mini|Start zum Einzelzeitfahren bei der WM 2024 in Zürich mini|Küng bei der Tour de France 2024, Abfahrt vom Tourmalet mini|Stefan Küng (Paris–Roubaix 2023) mini|Küng als Europameister in der Einerverfolgung auf der Bahn (2015) mini|Stefan Küng bei den Schweizer Meisterschaften 2013
Stefan Küng (* 16. November 1993 in Wil) ist ein schweizerisch-liechtensteinischer Radrennfahrer, der auf Bahn und Strasse aktiv ist.
Karriere 2008 erreichte Stefan Küng seinen ersten grossen internationalen Erfolg, als er bei den Strassen-Europameisterschaften der Junioren in Ankara den achten Platz im Einzelzeitfahren belegte. Im Jahr darauf gewann er die Berner Rundfahrt in der Klasse U19. 2011 wurde er gemeinsam mit Théry Schir Junioren-Europameister im Zweier-Mannschaftsfahren und zudem zweifacher Schweizer Junioren-Meister im Einzelzeitfahren auf der Strasse sowie im Omnium auf der Bahn. Im selben Jahr belegte er bei den Spielen der kleinen Staaten von Europa, bei denen Küng für Liechtenstein startete, jeweils Platz zwei im Strassenrennen, hinter Bob Jungels aus Luxemburg, mit dem Team in der Mannschaftswertung sowie im Einzelzeitfahren, ebenfalls hinter Jungels.Stefan Küng hat eine doppelte Staatsbürgerschaft. arlberg-giro.com (PDF; 353 kB). Im selben Jahr gewann er den Lauf des UIV-Cups beim Zürcher Sechstagerennen.
Seit 2013 startete Küng in der Elite; beim Lauf des Bahnrad-Weltcups 2012/13 in Aguascalientes belegte er mit Tom Bohli, Silvan Dillier und Loïc Perizzolo in der Mannschaftsverfolgung Rang zwei. Bei den Spielen der kleinen Staaten von Europa 2013 gewann er die Goldmedaille im Einzelzeitfahren.
2014 errang Stefan Küng zunächst zwei Medaillen bei den Bahn-Weltmeisterschaften der Elite. Später im Jahr wurde er dreifacher U23-Europameister, auf der Strasse im Strassenrennen sowie im Einzelzeitfahren und auf der Bahn in der Einerverfolgung. Bei seiner ersten Teilnahme an einer grossen Rundfahrt stürzte er in der zwölften Etappe des Giro d’Italia 2015 schwer und brach sich einen Brustwirbel. Bei den anschliessenden Strassenweltmeisterschaften 2015 wurde er mit seinem BMC Racing Team Weltmeister im Mannschaftszeitfahren und anschliessend bei den Bahn-Europameisterschaften im schweizerischen Grenchen Europameister in der Einerverfolgung.
Im Dezember 2015 erkrankte Küng am Pfeiffer’schen Drüsenfieber, so dass er auf einen Start bei den Bahnradsport-Weltmeisterschaften 2016 in London verzichten musste. Während des Prologs zum Giro d’Italia stürzte er und wenig später erneut bei den Schweizer Meisterschaften im Einzelzeitfahren, brach sich ein Schlüsselbein und das linke Becken. Diese Verletzungen verhinderten einen Start bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro. Küng selbst sprach von einem «verhexten Jahr», auch wenn er im September bei den Strassenweltmeisterschaften gemeinsam mit seinem Team von BMC Vize-Weltmeister wurde.
2018 brach sich Stefan Küng bei einem Sturz während des Rennens Paris–Roubaix den Kiefer, weshalb er auf einen Start bei der heimischen Tour de Romandie verzichten musste. Bei den Strassen-Weltmeisterschaften 2019 belegte er im Straßenrennen Platz drei, und im Jahr darauf wurde er Europameister im Einzelzeitfahren und belegte bei den Weltmeisterschaften erneut einen dritten Platz, dieses Mal im Einzelzeitfahren. Auch 2021 liess sich Küng im italienischen Trient zum Europameister im Einzelzeitfahren küren.
Bei der Tour de Suisse 2022 zeigte Küng auch in den anspruchsvollen Bergetappen eine konstant starke Leistung und belegte zum Schluss den fünften Rang im Gesamtklassement. Im selben Jahr gewann er die Tour Poitou-Charentes en Nouvelle-Aquitaine, den Chrono des Nations und wurde Weltmeister in der Mixed-Staffel. Bei den Weltmeisterschaften und den Europameisterschaften jeweils die Silbermedaille im Einzelzeitfahren. 2023 wurde er mit der Schweizer Mannschaft erneut Weltmeister in der Mixed-Staffel.
