Die Szene der polnischen Popmusik ist eine der größten Musikszenen Europas. Die kulturellen Zentren der Szene sind Warschau und Krakau. Auch ohne eine gesetzlich geregelte Quote für die heimische Musikszene erfreut sich polnische Popmusik einer großen Beliebtheit innerhalb Polens. Die englische Sprache spielt eher eine kleine Rolle in den Songs der polnischen Musikkünstler.

Künstler International erfolgreiche Interpreten Durch den engen Austausch der RGW-Staaten waren polnische Interpreten und Bands auch in der DDR bekannt. Anhaltenden Erfolg über einen längeren Zeitraum hatten 2 plus 1, Czerwone Gitary (als "Die Roten Gitarren") und Maryla Rodowicz. Ihre Popularität wurde vor allem gefördert durch deutschsprachige Aufnahmen, die sie speziell für das Publikum in der DDR einspielten.

Die Band 2 plus 1 konnte 1979 mit dem Titel Easy Come, Easy Go auch in der Bundesrepublik einen Charthit erzielen.Chartstatistik "Easy Come, Easy Go" auf chartsurfer.de In den 1980er Jahren war besonders die Sängerin Basia Trzetrzelewska international erfolgreich. Mit dem Titel Time And Tide erreichte sie Platz 26 in den USA.Chartstatistik für Basia, auf chartsurfer.de

In der jüngeren Vergangenheit schaffte es vor allem die Sängerin Margaret (Małgorzata Jamroży) zu Charterfolgen im deutschsprachigen Raum.Chartstatistik für Margaret, auf chartsurfer.de Im Mai 2014 gewann die polnische Sängerin Aneta Sablik die Castingshow Deutschland sucht den Superstar. In der Folge platzierte sich ihre Single The One in Deutschland und der Schweiz auf der Nummer 1 der Verkaufscharts. Sie ist die erste polnische Künstlerin, der dies gelang.

Solokünstler, weiblich Alicja Bachleda-Curuś Alicja Janosz Agnieszka Włodarczyk Aneta Sablik Ania Dąbrowska Anna Jantar (1950–1980) Anna Maria Jopek Anna German Anna Wyszkoni Basia Trzetrzelewska Doda Beata Kozidrak Edyta Bartosiewicz Edyta Górniak Ewa Demarczyk Ewa Bem Ewa Farna Ewelina Lisowska Gosia Andrzejewicz Irena Jarocka Irena Santor Małgorzata Jamroży (Margaret) Małgorzata Ostrowska-Królikowska Margo Mira Kubasińska Jadwiga Strzelecka Justyna Steczkowska Karin Stanek Kasia Klich Kasia Kowalska Kayah Iwona Węgrowska Magda Umer Mandaryna Maria Peszek Maryla Rodowicz Monika Brodka Natalia Kukulska Olga Bończyk Renata Przemyk Reni Jusis Sylwia Grzeszczak Urszula Urszula Sipińska Violetta Villas

Solokünstler, männlich Alan Basski Andrzej Zaorski Andrzej Zaucha Bogusław Mec Felicjan Andrzejewski Czesław Niemen (1939–2004) Funky Polak Grzegorz Turnau Jacek Lech Lech Janerka Krzysztof Cugowski Krzysztof Kiljański Krzysztof Klenczon Krzysztof Krawczyk Łona Marek Grechuta Mateusz Mijal Marek Piekarczyk O.S.T.R. Piotr Figiel Piotr Szczepanik Rafał Brzozowski Seweryn Krajewski Sidney Polak Stan Borys Stanisław Sojka Szymon Wydra Tadeusz Nalepa Tadeusz Woźniak Wojciech Gąssowski Zbigniew Wodecki

Gruppen 2 plus 1 Anawa Bajm Blog 27 Blue Café Brathanki Budka Suflera Czerwone Gitary Czerwono-Czarni Decapitated Eastwest Rockers Feel Golec uOrkiestra Hey Ich Troje Ira Jamal Klan Kult Lady Pank Łzy Loka Maanam Myslovitz Niebiesko-Czarni No To Co Pidżama Porno Püdelsi Raz, dwa, trzy Republika Roże Europy SBB Sistars Skaldowie Świetliki The Dumplings T.Love Toples Vader Varius Manx Virgin Wilki RH+

