Paradies: Hoffnung ist ein Film des österreichischen Regisseurs Ulrich Seidl aus dem Jahr 2013. Er handelt von einer pummeligen 13-Jährigen, die in den Sommerferien ein Diätcamp besucht und sich das erste Mal verliebt. Der Film ist der letzte Teil von Seidls Paradies-Trilogie. Seine Premiere hatte er im Wettbewerb der 63. Berlinale.

Handlung Während Melanies Mutter ihren Urlaub in Kenia verbringt, besucht das übergewichtige Mädchen ein Diätcamp im österreichischen Wechselgebirge. Der Alltag im Camp ist von sportlichem Drill, rationierten Mahlzeiten und Ernährungsberatung geprägt. Abseits der Augen des Aufsichtspersonals werden pubertäre Probleme diskutiert, die ersten Zigaretten geraucht und nächtliche Raubzüge in die Küche durchgeführt.

Schließlich verliebt sich Melanie auch noch in den rund vierzig Jahre älteren Arzt und Leiter des Camps. Der Arzt ist hin- und hergerissen, zwischen der Pflicht zur professionellen Distanz, die er einhalten muss, und seinen Emotionen, die gegen seinen Willen immer stärker werden. Am Ende zwingt er sich dazu, Melanie ein „Kontakt-Verbot“ zu erteilen. Den Rest des Aufenthaltes darf sie nicht mehr mit ihm reden oder sich ihm nähern.

Produktion, Hintergrundinformationen Das Paradies-Projekt sollte ursprünglich nur einen Spielfilm mit drei Handlungssträngen umfassen. Erst im Laufe der Postproduktion entschied sich Seidl, die Geschichten auf drei Filme aufzuteilen. Die Titel der Filme erinnern sowohl an die drei theologischen Tugenden als auch an das Drama Glaube Liebe Hoffnung von Ödön von Horváth. In einem Interview verweist Seidl zumindest darauf, dass letzterer ihn in seiner Jugend sehr begeistert hat.Regisseur Ulrich Seidl im Interview zur Paradies-Trilogie In: KulturFalter, 13. März 2013. Abgerufen am 30. September 2024.

Der Film hatte seine Premiere am 8. Februar 2013 im Rahmen des Wettbewerbs der Internationalen Filmfestspiele Berlin.Paradies: Hoffnung im Wettbewerb der Berlinale auf berlinale.de, abgerufen am 10. Februar 2013 Im Jahr zuvor waren bereits Paradies: Liebe im Wettbewerb von Cannes und Paradies: Glaube im Wettbewerb von Venedig gezeigt worden. Das Kunststück, innerhalb von weniger als 12 Monaten mit drei unterschiedlichen Filmen auf den drei bedeutendsten A-Festivals der Welt vertreten zu sein, war bis dahin nur Krzysztof Kieślowski mit seiner Drei-Farben-Trilogie gelungen.

Kritiken

Weblinks

Offizielle Website zur Paradies-Trilogie im Webarchiv

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2013 Kategorie:Österreichischer Film Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Französischer Film Kategorie:Filmdrama Kategorie:Ulrich Seidl