Zur Saison 2026 wechselte Küng zum Tudor Pro Cycling Team. Im Frühjahr 2026 stürzte er beim Omloop Het Nieuwsblad und brach sich den linken Oberschenkel. Sein Comeback feierte er im Ende Juni 2026 bei den Schweizer Straßenradsport-Meisterschaften, wo er den 4. Platz im Einzelzeitfahren und den 10. Platz im Straßenrennen belegen konnte. Bei der Polen-Rundfahrt gewann er das abschließende Einzelzeitfahren.
Zweimal vertrat Küng die Schweiz bei Olympischen Spielen. 2021 kam er im Einzelzeitfahren auf den vierten Platz und schloss das Strassenrennen auf dem 40. Rang ab. 2024 erreichte er in beiden Wettbewerben die besten Zehn, mit dem achten bzw. siebten Platz.
Auszeichnungen Mitglied der Schweizer «Radsport-Mannschaft des Jahres» (2014), gemeinsam mit Frank Pasche, Loïc Perizzolo, Théry Schir und Cyrille Thièry
Erfolge Strasse
2011 20px Schweizer Meister (Junioren) – Einzelzeitfahren
2013 Giro del Belvedere 20px Schweizer Meister (U23) – Einzelzeitfahren
2014 Gesamtwertung und Prolog Tour de Normandie Flèche Ardennaise 20px Strassenradsport-Europameisterschaften – Einzelzeitfahren (U23) 20px Strassen-Europameisterschaften – Strassenrennen (U23) Strassen-Weltmeisterschaften – Einzelzeitfahren (U23)
2015 Volta Limburg Classic eine Etappe Tour de Romandie 20px Weltmeister – Mannschaftszeitfahren
2016 Mannschaftszeitfahren Eneco Tour Weltmeisterschaft – Mannschaftszeitfahren
2017 Mannschaftszeitfahren Valencia-Rundfahrt Mannschaftszeitfahren Tirreno–Adriatico eine Etappe und Punktewertung Tour de Romandie 20px Schweizer Meister – Einzelzeitfahren eine Etappe BinckBank Tour Weltmeisterschaft – Mannschaftszeitfahren
2018 Mannschaftszeitfahren Valencia-Rundfahrt Mannschaftszeitfahren Tirreno–Adriatico eine Etappe und Mannschaftszeitfahren Tour de Suisse 20px Schweizer Meister – Einzelzeitfahren Mannschaftszeitfahren Tour de France eine Etappe BinckBank Tour Weltmeisterschaft – Mannschaftszeitfahren
2019 eine Etappe Algarve-Rundfahrt eine Etappe Tour de Romandie 20px Schweizer Meister – Einzelzeitfahren Tour du Doubs eine Etappe Slowakei-Rundfahrt Weltmeisterschaft – Straßenrennen
2020 20px Schweizer Meister – Einzelzeitfahren, Strassenrennen Europameister – Einzelzeitfahren Weltmeisterschaft – Einzelzeitfahren
2021 Gesamtwertung und eine Etappe Valencia-Rundfahrt eine Etappe Tour de Suisse 20px Schweizer Meister – Einzelzeitfahren Europameister – Einzelzeitfahren Chrono des Nations
2022 Gesamtwertung und eine Etappe Tour Poitou-Charentes en Nouvelle-Aquitaine Europameisterschaft – Einzelzeitfahren Weltmeisterschaft – Einzelzeitfahren Weltmeister – Mixed-Staffel Chrono des Nations
2023 eine Etappe Volta ao Algarve eine Etappe Tour de Suisse Weltmeister – Mixed-Staffel
2024 20px Schweizer Meister – Einzelzeitfahren eine Etappe Vuelta a España Europameisterschaften – Einzelzeitfahren Chrono des Nations
2025 Weltmeisterschaften – Mixed-Staffel Europameisterschaften – Mixed-Staffel
2026 eine Etappe Polen-Rundfahrt eine Etappe Vuelta a España Weltmeisterschaften – Mixed-Staffel
Bahn 2011 Europameister (Junioren) – Madison mit Théry Schir 20px Schweizer Meister (Junioren) – Omnium
2013 U23-Europameister – Einerverfolgung, Mannschaftsverfolgung mit Tom Bohli, Frank Pasche und Théry Schir U23-Europameisterschaft – Madison mit Théry Schir 20px Schweizer Meister – Einerverfolgung
2014 Weltmeisterschaft – Einerverfolgung Weltmeisterschaft – Madison mit Théry Schir U23-Europameisterschaft – Einerverfolgung, Mannschaftsverfolgung mit Tom Bohli, Frank Pasche und Théry Schir
2015 20px Weltmeister – Einerverfolgung 20px Schweizer Meister – Einerverfolgung 20px Schweizer Meister – Punktefahren 20px Schweizer Meister – Zweier-Mannschaftsfahren (mit Théry Schir) Europameister – Einerverfolgung
Wichtige Platzierungen
Weblinks
Offizielle Website
Einzelnachweise und Anmerkungen
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