Emil Felix (* 1875 in der Schweiz; † 1941 ebenda) war ein Schweizer Architekt, der ab 1909 (Aachen) bzw. spätestens 1922 (Köln) bis 1933 auch Büros in Deutschland unterhielt. Er trat vor allem hervor durch seine Bauten für die Zigaretten-Fabrikantenfamilie Neuerburg und die Deutsche Bank.
Leben Nach dem Studium der Architektur an der Technischen Hochschule München und der Technischen Hochschule Charlottenburg war Emil Felix zunächst städtischer Architekt in Berlin und anschließend in Lübeck. Spätestens im Jahr 1907 hielt er sich in Aachen auf, wo er einerseits als Assistent des Hochschullehrers Simon an der Technischen Hochschule Aachen arbeitete und andererseits auch dessen Privatbüro leitete. Im Jahr 1909 machte er sich dann in Aachen selbständig. Zu Beginn der 1920er-Jahre wechselt Felix nach Köln, wo er bis 1933 ein Architekturbüro führte. Zusätzlich betrieb er auch noch ein Büro in Luzern. Emil Felix war Mitglied im Bund Deutscher Architekten (BDA), im Deutschen Werkbund (DWB), im Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin und in der „Erholungs-Gesellschaft Aachen 1837“. Zu dem Aachener Kunsthistoriker Max Schmid-Burgk pflegte er eine langjährige Freundschaft.
Emil Felix schuf für seine Bauherren schlossartige Anwesen, die in ihrer Art zu einer Zeit, als das Bauhaus und das Neue Bauen Erfolge feierten, anachronistisch wirkten.
Werk 1909: Düsseldorf, Kapelle auf der Ausstellung »Christliche Kunst«Wolfram Hagspiel: Köln. Marienburg. Bauten und Architekten eines Villenvororts. 1912–1913: Aachen, Kalverbenden 87, Israelitisches Altersheim 1912–1913: Aachen, Elisabethstraße, Zentrale des Kartells der Auskunftei Bürgel GmbH 1913–1914: Aachen, Adalbertstraße 22–28, Kaufhaus Hammonia vor 1914: Aachen, Haus Direktor Ruoff vor 1914: Bernkastel, Deutsche Bank (Entwurf) vor 1914: Aachen, Friedrich-Wilhelm-Platz 15, Deutsche Bank vor 1914: Aachen, Haus des Landgerichtspräsidenten Wette vor 1914: Aachen, Grabmal der Familie Fritz Neumann um 1914: Aachen, Wilhelmstraße 93, Haus Emil Felix 1919: Köln, Altstadt-Nord, An den Dominikanern 13, Um- und Erweiterungsbau Deutsche BankJ. Schumacher: Emil Felix. 1921–1929: Köln, Altstadt-Nord, Gülichplatz 3, Haus NeuerburgDieter Klein-Meynen, Henriette Meynen, Alexander Kierdorf: Kölner Wirtschaftsarchitektur. Von der Gründerzeit bis zum Wiederaufbau. Wienand Verlag, Köln 1996, ISBN 3-87909-413-6, S. 186f. 1922: Köln, Lindenthal, Dürener Straße 230, Deutsche Bank, Depositenkasse 1922: Köln, Mülheim, Adamstraße 52–56, Umbau Deutsche Bank um 1924: Köln, Altstadt-Nord, Brückenstraße, Restaurant Fürstenberg um 1924: Bielefeld, Deutsche Bank um 1924: Bocholt, Deutsche Bank um 1924: Gütersloh, Deutsche Bank um 1924: Krefeld, Umbau und Erweiterung Deutsche Bank um 1924: Bonn, Umbau Deutsche Bank 1924–1925: Köln, Marienburg, Lindenallee 7, Villa für Heinrich Neuerburg 1924–1925: Köln, Marienburg, Lindenallee 70, Villa Anton Paul Brüning, Direktor der Deutschen Bank 1924–1925: Köln, Marienburg, Lindenallee 80, Chauffeur- und Garagenhaus zu der gegenüberliegenden Villa Lindenallee 51 des Hermann Neuerburg 1924–1925: Köln, Marienburg, Lindenallee 51, Villa Hermann Neuerburg um 1925: Soest, Umbau Deutsche Bank um 1925: Stolberg, Umbau Deutsche Bank um 1925: Altena, Umbau Deutsche Bank um 1925: Idar, Umbau Deutsche Bank 1927: Einfamilienhausentwürfe in Muralitplattenbauweise für die Vereinigten Stahlwerke 1928: Luzern, Wettbewerb für ein Konzert- und Kunsthaus, 5. Preis 1930–1932: Köln, Marienburg, Goethestraße 84, Umbau einer Villa zu Pfarrzwecken mit finanzieller Förderung des Kirchenbauvereins durch Heinrich Neuerburg.Wolfram Hagspiel: Marienburg. Ein Kölner Villenviertel und seine architektonische Entwicklung. 1931: Köln, Altstadt-Nord, Konrad-Adenauer-Ufer, Hotelplanung »Du Nord« (nicht realisiert)
Literatur Wolfram Hagspiel: Köln. Marienburg. Bauten und Architekten eines Villenvororts. (= Stadtspuren, Denkmäler in Köln, Band 8.) 2 Bände, J.P. Bachem Verlag, Köln 1996, ISBN 3-7616-1147-1, Band 2, S. 831 (Architektenverzeichnis). Wolfram Hagspiel: Marienburg. Ein Kölner Villenviertel und seine architektonische Entwicklung. (mit Fotografien von Hans-Georg Esch) J.P. Bachem Verlag, Köln 2007, ISBN 978-3-7616-2012-0. J. Schumacher: Emil Felix. (Sonderdruck aus der Zeitschrift Neue Baukunst) Maximilian Maul, Berlin o. J. (um 1927).
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