mini|Szene aus dem Yamaha-R6-Dunlop-Cup, Sachsenring 2012 Yamaha-Cup war eine Motorrad-Rennserie, die von Yamaha Deutschland veranstaltet wurde und vor allem der Nachwuchsförderung im Motorradsport diente.
Geschichte Allgemeines Der erste Yamaha Cup wurde 1978 ausgetragen. Er war der älteste Motorrad Markenpokal und die erfolgreichste Nachwuchsserie im deutschen Motorradrennsport. Von Anfang an wurde er im Rahmen der Deutschen bzw. der Internationalen Deutschen Meisterschaft ausgetragen. Im Laufe der Jahre änderte sich der Name mehrmals, je nach Motorrad-Modell bzw. Hauptsponsor. Frühere Namen waren beispielsweise Yamaha-Aral-Cup oder Yamaha R6-Shell-Cup. Der letzte Name lautete seit 2004 Yamaha-R6-Dunlop-Cup.
Eine der vorrangigen Zielsetzungen war Chancengleichheit, welche durch identisches Material bei vergleichsweise günstigen Kosten umgesetzt werden sollte. Veränderungen am Motor waren unzulässig. Viele später international erfolgreiche Fahrer, wie Martin Wimmer, Dirk Raudies, Jörg Teuchert, oder Kenan Sofuoğlu sammelten seit 1978 hier ihre ersten Siege.
Die Saison 2013 war für eine DMSB-B-Lizenz ausgeschrieben und wurde mit Yamaha-YZF-R-6-Modellen gefahren. Das Modell 2013 hatte einen Vierzylinder-Reihen-Viertaktmotor mit 600 cm³ bei 91 kW (123,7 PS) Leistung. Die Teilnehmer mussten mindestens das 18. Lebensjahr vollendet haben, Ausnahmeregelungen waren möglich. 2013 kostete das Cup-Paket 16.860 Euro inklusive Motorrad, Race-Kit, Fahrer- und Teambekleidung, Schmier- und Pflegemitteln sowie allen Nenngeldern. Es wurde mit Dunlop-Einheitsreifen GP Racer D 211gefahren. Das Design war ebenfalls einheitlich, wahlweise in Weiß, Blau oder Schwarz. Der jeweilige Tabellenführer fuhr mit einer gelben Verkleidung.
Am 19. Januar 2018 gab Yamaha Deutschland bekannt, dass der Yamaha-Cup eingestellt wird.
Motorräder Angebots- und marketingtechnisch bedingt wurden die Rennen im Laufe der Jahre auf verschiedenen Yamaha-Modellen ausgetragen. ab 1978 – XS 400 bzw. RD 350 ab 1987 – TZR 250 ab 1991 – FZR 600 ab 1994 – FZR 600R ab 1996 – YZF 600 R Thundercat ab 1999 – YZF-R 6
Siegerliste Jahr Meister Motorrad 1978 Yamaha XS 400 1979 Reinhard Scheuerlein Yamaha XS 400 1980 Franz Schwarz Yamaha XS 400 1981 Albrecht Ulmer Yamaha XS 400 1981 Manfred Hemmerlein Yamaha RD 350 1982 Jürgen Braun Yamaha XS 400 1982 Wilhelm Mayer Yamaha RD 350 1983 Roland Busch Yamaha RD 350 1984 Alfred Mannweiler Yamaha RD 350 1985 Rainer Prinz Yamaha RD 350 1986 Sönke Huusmann Yamaha RD 350 1987 Bernd Herrmann Yamaha TZR 250 1988 Yamaha TZR 250 1989 Kai Schlieper Yamaha TZR 250 1990 Peter Teudeloff-Krahnen Yamaha TZR 250 1991 Oliver Wrede Yamaha FZR 600 1992 Reinhard Krächter Yamaha FZR 600 1993 Patrick Gelbarth Yamaha FZR 600 1994 Johann Pröls Yamaha FZR 600 R 1995 Holger Röckl Yamaha FZR 600 R 1996 Andreas Benitz Yamaha YZF 600 Thundercat 1997 Yamaha YZF 600 Thundercat 1998 Roger Maher Yamaha YZF 600 Thundercat 1999 Dirk Fritz Yamaha YZF-R6 2000 Yamaha YZF-R6 2001 Andreas Heese Yamaha YZF-R6 2002 Yamaha YZF-R6 2003 Yamaha YZF-R6 2004 Peter Ungemach Yamaha YZF-R6 2005 Yamaha YZF-R6 2006 Yamaha YZF-R6 2007 Yamaha YZF-R6 2008 Yamaha YZF-R6 2009 Yamaha YZF-R6 2010 Yamaha YZF-R6 2011 Yamaha YZF-R6 2012 Yamaha YZF-R6 2013 Dominik Engelen Yamaha YZF-R6 2014 Yamaha YZF-R6 2015 Yamaha YZF-R6 2016 Yamaha YZF-R6 2017 Marc Zellhöfer Yamaha YZF-R6
Trivia 1997 wurde Rico Penzkofer mit 103 Punkten Vorsprung Meister. 2003 wurde Thomas Wendel ohne einen einzigen Sieg Meister. 2014 gewann Lukas Trautmann alle Rennen.
Weblinks Offizielle Website des Yamaha-R6-Dunlop-Cups Yamaha-Cup-Reglement (PDF-Datei; 245 kB)
Siehe auch MZ-Cup (im ältesten in Deutschland aktiv ausgetragene Motorradmarken und -typenpokal wird seit 1997 ausschließlich mit Motoren der Yamaha XTZ 660 Ténéré gefahren).
Einzelnachweise
Kategorie:Motorrad-Rennserie Kategorie:Motorsportwettbewerb in Deutschland