Antonia Low (* 1972 in Liverpool, Vereinigtes Königreich) ist eine deutsch-britische Konzept- und Rauminstallationskünstlerin und Professorin an der Hochschule Hannover.
Leben Antonia Low ist die Tochter von Odilia und Robert Low. Nach ihrer Geburt in Liverpool wuchs sie Bonn, Dublin und Brüssel aufAntonia Low, Pax und Concordia wartend, Kunstverein Braunschweig, 2014, ISBN 9783862064113, S. 123 und studierte von 1993 bis 1998 an der FH Münster und von 1996 bis 2001 an der Kunstakademie Münster. Low wurde von Ulrich Erben zur Meisterschülerin ernannt und absolvierte von 2001 bis 2002 ihren Master of Fine Arts am Goldsmiths College, University of London.abgerufen am 5. März 2023.GWK online Antonia Low, abgerufen am 29. März 2024 Von 2011 bis 2013 war Antonia Low mit dem Dorothea-Erxleben-Programm an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Seit 2019 war sie Professorin für Freie Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Seit dem 1. März 2025 ist sie Professorin für Studiengang Szenografie – Kostüm – Experimentelles Gestalten an der Fakultät III – Medien, Information und Design der Hochschule Hannover.
Antonia Low hat an unterschiedlichen Artist in Residence Programmen teilgenommen, unter anderem in New York, Hongkong, Dublin, Brüssel und Kopenhagen.
Werk Antonia Lows Werk umfasst Rauminstallationen, Skulpturen, Fotografien und Filme. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten sind meist gefundene Raumsituationen, bauliche Materialien und architektonische Details, die sie bearbeitet und in neue Zusammenhänge setzt. Anfänglich arbeitete Low mit Alltags- und Naturmaterialien, die sie zu raumgreifenden Installationen komponierte. Ab 2005 entstanden skulpturale Konstruktionen aus elektrischen Aderleitungen, sezierte Kabelstränge und ab 2010 Rauminterventionen, in denen die Bausubstanz der Ausstellungsräume untersucht oder das gesamte Raumgefüge mittels Spiegelböden und Baukonstruktionen neu erfahrbar gemacht werden. Seit 2013 stehen im Zentrum ihrer Arbeit begehbare Collagen aus überdimensionalen Stoffdrucken mit architektonischen Motiven, die die Ausstellungsräume neu und unterschiedlich kontextualisieren.
Ludwig Seyfarth beschreibt es wie folgt: "Ihr Interesse richtet sich weniger auf das direkt Politische, auf die Aufdeckung institutionalisierter Hierarchien und Machtverhältnisse, als auf einen räumlichen Nachvollzug der Art und Weise, wie sich Erinnerungs-, Nachbilder von Räumen im Kopf festsetzen und die realen Räume überlagern."
Ausstellungen Einzelausstellungen (Auswahl) 2018: A present that with each step departs.... Goethe-Institut, Hongkong 2017: The Cloisters Model Part 1. Deutsches Haus at NYU, New York 2017: Rooms in Chapters. Ginkgo Space, Beijing 2017: Schutzgebiet. Eigen+Art Lab, Berlin 2016: Status of Lost Imagery. Palazzo Altemps Römisches Nationalmuseum, Rom 2016–2014: A Room Recalls. K21 Kunstsammlung NRW, Düsseldorf 2015: Uninhabited Space. NuN Projects, Berlin 2014: Der verlorene Raum. Kunstmuseum Bonn, Bonn 2014: Pax und Concordia, wartend. Kunstverein Braunschweig, Braunschweig 2013: Geliebte Unzulänglichkeit. mit Astrid Nippoldt General Public, Berlin 2013: Reversed Fiction. CFCCA Chinese Arts Centre, Manchester 2012: White Cube Longing. Seven Sites Project, Manchester 2011: Gewicht des Sehens. Städtische Galerie Nordhorn, Nordhorn 2010: Stromselbstreflexion. SAMSA, Berlin 2010: The Electric Return. Mit Ben Woodsen. LoBe, Berlin 2009: Regarding Branches of Shops and Trees. Mit Manuel Gorkiewicz. Skulpturi, Kopenhagen 2006: Jugend forscht, etc. Klara Wallner Gallery, Berlin 2004: VTO London Vereinigtes Königreich 2003: Galerie Münsterland Emsdetten Abgerufen am 9. Juni 2013.
