thumb|Der erste Regimentsinhaber, Obrist Don Balthasar Maradas in einer typischen Kürassieruniform Das Cürassier-Regiment Des Fours war ein Kavallerieverband der kaiserlichen Armee des Heiligen Römischen Reiches im 17. Jahrhundert. Erster Regimentsinhaber und Kommandant war der damalige Obrist und spätere Feldmarschall Don Balthasar Maradas.

Formationsgeschichte Laut Bestallung wurde das Regiment am 23. Mai 1616 mit spanischem Geld in der Stärke von 500 Pferden aufgestellt. 1618: Mit einer weiteren Bestallung vom 7. Juli wurde die Einheit um weitere 500 Arquebusier-Pferde vermehrt. 1621: In diesem Jahr musste vier neuangeworbene Kompanien zur Errichtung des „Cürassier-Regiments Avandago“ abgegeben werden. 1626: Die bis dahin selbstständige Kompanien der Rittmeister Conti und Caraffa wurde in das Regiment eingegliedert. 1628: Die bis dahin selbstständige Kompanie des Rittmeisters Magno wurde in das Regiment eingegliedert 1640: Die angeordnete Eingliederung des Regiments in das Cürassier-Regiment Louis Gonzaga wurde nicht ausgeführt. 1642: Das Regiment wurde auf die Cürassier-Regimenter Bruay und Alt-Piccolomini aufgeteilt

Regimentsinhaber 1616: Obrist Don Balthasar Maradas 1638: Obrist Eduard Prinz Braganza 1641: Obrist Wilhelm Freiherr von Guin, Herr auf Dielidt und Stauffenegg 1642: Obrist Johann von Des Fours

Regiments-Kommandanten 1616: der Inhaber Obrist Don Balthasar Maradas 1618: Obristlieutenant Don Philippo Areyzaga d'Avandagno 1621: Obristlieutenant/Obrist Antonio Lopez de Gradin 1623: Obristlieutenant Martin de Hoef-Huerta 1628: Obristlieutenant Don Juan Areyzaga d'Avandagno 1632: Obristlieutenant Don Juan de Salazar 1636: Obristlieutenant Berthold Arrani 1638: der Inhaber, Obrist Braganza 1640: Obrist Don Peter de la Cueba 1641: Obristlieutenant Donner 1641: Obristlieutenant/Obrist Johann von Des Fours

Gefechtskalender Friauler KriegDas Regiment wurde im Krieg gegen Venedig mehrfach ausgezeichnet. Dreißigjähriger Krieg 1618: Gefecht bei Lomnitz 1619: Gefechte bei Sablat, Tasnitz, bei der Einnahme von Bechin. Kämpfe bei Ulrichskirchen und an der Brücke von Wien. 1620: Teilnahme an der Schlacht am Weißen Berg 1621: Belagerung von Neuhäusel 1622–1627: Kämpfe in Mähren und in Schlesien 1628: Verlegung nach Pommern 1631: Erstürmung von Magdeburg 1632–1635: Sicherungsaufgaben in Böhmen und Mähren ohne größere Kampfhandlungen 1636: Teilnahme an der Schlacht bei Wittstock mit anschließenden Sicherungsaufgaben in Norddeutschland. 1638: Der Armee von General Gallas zugeteilt. 1639: Gefecht bei Mělník. Hier hat das Regiment versagt 1640: Der Hauptarmee zugeteilt. 1641: Gefechte bei Wolfenbüttel und bei Woldenberg 1642: Gefecht bei Ulm, Schlacht bei Breitenfeld.

Nachdem das Regiment in der Schlacht bei Breitenfeld wiederum versagt hatte, wurde es kassiert (dienstenthoben), der Kommandant, Obrist von des Fours, vor ein Kriegsgericht gestellt und am 10. Juni 1643 in Prag hingerichtet.

Gefallene höhere Offiziere Im Jahre 1619 fiel der Obristwachtmeister Aeneas Graf Piccolomini im Gefecht bei Moldauthein.

Literatur Alphons Freiherr von Wrede: „Geschichte der k.u.k. Wehrmacht“ Band III. Verlag Seidel & Sohn, Wien 1901.

Kategorie:Kaiserliches Regiment der Frühen Neuzeit Kategorie:Militär (Habsburgermonarchie) Kategorie:Gegründet 1616 Kategorie:Aufgelöst 1642