Cry Danger ist ein in Schwarzweiß gedrehter US-amerikanischer Film noir aus dem Jahr 1951 und das Regiedebüt von Robert Parrish.
Handlung Der wegen der Beteiligung an einem Raubmord zu lebenslanger Haft verurteilte Rocky Mulloy kommt nach fünf Jahren frei, als der heimgekehrte Ex-Marine Delong aussagt, er sei mit Rocky in der Tatnacht zusammen gewesen. Polizeileutnant Gus Cobb warnt Rocky, dass er ihn auf Schritt und Tritt überwachen werde. Später unterhalten sich Rocky und Delong unter vier Augen. Der kriegsversehrte und alkoholkranke Delong bekennt, er habe seine Falschaussage gemacht, weil er hoffte, Rocky werde ihm im Gegenzug einen Anteil von der verschwundenen Beute aus dem Raubüberfall abgeben, die sich auf 100.000 US-Dollar belief. Rocky klärt ihn auf, dass er unschuldig verurteilt wurde und herausfinden will, wer wirklich hinter der Tat steckte.
Rocky und Delong mieten einen Wohnwagen auf dem Areal, auf dem auch Nancy Morgan wohnt. Nancys Mann Danny wurde ebenfalls wegen des Überfalls verurteilt, jedoch zu einer geringeren Haftstrafe, und soll in Kürze entlassen werden. Nancy bittet Rocky, keine Nachforschungen anzustellen und die Vergangenheit ruhen zu lassen. Bald häufen sich die Andeutungen, dass Nancy, die vor Danny mit Rocky liiert war, einer neuerlichen Beziehung nicht abgeneigt ist.
Rocky sucht seinen ehemaligen Bekannten, den Wettbuchhalter Castro, auf. Überzeugt, dass Castro hinter der Tat steckt und Rockys Verurteilung einfädelte, verlangt er von ihm dessen Anteil, 50.000 Dollar. Castro verschafft ihm eine Anzahlung aus einem manipulierten Pferderennen. Da die Geldscheine aus dem Überfall stammen, für den er verurteilt wurde, gerät Rocky erneut ins Visier der Polizei. Kurz darauf werden Delong und seine Freundin Opfer eines Attentats, weil sie von Castros Handlangern mit Rocky und Nancy verwechselt wurden. Nur Delong überlebt mit schweren Verletzungen.
Rocky sucht erneut Castro auf und erzwingt mit Waffengewalt ein Geständnis: Castro und Rockys mit verurteilter Freund Danny steckten hinter dem Überfall, der falsche Zeuge, der Rocky belastete, war von ihnen gekauft. Nancy, die ebenfalls eingeweiht war, weiß von dem Verbleib der zweiten Hälfte des Geldes. Rocky liefert Castro an Cobb aus, dann bringt er Nancy dazu, den Ort preiszugeben, wo das restliche Geld versteckt liegt. Nancy bietet ihm an, mit ihr zu fliehen, doch Rocky übergibt auch sie der Polizei und verlässt als freier Mann den Schauplatz.
Hintergrund Cry Danger startete am 21. Februar 1951 in den amerikanischen Kinos.Alain Silver, Elizabeth Ward (Hrsg.): Film Noir. An Encyclopedic Reference to the American Style, Third Edition. Overlook/Duckworth, New York/Woodstock/London 1992, ISBN 0-87951-479-5, S. 74–75. In Deutschland wurde der Film nicht gezeigt.
Obwohl sowohl Alain Silver/Elizabeth Ward als auch Bruce Crowther Cry Danger in ihren Film-noir-Kompendien aufführen, ordnen sie ihn unter anderem wegen seines optimistischen, unneurotischen Protagonisten als nur bedingt dem Noir zugehörig ein.Bruce Crowther: Film Noir. Reflections in a dark mirror. Virgin, London 1988, ISBN 0-86287-402-5, S. 97–99.
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Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1951 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Film noir Kategorie:Filmdrama Kategorie:Thriller