mini|250px|Die Wernquelle.

Pfersdorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Poppenhausen im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt in Bayern. Die Gemarkung Pfersdorf hat eine Fläche von 8,383 km². Sie ist in 1372 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 6109,91 m² haben.

Geographische Lage Das Pfarrdorf Pfersdorf liegt nördlich von Poppenhausen. Nördlich von Pfersdorf hat die Wern ihren Ursprung. Westlich von Pfersdorf verlaufen in Nord-Süd-Richtung die Bundesstraße 286 (als Teilstück der B 19) sowie die Bundesautobahn 71 mit der nahe gelegenen Anschlussstelle 28 Bad Kissingen/Oerlenbach. Die durch den Ort verlaufende Kreisstraße SW 19 mündet westwärts in die B 286 und führt ostwärts nach Holzhausen, einem Gemeindeteil von Dittelbrunn.

Geschichte Funde von Steinbeilen belegen eine Besiedlung bereits in der Jungsteinzeit. In der Gemarkung „Osterhart“ befindet sich ein Gräberfeld mit 16 Gräbern aus der Hallstattzeit.

Die erste bekannte urkundliche Erwähnung von Pfersdorf selbst erfolgte im Jahr 763 im Zusammenhang mit einer Schenkung an das Kloster Fulda. Für das 8. und 9. Jahrhundert sind weitere Schenkungen bekannt.

Der Name des Ortes lautete in der diesbezüglichen Urkunde „Hengistdorpfe“ und entwickelte sich im Lauf der Zeit zu „Heingestrofe“, „Hengestorf“, „Hengesdorf“, „Phersdorf“ (1307), „Pfersdorf“, „Pferdisdorf“, „Pherdisdorf“ (1317) und „Pfersdorf“ (ab 1335). Der Namensbestandteil „Hengst“ bezieht sich hierbei auf eine Person namens Hengist, dessen Familie demnach im Besitz des Ortes war.

Ab etwa 1470 wurde das zum Amt Ebenhausen gehörende Pfersdorf von Würzburg aus regiert.

Weitere Verwüstungen und Unruhen erfuhr der Ort im Zweiten Markgrafenkrieg (1552–1555).

Die Unruhen des Dreißigjährigen Krieges forderten viele Todesopfer in Pfersdorf. Die Kirche wurde schwer beschädigt; Pfarrhaus, Schule und Rathaus wurden vollständig zerstört. Nach Ende des Krieges entstand im Jahr 1648 ein neues Rathaus.

Im Juli 1796 wurde Pfersdorf im Rahmen des Ersten Koalitionskrieges von französischen Truppen überfallen; auch die Kirche wurde geplündert. Im August 1796 zogen sich die französischen Soldaten zurück.

Am 1. Juli 1971 wurde Pfersdorf im Rahmen der Gebietsreform in Bayern zu einem Gemeindeteil von Poppenhausen.

Weblinks

Pfersdorf auf poppenhausen.de Chronik: 1200 Jahre Pfersdorf (PDF; 1,4 MB)

Einzelnachweise

Kategorie:Poppenhausen (Unterfranken) Kategorie:Ort im Landkreis Schweinfurt Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Schweinfurt) Kategorie:Ersterwähnung 763 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Schweinfurt