Kreimbach-Kaulbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein an.

Geographie Die Ortsgemeinde liegt an der Lauter südöstlich des Königsbergs im Nordpfälzer Bergland. Zur Gemeinde gehören neben den beiden namensgebenden Ortsteilen auch die Wohnplätze Fabrik Schmeißbacher Mühle, Wallackerhof und Winterbach.

Geschichte Kreimbach wurde 1309 erstmals urkundlich erwähnt, Kaulbach im Jahr 1437. Die Orte gehörten zur Kurpfalz.

Am 7. Juni 1969 wurde die Gemeinde Kreimbach-Kaulbach aus den bis dahin eigenständigen Gemeinden Kreimbach und Kaulbach neu gebildet.

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Kreimbach-Kaulbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Bei der Wahl im Jahre 2009 wurden die Ratsmitglieder in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt, da mehrere Wahlvorschlagslisten eingereicht wurden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat: Wahl SPD WG 1 WG 2 Gesamt 2024 per Mehrheitswahl (WGS) 12 Sitze 2019 per Mehrheitswahl 12 SitzeDer Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen. 2014 per Mehrheitswahl 12 Sitze 2009 2 8 2 12 Sitze 2004 per Mehrheitswahl 12 Sitze

Bürgermeister Thorsten Sauer wurde am 2. Oktober 2024 Ortsbürgermeister von Kreimbach-Kaulbach. Da bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 kein gültiger Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die Neuwahl des Bürgermeisters gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat, der sich mehrheitlich für Thorsten Sauer entschied.

Sein Vorgänger Werner Gillmann hatte das Amt Ende September 2019 übernommen. Bei der Wiederholungswahl am 8. September 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 69,4 % für fünf Jahre gewählt worden. Diese Abstimmung war notwendig geworden, weil bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 der bisherige Amtsinhaber und einzige Kandidat Karl Barthel keine ausreichende Mehrheit für eine Wiederwahl erreicht hatte.

Verkehr Durch Kreimbach-Kaulbach führt die Bundesstraße 270. Im Ort gibt es einen Haltepunkt der Lautertalbahn.

Wallfahrtsstätte Der Ortsteil Kaulbach zählt zu den offiziellen Pilgerstätten des zuständigen Bistums Speyer. Auf dem dortigen Kapellenberg (Kapellenweg) stiftete 1875 der langjährige Wolfsteiner Pfarrer Philipp Hammer, der auch religiöser Schriftsteller war, aus den Tantiemen seiner Bücher die Kirche Maria Hilf und begründete eine Wallfahrt. Dekan Hammer, seinerzeit ein deutschlandweit bekannter Redner auf katholischen Großveranstaltungen (Katholikentagen etc.), liegt bei der Kapelle begraben. Zu seinen Lebzeiten kam dorthin öfter auch sein Studienfreund, der Trierer Bischof Felix Korum, um zu predigen bzw. Gottesdienste zu halten.

Persönlichkeiten Ehrenbürger der Gemeinde Ernst Christmann (1885–1974), Lehrer, Volkskundler, Namenforscher und Mundartdichter Klaus Pfleger (1925–2003), langjähriger Ortsbürgermeister von 1969 bis 1989

Söhne und Töchter der Gemeinde Ernst Christmann (1885–1974), Lehrer, Volkskundler, Namenforscher und Mundartdichter, Autor des Pfälzischen Wörterbuches

Personen, die mit Kreimbach-Kaulbach verbunden sind Philipp Hammer (1837–1901), Geistlicher, Erbauer der Herz-Mariä-Wallfahrtskirche „Maria Hilf“ zu Kaulbach und Stifter einer Wallfahrt daselbst

Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Kreimbach-Kaulbach Heidenburg (Kreimbach-Kaulbach)

Weblinks

Ortsgemeinde Kreimbach-Kaulbach auf den Seiten der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein Kreimbach-Kaulbach bei regionalgeschichte.net

Einzelnachweise

Kategorie:Gemeindegründung 1969