Zacharias Grape (der Jüngere) (* 6. Oktober 1671 in Rostock; † 11. Februar 1713 ebenda) war Professor der Physik und Metaphysik sowie der Theologie an der Universität Rostock.

Ausbildung und Studium Zacharias Grape, Sohn des Rostocker Professoren Zacharias Grape des Älteren, besuchte in seiner Geburts- und Heimatstadt die Stadtschule, ehe er im Herbst 1689 die Universität Rostock bezog.Siehe dazu den Eintrag der Immatrikulation von Zacharias Grape im Rostocker Matrikelportal Von 1690 bis 1692 setzte er sein Studium in Greifswald fort. Ende des Jahres 1694 wurde Grape dort zum Magister artium promoviert.Vgl. Paul Falkenberg: Die Professoren der Universität Rostock von 1600 bis 1900. Manuskript um 1900, S. 170.

Akademische Laufbahn Ermöglicht durch ein Stipendium der Schabbelstiftung, ging Grape noch im selben Jahr nach Wittenberg und im Jahr darauf nach Leipzig, wo er laut Falkenberg Vorlesungen hielt. 1696 kehrte Grape nach Rostock zurück und wurde in die Philosophische Fakultät aufgenommen.Siehe dazu den Eintrag der Rezeption von Zacharias Grape im Rostocker Matrikelportal

Im April 1698 ernannte der Rat der Stadt Rostock Grape als Nachfolger von Joachim Lindemann (1662–1698) zum ordentlichen Professor für Physik und Metaphysik.Siehe dazu auch den Eintrag von Joachim Lindemann im Catalogus Professorum Rostochiensium

Kaum ein Jahr später übernahm Grape das Amt des Archidiakons an der Rostocker St. Jakobikirche. Sein Vorgänger in diesem Amt war Samuel Starck.

Am 20. September 1701 wurde Zacharias Grape in Rostock zum Dr. theol. promoviert. Drei Jahre später, im September 1704, folgte die Ernennung zum ordentlichen Professor für Theologie durch den Rat der Stadt Rostock – Digitalisat in der Digitalen Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern. Grape übernahm damit die seit 1697 vakante Stelle von Franz Wolff. Im Jahre 1707 lehnte Grape einen Ruf an die Universität Greifswald ab.

Die ihm Anfang Februar des Jahres 1713 angetragene fürstliche Professor der Theologie sowie die Ämter als Konsistorialrat und Superintendent konnte er nicht mehr antreten, da er am 11. Februar 1713 verstarb.Vgl. Paul Falkenberg: Die Professoren der Universität Rostock von 1600 bis 1900. Manuskript um 1900, S. 170.

Familie Zacharias Grape war zweimal verheiratet. Die erste Ehe schloss er mit Catherina Sophie Quistorp, der Tochter von Johann Nicolaus Quistorp, die aber bereits 1706 verstarb. In zweiter Ehe war Grape mit Cornelia Magdalena Botsack, Tochter des Kopenhagener Professors Bartholomäus Botsack, verheiratet.

Literatur Paul Falkenberg: Die Professoren der Universität Rostock von 1600 bis 1900. Manuskript um 1900 Etwas von gelehrten Rostockschen Sachen. 1737 Johann Bernhard Krey: Beiträge zur mecklenburgischen Kirchen- und Gelehrtengeschichte. Erster Band. Rostock, 1818. (Digitalisat) Johann Bernhard Krey: Die Rostockschen Theologen seit 1523. Rostock 1817. (Digitalisat)

Weblinks

Zacharias Grape (der Jüngere) im Rostocker Matrikelportal

Einzelnachweise

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