mini|hochkant|W. M. Altfater 1919 mini|Inschrift auf dem Grabmal von W. M. Altfater Wassili Michailowitsch Altfater (; wissenschaftliche Transliteration ; * in Warschau; † 20. April 1919 in Moskau) war ein russischer Konteradmiral und Oberkommandierender der Seekriegsflotte der RSFSR.

Leben mini|Grabmal von W. M. Altfater, Friedhof Nowodewitschi in Moskau Altfater, Sohn des Artilleriegenerals Michael Anton Sigismund von Altvater (1840–1918), eines Deutsch-Balten, absolvierte 1902 die Seekadettenschule in Sankt Petersburg und 1908 die Marineakademie. Während des Russisch-Japanischen Krieges nahm er an der Verteidigung Port Arthurs teil und zeichnete sich bei der Rettung der Besatzung des Linienschiffs Petropawlowsk aus. Er war von 1909 bis 1910 Flaggoffizier im Kommandostab der 1. Minendivision der Baltischen Flotte und 1913 ständiges Mitglied des temporären Seefestungsrates der Seefestung Imperator Peter der Große. Während des Ersten Weltkrieges diente er als Chef der Marineverwaltung beim Oberkommandierenden der Nordfrontarmeen. Im Oktober 1917 wurde er zum Konteradmiral befördert und trat in die Dienste der Bolschewiki. Im Februar 1918 wurde er Gehilfe des Marinestabschefs und nahm an den Friedensgesprächen von Brest-Litowsk teil. Von Mai bis Oktober 1918 war er Mitglied des Volkskommissariatskollegiums für Meeresangelegenheiten.

In der Periode des Roten Terrors sollte er als Zeuge im Prozess gegen den Kapitän Schtschastny, den Organisator des Eismarsches der Baltischen Flotte, aussagen. Altfater erschien aber nicht bei der Gerichtsverhandlung.

Er war vom 12. Oktober 1918 bis zu seinem Tod am 20. April 1919 Oberkommandierender der Seestreitkräfte der RSFSR und zugleich Mitglied des Revolutionären Kriegsrates.

Altfater starb an den Folgen eines Herzinfarktes und wurde am 24. April 1919 auf dem Nowodewitschi-Friedhof in Moskau beigesetzt.

Ehrungen Auf dem Grab Altfaters wurde ein Denkmal des Bildhauers Sergei Merkurow aufgestellt. Ein Zerstörer der Kaspischen Kriegsflottille (1922–1945) sowie Kanonenboote der Don-Asowschen Flottille (1920–1921) und der Kriegsflotte des Astrachaner Krajs wurden nach ihm benannt.

Auszeichnungen Sankt-Stanislaus-Orden 2. und 3. Klasse Orden des Heiligen Wladimir 4. Klasse Orden der Heiligen Anna 2., 3. und 4. Klasse

Literatur

Weblinks

Kategorie:Konteradmiral (sowjetische Marine) Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Russisches Kaiserreich) Kategorie:Person im Russischen Bürgerkrieg Kategorie:Träger des Ordens des Heiligen Wladimir Kategorie:Träger des Ordens der Heiligen Anna Kategorie:Person im Russisch-Japanischen Krieg Kategorie:Deutsch-Balte Kategorie:Russe Kategorie:Geboren 1883 Kategorie:Gestorben 1919 Kategorie:Mann