mini|Coverdesign der Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung Die Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung/Journal of East Central European Studies (ZfO/JECES) ist eine referierte Fachzeitschrift zur Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas in deutscher und englischer Sprache. Sie wird im Auftrag des Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung in Marburg von derzeit zwölf Historikern aus Deutschland und den USA herausgegeben und erscheint vierteljährlich im institutseigenen Verlag. Die Zeitschrift wird seit 2019 nach dem Open-Access-Modell veröffentlicht.Open Access, Lizenzierung.

Geschichte Die ZfO wurde 1952 unter dem Titel Zeitschrift für Ostforschung gegründet und im Auftrag des Johann-Gottfried-Herder-Forschungsrates von Hermann Aubin, Herbert Schlenger und Erich Keyser herausgegeben.Vgl. Hermann Aubin, Erich Keyser, Herbert Schlenger: Zeitschrift für Ostforschung. Länder und Völker im östlichen Mitteleuropa. N.G. Elwert-Verlag, Marburg/Lahn 1952: 1. Jahrgang, Heft 1, S. 3 ff., doi:10.25627/19521118. Bis 1969 erschien die ZfO im Elwert Verlag, Marburg. Im Jahr 1994 ging die Herausgeberschaft vom Forschungsrat auf das Herder-Institut über; 1995 erhielt die ZfO ihren heute gültigen Namen. Seit 2017 erscheint sie mit dem englischen Paralleltitel Journal of East Central European Studies (JECES).

Inhalt / Themen Die Beiträge in der ZfO beschäftigen sich mit dem Gebiet der heutigen Staaten Polen, Tschechien, Slowakei, Belarus, Ukraine, Litauen, Lettland, Estland, Ungarn sowie der russischen Enklave Kaliningrad. Neben wissenschaftlichen Aufsätzen und Miszellen enthält die ZfO auch Rezensionen und Forschungsberichte. Außerdem erscheinen bis zu zwei Mal jährlich Themenhefte im Rahmen der regulären Heftzählung, die jeweils von namentlich ausgewiesenen Gastherausgebern zusammengestellt werden. In früheren Jahrzehnten wurden zudem landesgeschichtliche Auswahlbibliografien sowie Nachrufe und Tagungsberichte veröffentlicht. Sahen sich die Herausgeber in den ersten Jahrzehnten noch in der Tradition der deutschen Ostforschung, vermeidet die ZfO heute die frühere Fixierung auf den deutschen Anteil an der Geschichte Ostmitteleuropas und macht es sich stattdessen zur Aufgabe, die Heterogenität der Region historiografisch abzubilden.

Die Beiträge in der ZfO werden unter den Bedingungen des double blind Peer-Review begutachtet. Die Rezensionen werden zusätzlich auf der Webseite des Herder-Instituts sowie auf den Portalen recensio.net, Clio-online sowie (in Auswahl) sehepunkte veröffentlicht.

Herausgeber Zu den ehemaligen und aktuellen Herausgebern zählen:

Literatur Heidi Hein-Kircher, Christoph Schutte: Von der Zeitschrift für Ostforschung zur Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung / Journal of East Central European Studies – eine programmatische Titeldebatte. In: Matthias E. Cichon u. a. (Hrsg.): Den Slawen auf der Spur. Festschrift für Eduard Mühle zum 65. Geburtstag (= Studien zur Ostmitteleuropaforschung. Band 55). Herder-Institut, Marburg 2022, ISBN 978-3-87969-476-1, S. 247–266.

Weblinks Homepage Onlineversion der ZfO. Volltext der (aktuellen) Ausgaben

Einzelnachweise

Kategorie:Geschichtswissenschaftliche Zeitschrift (Deutschland) Kategorie:Publikation (Osteuropawissenschaft) Kategorie:Mehrsprachige Vierteljahreszeitschrift Kategorie:Open-Access-Zeitschrift Kategorie:Ersterscheinen 1952