Eurovision Song Contest Platzierungen Polens

Nationale Vorentscheide

Festival der polnischen Musik in Opole

Jährlich findet im Mai das Songfestival in Opole statt. Es ist eines der ältesten Songfestivals in Europa und besteht bereits seit 1963. Zu den wichtigsten Bestandteilen des Festivals gehören unter anderem die "Debiuty" (Debüts) und die "Premiery" (Premieren), letztere erfreuen sich sehr großer Beliebtheit. Jedes Jahr treten beim Debüt-Konzert elf junge, unbekannte Sänger und Sängerinnen im Wettbewerb gegeneinander an. Beim Wettbewerb "Premiery" treten die bekanntesten und erfolgreichsten Sänger und Sängerinnen Polens gegeneinander an und präsentieren in Erstvorstellung ihre neuesten Songs. Als Höhepunkt gelten die speziell einem Künstler gewidmeten Konzerte und die Superjedynki, in denen die besten aktuellen Songs präsentiert werden.

Sopot Festival

Seit 1961 findet im polnischen Bade- und Kurort Sopot fast jährlich das Sopot Festival statt. Zeitweise fanden im Rahmen des Festivals auch die Intervision, ein osteuropäisches Pendant zum Eurovision Song Contest und das Internationale Liederfestival in Sopot statt.

Der Ideengeber des Festivals war der Direktor des Bereichs Musik des Polnischen Radios, der Komponist und Pianist Władysław Szpilman. Das Festival war mit dem Charakter eines internationalen Liederwettbewerbs angelegt, bei dem die bekanntesten Künstler der aktuellen Zeit aus den verschiedensten Ländern auftreten sollten, um den Grand Prix du Disque, so der internationale Titel.

1977 wurde das Festival in das Intervision-Festival umkonzipiert. Eine Antwort auf den Eurovision Song Contest, an dem Polen bisher nicht teilnehmen konnte. U. a. nahmen Künstler wie Alla Pugatschowa, und Frank Schöbel teil. 1980 fand die letzte Intervision statt, die nächsten 3 Jahre gab es aufgrund der innenpolitischen Situation in Polen kein Festival in Zoppot. 1984 wurde die Intervision wieder durch das alte Konzept ersetzt und 1993 ging die Intervision/OIRT über in die EBU. Seitdem nehmen die Teilnehmerländer des Intervision-Liederwettbewerbs beim Eurovision Song Contest teil.

Ab 1994 übernahm die TVP die Organisation des Festivals, das heute seinen Wettbewerbscharakter verloren hat und nunmehr verschiedene Konzerte beinhaltete. 2005 gab es aufgrund der Rivalität zwischen dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen und dem Privatsender TVN zwei voneinander unabhängige Festivals.

