miniatur|Grabplatten der von Kohlrausch auf dem Herrenhäuser Friedhof

Karl Heinrich KohlrauschCornelia Roolfs: (Karl) Heinrich von Kohlrausch (ca. 1820–1899), in dies.: Der hannoversche Hof von 1814 bis 1866. Hofstaat und Hofgesellschaft ( = Quellen und Darstellungen zur Geschichte Niedersachsens, Bd. 124), hrsg. vom Historischen Verein für Niedersachsen, zugleich Dissertation 2002 an der Universität Hannover, Hannover: Verlag Hahnsche Buchhandlung, 2005, ISBN 978-3-7752-5924-8 und ISBN 3-7752-5924-4, S. 425 oder Carl Heinrich KohlrauschVergleiche , abgerufen am 22. August 2020., seit 1856: Heinrich von Kohlrausch (geboren 9. Juni 1818; gestorben 7. September 1899)Vergleiche die Inschriften auf den Grabplatten war ein Flügeladjutant Georgs V., des letzten Königs von Hannover, seit 1865 mit dem Rang eines OberstleutnantsHof- und Staatshandbuch für das Königreich Hannover auf das Jahr 1865, S. - und alle vorangegangenen seit 1852 bzw. zuletzt Oberst der hannoverschen Armee.

Leben Kohlrausch war das einzige Kind des zuletzt in Berlin als Arzt und Geheimrat wirktenden Heinrich Kohlrausch (1780–1826) und seiner Ehefrau Henriette Kohlrausch, geborene Eichmann (1785–1842). Der Vater war einige Zeit Arzt der späteren Königin Friederike von Hannover. Die Mutter war eine so enge Vertraute der Königin, dass König Ernst August später die Errichtung des Grabmals für die Freundin seiner Ehefrau übernahm.

Über Kohlrauschs Jugend und Ausbildung ist aber noch wenig berichtet. Seine militärische Laufbahn in der hannoverschen Armee begann mit der Aufnahme als Capitain (Hauptmann) etwa Ende 1851, im gleichen Jahr wird er nach dem Thronwechsel von Ernst August I. zu Georg V. mit der Vierten Klasse des Guelphen-Ordens ausgezeichnet. Zwei Jahre darauf ist er zur Kavallerie übergetreten und demnach „Rittmeister“. Schon im Hof- und Staatshandbuch von 1854 erscheint er als (rang-)jüngster Flügeladjutant von König Georg V.Gitta Kirchhefer: Ein Spaziergang über den Herrenhäuser Friedhof, Broschüre mit Fotos von Sergej Stoll und einem nummerierten Übersichtsplan, Hannover: Selbstverlag, 2012 Seit 1855 ist er Ritter des Guelphen-Ordens und auch Träger des preußischen Roten-Adler-Ordens dritter Klasse, seit 1856 führt er den Namen mit dem Adelsprädikat „von“. 1859 ist er Major und 1865 Oberstleutnant. Dass er – wohl noch 1866 – zum Oberst befördert wurde, ist durch sein Grabdenkmal auf dem Herrenhäuser Friedhof belegt.

Den 1851 und 1855 erhaltenen Auszeichnungen folgten noch: 1858: Badischer Orden vom Zähringer Löwen 3. Klasse 1858: Oldenburgischer Haus- und Verdienstorden 3. Klasse 1862: Braunschweigscher Orden Heinrichs des Löwen 3. Klasse 1864: Niederländischer Orden der Eichenkrone 2. Klasse

Auch nach der Annexion Hannovers und dem Thronverlust König Georgs scheint Kohlrausch der welfischen Familie weiter eng verbunden gewesen zu sein, wie seine nachgelassenen Papiere nahelegen (siehe unten).

Auf dem Herrenhäuser Friedhof finden sich zwei große Grabplatten für Heinrich sowie Amalie von Kohlrausch, geborene Klein (1825–1904).

Nachlass Aus der Zeit ab 1877 existiert ein Nachlass im Hauptstaatsarchiv Hannover. Er enthält die „Geschäftliche Korrespondenz um Pfandbriefe der Stockholmer Hypotheken-Versicherungs A.G. von 1887 aus dem Privat-Fonds des Prinzen Ernst August, Verwaltung des Privat-Fonds, Privatkorrespondenz (u. a. mit Friederike, Prinzessin von Hannover).“siehe Abschnitt Weblinks

Weblinks Kohlrausch, Carl Heinrich von (1818-1899) auf der Seite Zentrale Datenbank Nachlässe des Bundesarchivs

Einzelnachweise

Kategorie:Kavallerist Kategorie:Militärperson (Hannover) Kategorie:Person (Königreich Hannover) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1818 Kategorie:Gestorben 1899 Kategorie:Mann