Gruppenausstellungen (Auswahl) 2020: Responsive Curating. Kunstraum München, München 2020: Smoke a Grid like Grapevine does. Scharaun, Berlin 2020: Die Balkone. Prenzlauer Berg Berlin, Berlin 2019: There is Fiction in the Space Bewtween. n.b.k. Neuer Berliner Kunstverein, Berlin 2019: Part of the Labyrinth. Göteborg International Biennial for Contemporary Art, Göteborg 2019: Exhibition on Flash Drive. Venkatappa Art Gallery, Bengalore 2018: Kunst und Kohle. Skulpturenmuseum Glaskasten, Marl 2018: Leaps and Bounds. SCP, New York 2018: The Power Plant. Kunsthall Nord, Aalborg 2018: Bric-a-Brac. SVA Chelsea Gallery, New York 2017: When Thoughts Become Work. MAW Gallery, New York 2017: Silent Empire. Funkhaus, Berlin 2016: about:blank. MACRO Testaccio, Rom 2016: I Can‘t Do More Than I do. Ginkgo Space, Beijing 2016: Madeleine. insitu, Berlin 2015: Ein Garten in Dahlem. Kunsthaus Dahlem, Berlin 2014: Unseen Presence. IMMA Irish Museum of Modern Art, Dublin 2014: Scraps of Poetry. Deutsches Haus, New York 2013: LA-Berlin. & Model, Leeds 2013: Le Future commence ici. FRAC Nord, Dunkerque 2012: Zu Hause. LoBe, Berlin 2011: Out of Storage. Marres, Maastricht 2011: Ränder eingebrochen Mitte zerstört. Galerie METRO, Berlin 2010: Destroy Design. mudac, Lausanne 2010: Destroy Design. ARoS Aarhus Kunstmuseum, Dänemark 2009: Speculations on the End of Interieurs. Vera Cortês Art Agency, Lissabon 2009: Auwiesen. Festival der Regionen, LinzUwe Jonas, Festival der Regionen 2009: Pilotprojekt Auwiesen (PDF; 5,9 MB) Abgerufen am 9. Juni 2013. 2008: Sculpt-o-mania. Stadtgalerie Kiel, Kiel 2008: Passe/Present. Musée des Beaux-Arts, Tourcoing 2007: Tulca. Galway Arts Center, Galway 2007: Particules d'Histoire. FRAC Nord-Pas de Calais, Dunkerque 2006: Zwischenzier. Saarlandmuseum, Saarbrücken 2006: Westfälische Kulturarbeit. LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Münster 2006: Lieber Friedrich. KasselerKunstVerein, Kassel 2005: Critical Mass. Haus der Skulpturen, Vinterviken, Stockholm 2005: Hello Society. Fotogalleriet, Oslo 2000: SCHNITT 2000. Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf
Literatur Antonia Low: Inventar, the contents of a room, Berlin. The Green Box, 2012, ISBN 3-941644-42-4.Julia Gwendolyn Schneider: .Alexandra Heimes: . Low Deluxe. Antonia Low. Mit einem Text von Hilde Teerlink. Berlin 2008, Kunstverein Kassel: Antonia Low herausgegeben in der Serie Lieber Friedrich. 2006.
Auszeichnungen (Auswahl) 2013: Kunstpreis der Stadt Bonn 2013 Generalanzeiger BonnAntonia Low gewinnt den Bonner Kunstpreis 2013 Abgerufen am 9. Juni 2013. 2008: Projektstipendium Kunststiftung NRW 2003: Förderpreis Gesellschaft zur Förderung der westfälischen Kulturarbeit GWK Abgerufen am 9. Juni 2013. 2001: Postgraduate Award, Arts and Humanities Research Board, University of London 2001: Kunstpreis Fritz-Terfloth Stiftung
Weblinks Website von Antonia Low
Einzelnachweise
Kategorie:Konzeptkünstler (Deutschland) Kategorie:Installationskünstler (Deutschland) Kategorie:Hochschullehrer (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart) Kategorie:Hochschullehrer (HMTM Hannover) Kategorie:Deutscher Kategorie:Brite Kategorie:Bildender Künstler (Berlin) Kategorie:Geboren 1972 Kategorie:Frau