegstagebuch. VDM Heinz Nickel, Zweibrücken 2006, ISBN 978-3-86619-008-5.
Siehe auch Liste deutscher Jagdflieger im Zweiten Weltkrieg Liste der Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes der Jagdflieger Liste der Träger des Eichenlaubs zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Jagdpilot im Zweiten Weltkrieg (Luftwaffe der Wehrmacht) Kategorie:Hauptmann (Luftwaffe der Wehrmacht) Kategorie:Hauptmann (Luftwaffe der Bundeswehr) Kategorie:Träger des Deutschen Kreuzes in Gold Kategorie:Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub Kategorie:Militärschriftsteller Kategorie:Autobiografie Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1920 Kategorie:Gestorben 2018 Kategorie:Mann