VagalItinerarium provinciarum Antonini Augusti 37. war eine Ortschaft in der römischen Provinz Mauretania Caesariensis im heutigen nördlichen Algerien in Nordafrika. Der Ort lag westlich des Castellum Tingitanum im Tal des Chinalaph (Cheliff) und an der wichtigen Römerstraße, die sich in etwa 50 Kilometer Abstand von der Küste am Mittelmeer entlang erstreckte. Die an dieser Straße entlang gebauten Kastelle und Lager bezeugen die südliche Grenze der römischen Besiedlung gegenüber der tiefer liegenden ursprünglichen Landschaft der Berber.
Das antike Vagal wird in der Forschung zur antiken Geographie als identisch mit dem Vagae ()Vgl. Ptolemaíos, Geographike 4,2,27 (). des Ptolemaios angesehen, da dessen Lokalisierung zu der Lage von Vagal passe.
Wenige Ruinen des antiken Vagals blieben erhalten beim heutigen Souk-el-Khamis in Algerien.
Vagal war bereits in der Spätantike ein Bischofssitz. In der Notitiae Episcopatuum wird ein episcopus Vagalitanus namens Miggin erwähnt. Laut Wilhelm Enßlin handelt es sich um einen donatistischen Bischof aus Vagal.Gesta collationis Carthaginiensis a. 411 1,208 (doi:10.11588/diglit.13514#0001); Giovanni Domenico Mansi, Sacrorum conciliorum nova et amplissima collectio Band 19. Venedig 1774. 4,161 B; Jacques-Paul Migne, Patrologia Latina. Paris 1879, 11,1348 B. Vgl. Heute ist Vagal ein Titularbistum.Segreteria di Stato (Hrsg.): Annuario Pontificio. Libreria Editrice Vaticana, Città del Vaticano 1936, S. 497.
Literatur
Edouard Cat: Essai sur la province romaine de Mauritanie césarienne. Paris 1891, S. 201. Konrad Miller: Itineraria Romana. Römische Reisewege an der Hand der Tabula Peutingeriana, mit 317 Kartenskizzen und Textbildern. Stuttgart 1916, S. 921. (Digitalisat)
Anmerkungen
Kategorie:Römische Stadt in Nordafrika Kategorie:Archäologischer Fundplatz (Africa) Kategorie:Algerische Geschichte (Antike) Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Algerien Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Afrika