Die ICE Young Stars League (bis 2020 Erste Bank Young Stars League) war zwischen 2013 und 2022 die höchste Nachwuchsliga im österreichischen Eishockey. Sie war ein gemeinsames Projekt der an der ICE Hockey League (ehemals Erste Bank Eishockey Liga) beteiligten Mannschaften. Wie diese war es eine international besetzte Meisterschaft mit Clubs aus Österreich, Slowenien, Ungarn und Tschechien und ersetzte die bis dahin ausgetragene nationale U20-Meisterschaft des österreichischen Eishockeyverbandes. 2022 entschied der österreichische Eishockeyverband, alle Nachwuchsmeisterschaften wieder selbst auszutragen, einzige Ausnahme blieb die ehemalige ICE Junior League, die als U18-International-Meisterschaft in Zusammenarbeit mit dem ungarischen Verband ausgetragen wurde.
Geschichte Die Erste Bank Young Stars League war ein direktes Resultat der verstärkten Bemühungen um die Nachwuchsförderung seitens der EBEL-Clubs. Die Mannschaften der Liga hatten in den Jahren zuvor bereits Farmteams in den niedrigeren Leistungsstufen ins Rennen geschickt, jedoch waren die Ergebnisse größtenteils durchwachsen. Zu Jahresbeginn 2012 wurden erstmals Überlegungen angestellt, eine eigene Liga ins Leben zu rufen, die rasch konkretisiert wurdenBericht auf www.hockeyfans.at vom 6. April 2012, Das Tauziehen um die Junior-EBEL, ; die EBYSL nahm bereits zur nächsten Spielzeit den Betrieb auf.Die Youngsters spielen auch international, Bericht auf www.hockeyfans.at vom 28. August 2012 Im Jahr darauf wurde auch eine eigene U18-Liga etabliert – die Erste Bank Juniors League (EBJL).
Aufgrund der Teilnahme ausländischer Clubs wurden neben den EBYSL-Playoffs auch Playoffs um die österreichische Staatsmeisterschaft ausgetragen.
Ab 2020 wurde die U20-Spielklasse eine rein österreichische Liga, da sich die Nachwuchsförderung anschließend auf den U18-Bereich (ICEJL) und die Alps Hockey League konzentrierte. In der Saison 2021/22 waren zudem Spiele gegen ausländische Mannschaften vorgesehen (U20 International), die jedoch aufgrund von COVID19-Beschränkungen nicht ausgetragen wurden.
Teilnehmerfeld Für alle Clubs der EBEL war die Teilnahme verpflichtend. Lediglich der Dornbirner EC und der HC Bozen erhielten in der ersten Spielzeit mit Rücksicht auf den Kaderaufbau für die EBEL eine Ausnahmeerlaubnis, keine Mannschaft stellen zu müssen. Der EC Red Bull Salzburg gründete mit dem Zweitliga-Club EK Zell am See eine Spielgemeinschaft, da die Organisation mit ihren Nachwuchsteams parallel auch in vielen internationalen Bewerben (unter anderem in Tschechien) aktiv ist.
Die Lower Austria Stars waren in der Premierensaison mit zwei Mannschaften vertreten. Bei dem Team handelt es sich um die Kampfmannschaft der in St. Pölten ansässigen Okanagan Hockey Academy Europe, die auch Akademie-Status besitzt. Sie ist ein 2008 gegründeter Ableger der Okanagan Hockey School aus Penticton (British Columbia, Kanada), die 1963 ins Leben gerufen wurde.
Bei den ausländischen Teams war zu Beginn mit der HD mladi Jesenice ebenfalls eine Mannschaft vertreten, die kein Pendant in der EBEL besaß. Der HK Jesenice stellte im Sommer 2012 aus finanziellen Gründen seinen Spielbetrieb ein. Die EBYSL-Mannschaft war ein unabhängiger Verein, der ursprünglich als reiner Nachwuchsverein gegründet wurde und für den Neuaufbau des traditionsreichen slowenischen Eishockeystandortes dienen sollte; die Mannschaft bestritt jedoch nur eine Saison.
Neu hinzu kamen stattdessen für die Spielzeit 2013/14 zwei weitere ungarische Teams.
Mannschaften MannschaftNationStandortAnmerkungen EC Red Bull Salzburg Österreich Salzburg, Salzburg, Österreich EC VSV Österreich Villach, Kärnten, Österreich Vienna Capitals Österreich Wien, Österreich EHC Linz Österreich Linz, Oberösterreich, Österreich HC Innsbruck Österreich Innsbruck, Tirol, Österreich LLZ Süd/Graz 99ers Österreich Graz, Steiermark, Österreich Spielgemeinschaft des EC Graz 99ers und des Landesleistungszentrums Süd Okanagan HC Europe Österreich St. Pölten, Niederösterreich, Österreich Eishockeyakademie SAPA Fehérvár AV19 Ungarn Székesfehérvár, Ungarn Vasas HC Ungarn Budapest, Ungarn MAC Budapest Ungarn Budapest, Ungarn KMH Budapest Ungarn Budapest, Ungarn Újpesti TE Ungarn Budapest, Ungarn ab Saison 2017/18 wieder dabei Győri ETO HC Ungarn Győr, Ungarn ab Saison 2017/18 neu dabei SPG Debrecen-Miskolce Select Ungarn Debrecen&Miskolc, Ungarn Spielgemeinschaft der 2 MOL-Vereine HK Slavija Ljubljana Slowenien Ljubljana, Slowenien HD mladi Jesenice Slowenien Jesenice, Slowenien ab Saison 2017/18 wieder dabei Orli Znojmo Tschechien Znojmo, Tschechien EC KAC Österreich Klagenfurt, Kärnten, Österreich bis 2015/16 KHL Medveščak Zagreb Kroatien Zagreb, Kroatien bis 2016/17 HK Olimpija Slowenien Ljubljana, Slowenien bis 2016/17 HK Triglav Kranj Slowenien Kranj, Slowenien bis 2016/17
Meistertafel mini|Meisterkader von Fehérvár AV19 (2013) Saison Meister Österreichischer U20-Meister 2012/13 Fehérvár AV19 LLZ Süd/Graz 99ers 2013/14 HK Olimpija Ljubljana EC KAC 2014/15 Fehérvár AV19 EHC Linz 2015/16 EC Red Bull Salzburg EC Red Bull Salzburg 2016/17 Vienna Capitals Vienna Capitals 2017/18 Fehérvár AV19 EC VSV 2018/19 Fehérvár AV19 EC VSV 2019/20 MAC Budapest Abbruch der Playoffs 2020/21 EC Red Bull Salzburg EC Red Bull Salzburg 2021/22 EC Red Bull Salzburg EC Red Bull Salzburg
Einzelnachweise
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