Das Passivhaus oh 123 ist ein Wohnhaus in Thalgau, Land Salzburg, und eines der ersten prämierten Passivhäuser des Landes.

Lage und Architektur Das Wohnhaus steht am südwestlichen Ortsrand von Thalgau, in einer Kleinsiedlung direkt an der Fuschlerache.nextroom.at, abgerufen am 21. Jänner 2020 Es stammt vom Thalgauer Architekten Simon Speigner,, zitiert: einem Vertreter des Nachhaltigen Bauens Österreichs, der dort auch wohnte und arbeitete. Es zeichnet sich neben Bautechnik auch durch eine repräsentative moderne Architektur aus.

Es ist als Mehrfamilienhaus mit drei Wohneinheiten ausgeführt, wobei zwei doppelgeschoßige Randbaukörper und ein zurückversetzter Mitteltrakt mit einem darüberliegenden Querriegel und gemeinsamen Windfang verbunden sind. Die drei Wohnungen befinden sich jeweils in einem Stockwerk. Außerdem ist ein kleiner, halböffentlicher Innenhof vorhanden, sowie zwei Dachterrassen auf den Flügelbauten und ein Balkon über dem mittleren Gebäudeteil. Die mittlere Wohneinheit hat 50 m², die beiden seitlichen ca. 140 m² Fläche.

Die Basis ist holzverschindelt, die Südseite teils großzügig verglast, besonders am Quertrakt mit fassadenintegrierten thermischen Kollektoren und Photovoltaikanlage ausgestattet, und sonst mit Nirostaverblechung geschlossen. Die Innenwände sind lehmverputzt.

Integriert ist haustechnisch netzgekoppelte Photovoltaik, autonome Warmwasserbereitung, Regenwassersammlung für Brauchwasser, automatische Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, Luftansaugung über Erdkollektoren (Frischluftvorwärmung im Winter, kältetechnikfreie Kühlung im Sommer), und ähnliche Standards der Niedrigenergietechnik. Durch die baulich getrennten Wohnungen werden die vom Passivhaus-Institut Darmstadt geforderten Grenzwerte für Passivhäuser leicht überschritten, im der Gebäudeform angepassten österreichischen Standard klima:aktiv erreicht es A++.

Politische Wirkung Das Haus war seinerzeit in der Gemeinde umstritten und galt – es kehrt Thalgau seine wie bei vielen Energiesparhäusern wenig attraktive Nordseite zu – als das .Zitat nach 2003 erhielt es den Salzburger Landesenergiepreis,die Auszeichnung wird seit 2001 vergeben. (PDF) Land Salzburg, S. 4. 2006 auch den Publikumspreis zum Holzbaupreis Rosenheim.

Schon 2004 erstellte aber dann auch die Gemeinde ein Energieleitbild, in dem etwa auch die Schaffung von Vorrangflächen für solares Bauen bzw. Niedrigenenergie- und Passivhäuser vorgesehen war.Energie für Thalgau – Das Thalgauer Energieleitbild. Beschlossen 28. Februar 2004 (PDF; 114 kB) S. 11. Seit 2005 nimmt Thalgau am e5 – Programm für energieeffiziente Gemeinden, dem kommunalen österreichischen Klimaschutzprogramm teil, und ist seit 2009 mit dem European Energy Award ausgezeichnet. (PDF) SIR Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen

Literatur Salzburger Wohnbauhandbuch 2004, S. 22/23, 59, 61

Weblinks Passivhaus oh 123. nextroom.at Reihenhaus oH 123, Thalgau, 5303. IGPassivhaus Passiv-Reihenhaus Thalgau. Internationale Alpenschutzkommission (CIPRA), alpMedia → Good Practice OH 123. Institut für Architekturwissenschaften TU Wien Reihenhaus oH 123. passivhausdatenbank.at Doppelwohnhaus Sp. und Str., Passivhaus, Thalgau. Meiberger Holzbau (Fotos)

Einzelnachweise

Passivhaus Oh 123 Kategorie:Wohngebäude in Österreich Kategorie:Bauwerk im Land Salzburg Passivhaus oh 123 Kategorie:Bauwerk der Moderne im Land Salzburg Kategorie:Bauwerk aus Holz Kategorie:Prämiertes Bauwerk in Österreich