Ōta Yōko (jap. ; * 18. November 1906 in der Präfektur Hiroshima; † 10. Dezember 1963) war eine japanische Schriftstellerin.

Leben Ōta trat in den 1930er Jahren mit ersten Romanen hervor wie Sakura no kuni (, „Land der Kirschblüten“), für den sie 1940 einen Preis der Zeitschrift Asahi Shimbun erhielt. Prägend wurde für sie der Atombombenabwurf auf Hiroshima am 6. August 1945, den sie in der Stadt miterlebte. Darauf basierend schrieb sie im selben Jahr Shikabane no machi (, „Stadt der Leichen“); allerdings weigerten sich die Verlage bis 1948 diesen zu veröffentlichen und auch dann nur gekürzt. Das Ereignis trat beginnend mit diesem Werk in den Mittelpunkt ihres literarischen Schaffens und machte sie zu einer bedeutenden Vertreterin der „Atombomben-Literatur“. Es folgten Werke wie Ningen ranru (, „menschliche(r) Fetzen“; 1951, mit dem Frauenliteraturpreis ausgezeichnet), Hotaru (, „Glühwürmchen“; 1953) und Han ningen (, „halber Mensch“; 1954). Eine vierbändige Gesamtausgabe ihrer Werke (, Ōta Yōko shū) erschien posthum 1981.

Werke Ein halber Mensch und Ein Licht wie auf dem Meeresgrund, in: Seit jenem Tag, hg. v. Ito, Narihiko/Schaarschmidt, Siegfried/Schamoni, Wolfgang. Fischer 1984. ISBN 3-596-25862-6.

Literatur

Stephan Kühn: Der nukleare Tod in Japan: Ōta Yōkos „6. August, 8.15 Uhr“ oder der Kampf um die Erinnerung an die Atombombe. In: Ute Planert (Hrsg.): Todesarten. Sterben in Kultur und Geschichte. Böhlau, Köln 2023 (Beihefte zum Archiv für Kulturgeschichte; 99), ISBN 978-3-412-52701-3, S. 209–230.

Quelle The Great Soviet Encyclopedia 1979: Ota Yoko

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