Todtenhaus (oberfränkisch: Duhdn-hausE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 201. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „dūdnhaus“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Thurnau im oberfränkischen Landkreis Kulmbach in Bayern. Todtenhaus liegt in der Gemarkung Thurnau.
Geographie Die Einöde bildet mit Eckersdorf und Thurnau im Süden eine geschlossene Siedlung und ist als Haus Nr. 9 in der Kulmbacher Straße (=Staatsstraße 2689) aufgegangen. Todtenhaus liegt am Fuße der Höhe (). Dort ist ein Nadelbaum als Naturdenkmal ausgezeichnet. Südlich des Ortes fließt der Weiherbach, der in der Nähe als linker Zufluss in den Aubach mündet.
Geschichte Der Ort wurde 1798/99 als „Totengräbers Wohnung“ erstmals schriftlich erwähnt.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 150. Das Hochgericht sowie die Grundherrschaft übte das Giech’sche Amt Thurnau aus.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 643f.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Patrimonialgericht Thurnau. Mit dem Gemeindeedikt wurde Todtenhaus 1811 dem Steuerdistrikt Thurnau und 1818 der Munizipalgemeinde Thurnau zugewiesen.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 774f.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 3 3 6 5 7 10 5 7 6HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 3 1 1 1 1 1Quelle
Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Laurentius (Thurnau) gepfarrt.
Literatur
Thomas Münch: Der Markt Thurnau mit seinen Ortsteilen. Geiger, Horb am Neckar 1993, ISBN 3-89264-785-2
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Thurnau Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ersterwähnung 1798