Iporã ist ein brasilianisches Munizip im Nordwesten des Bundesstaats Paraná. Es hat 15.746 Einwohner (2022), die sich Iporãenser nennen. Seine Fläche beträgt 648 km². Es liegt 373 Meter über dem Meeresspiegel.
Etymologie Der Name kommt aus dem Tupi-Guaraní. Er bedeutet Schöner Bach und bringt die Qualität der Bäche und Flüsse in dieser Gegend zum Ausdruck: y = Wasser, Bach, Fluss und porã = schön.
Geschichte
Besiedlung Die Immobiliengesellschaft Noroeste do Paraná Limitada, spätere SinopTerras Ltda. der Kolonisatoren Enio Pipino und João Pedro Moreira de Carvalho plante und erschloss die Gleba Atlântida, wo sich heute der Hauptort des Munizips befindet.
Die ersten Pioniere waren Toshio Uchiyama, Francisco Vieira Marques, Rodolfo und Augusto Hering, José Aparecido de Oliveira, Arlindo Pereira da Silva, Waldomiro Vieira Marques und Augusto Rodrigues Gonçalves.
Erhebung zum Munizip Iporã wurde durch das Staatsgesetz Nr. 4245 vom 25. Juli 1960 aus Cruzeiro do Oeste ausgegliedert und in den Rang eines Munizips erhoben. Es wurde am 15. November 1961 als Munizip installiert.
Geografie
Fläche und Lage Iporã liegt auf dem Terceiro Planalto Paranaense (der Dritten oder Guarapuava-Hochebene von Paraná). Seine Fläche beträgt 648 km². Es liegt auf einer Höhe von 373 Metern.
Geologie und Böden Die Böden bestehen aus Caiuá-Sandstein (Arenito Caiuá). Es ist sandiges Land, das bis zur Besiedlung mit tropischem Urwald bedeckt war. Es ist weniger fruchtbar als die weiter östlich anzutreffenden Gebiete mit Terra-Roxa-Böden.
Vegetation Das Biom von Iporã ist Mata Atlântica.
Klima Das Klima ist tropisch. Es werden hohe Niederschlagsmengen verzeichnet (1606 mm pro Jahr). Die Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger lautet Af. Im Jahresdurchschnitt liegt die Temperatur bei 22,8 °C.
Gewässer Iporã liegt im Einzugsgebiet des Rio Piquiri. Dieser berührt das Munizipgebiet an seiner südlichen und an seiner westlichen Grenze. Der Rio Xambré fließt von Ost nach West zunächst an der nördlichen Grenze entlang und dann mitten durch das Munizip, bis er von rechts in den Piquirí mündet, 15 Kilometer oberhalb von dessen Mündung in den Paraná. Südlich des Rio Xambré durchfließt parallel zu ihm der Ribeirão Jangada das Munizip. Im Süden des Munizips münden der Ribeirão Iporã und der Córrego Água do Areal von rechts in den Rio Piquiri.
Straßen Iporã ist über die BR-272 mit Guaíra verbunden. Über die PR-323 kommt man im Nordosten nach Umuarama. Die PR-490 führt nach Nordwesten nach Altônia.
Nachbarmunizipien
Stadtverwaltung Bürgermeister: Sergio Luiz Borges, PSDB (2021–2024)
Vizebürgermeisterin: Silvania Cristina Pissinati, PTB (2021–2024)
Demografie
Bevölkerungsentwicklung JahrEinwohnerStadtLand197072.11518 %82 %198037.57036 %64 %199126.03259 %41 %200016.44570 %30 %201014.98179 %21 %202215.746 Quelle: IBGE (2011) und Volkszählung 2022
Ethnische Zusammensetzung Gruppe199120002010wer sich als …Weiße56,8 %76,9 %56,9 %weiß bezeichnetSchwarze2,3 %3,6 %2,2 %schwarz bezeichnetGelbe0,3 %0,7 %1,2 %von fernöstlicher Herkunft wie japanisch, chinesisch, koreanisch etc. bezeichnetBraune40,5 %18,6 %39,6 %braun oder als Mischung aus mehreren Gruppen bezeichnetIndigene0,0 %0,0 %0,0 %Ureinwohner oder Indio bezeichnetohne Angabe0,0 %0,2 %0,0 %Gesamt100,0 %100,0 %100,0 % *) Das IBGE verwendet für Volkszählungen ausschließlich diese fünf Gruppen. Es verzichtet bewusst auf Erläuterungen. Die Zugehörigkeit wird vom Einwohner selbst festgelegt. Quelle: IBGE (Stand: 1991, 2000 und 2010)
Weblinks
Website der Stadtpräfektur, Prefeitura Municipal (brasilianisches Portugiesisch) Atlas do Desenvolvimento Humano no Brasil: Iporã, PR (sozialstatistische Angaben, brasilianisches Portugiesisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Paraná Kategorie:Município in Paraná Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1961