Gewinner 1961 – – Jo Rolland – Nous deux 1962 – – Jeanne Yovanna – Ti Krima 1963 – – Tamara Miansarowa – Пусть всегда будет солнце (Zawsze niech będzie słońce) / 1963 – – Simone Langlois – Toi et ton sourire 1964 – – Nadia Constantinoupoulou – Je te remercie mon coeur 1965 – – Monique Leyrac – Mon pays 1966 – – Lana Cantrell – I'm All Smiles 1967 – – Dana Lerska – Po prostu jestem 1968 – – Peret – Una Lagrima 1969 – – Henri Dès – Maria Consuella 1970 – – Robert Charlebois – Ordinaire 1971 – – Samantha Jones – He Moves Me 1972 – – Andrzej Dąbrowski – Do zakochania jeden krok (ex-aequo) 1972 – – Lew Leschtschenko – Я не был с ним знаком (Ich kenne ihn nicht) (ex-aequo) 1973 – – Sofia Rotaru – Водограй (Wodograj), – Tony Craig – Can You Feel It und I Think of You Baby 1974 – – Marion Rung (Gesamtwerk) 1975 – – Glen Weston (Gesamtwerk) 1976 – – Irina Ponarowskaja (Gesamtwerk) 1977 – – Helena Vondráčková – Malovaný džbánku 1978 – – Alla Pugatschowa – Всё могут короли (Könige dürfen alles) 1979 – – Czesław Niemen – Nim przyjdzie wiosna 1980 – – Marion Rung – Where is The Love 1981 – Das Festival fand nicht statt 1982 – Das Festival fand nicht statt 1983 – Das Festival fand nicht statt 1984 – – Krystyna Giżowska – Blue Box 1985 – – Herrey’s – Summer Party 1986 – – Mary Getz – Hero of My Heart 1987 – – Double Take – Rockola 1988 – – Kenny James – The Magic In You 1989 – – Dance With The Strangers (Gesamtwerk) 1990 – – Lora Szafran – Zły chłopak und Trust Me At Once 1991 – – New Moon (Gesamtwerk) 1992 – – Marc Andrews (Gesamtwerk) 1993 – – Arina – Rain Is Coming Down 1994 – – Varius Manx – Zanim zrozumiesz 1995 – – Kasia Kowalska – Jak rzecz und A to co mam 1996 – In diesem Festival wurden keine Sieger gekürt 1997 – – Total Touch – Somebody Else’s Lover 1998 – – Alex Baroni – Male che fa male 1999 – In diesem Festival wurden keine Sieger gekürt 2000 – In diesem Festival wurden keine Sieger gekürt 2001 – In diesem Festival wurden keine Sieger gekürt 2002 – In diesem Festival wurden keine Sieger gekürt 2003 – In diesem Festival wurden keine Sieger gekürt 2004 – In diesem Festival wurden keine Sieger gekürt 2005 – – Andrzej Piaseczny – Z głębi duszy 2006 – – Mattafix – Big city life 2007 – – Feel – A gdy jest już ciemno 2008 – – Oh Laura – Release Me 2009 – – Gabriella Cilmi – Sweet About Me 2010 – Das Festival fand wegen Bauarbeiten in der Opera Leśna nicht statt 2011 – Das Festival fand wegen Bauarbeiten in der Opera Leśna nicht statt 2012 – – Eric Saade – Hotter Than Fire 2013 – – Imany – You Will Never Know 2014 – – Ewa Farna – Cicho

Fryderyk-Preis

Idol / Superstar mini|hochkant|Monika Brodka

Staffel I Polen war das zweite Land, das Idol ausstrahlte. Auch die erste weibliche Idol-Gewinnerin kam aus Polen. Neben Alicja Janosz, der Gewinnerin, wurden auch Sänger wie Ewelina Flinta, Tomasz Makowiecki, Szymon Wydra und Ania Dąbrowska berühmt und erfolgreich.

Gewinner Gewinnerin 1. Staffel: Alicja Janosz, (Alex)

Geboren 1985, Alben: Ala Janosz, Singles: Moze sie wydawac, Zmien siebie, Zbudzilam sie, I´m still alive,

Gewinner 2. Staffel: Krzysztof Zalewski

Gewinnerin 3. Staffel: Monika Brodka

World-Idol Beim World-Idol trat Alicja Janosz alias Alex für Polen an. Sie war die Gewinnerin der ersten polnischen Idol-Staffel.

Alex belegte den siebten von 11 Plätzen.

Siehe auch Deutschland sucht den Superstar

Allgemeines Charts In Polen gibt es im Gegensatz zu Deutschland keine offiziellen Singleverkaufscharts. Es werden nur die offiziellen Albumverkaufscharts (OLIS) ermittelt, sowie seit März 2010 die Airplay Charts.

Musiksender Vertreten sind eine polnische Version von MTV und eine VIVA-Version. Darüber hinaus gibt es die Sender VH1, Eska TV und 4.fun.tv und tuba TV.

Plattenfirmen Die größten in Polen vertretenen Plattenfirmen sind die SONY BMG, Universal Music, Pomaton EMI und Magic Records.

Siehe auch Musik in Polen Disco Polo Polnischer Hip-Hop

Weblinks Tägliche Musiknews (polnisch) Polish Jazz and History (polnisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Musik (Polen) Kategorie:Stilrichtung der Popmusik