mini|Ansicht von Elben Elben ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain an. Mundartlich wird der Ort „Elwen“ genannt.

Geographie Die Ortsgemeinde liegt in den nördlichen Ausläufern des Westerwalds hin zum Siegerland südlich von Betzdorf; Nachbargemeinden sind Steineroth im Nordosten, Molzhain im Osten, Dickendorf im Südosten, und Steinebach/Sieg im Süden und Gebhardshain im Südwesten. Elben liegt an der Landesstraße 281 in einem engen Taleinschnitt am Zusammenfluss von Elbbach und Steinebacher Bach.

Zu Elben gehören die Wohnplätze Weiselstein und Dauersberger Mühle.

Geschichte Am 3. Mai 1316 wurde Elben erstmals urkundlich erwähnt.Vgl. Siegener Urkundenbuch Band I, Siegen, 1887, S. 88, Nr. 141. Einige Gehöfte im Ortskern mögen die Grundlage der Erstbesiedlung gewesen sein. Nach einer Tabelle von 1667 zählte Elben zum Kirchspiel Gevertzhaen (Gebhardshain). 1704 bestand in Elben eine Bannmühle, zu der nach Aufzeichnungen des Jahres 1704 insgesamt 72 Mahlgäste ihr Mahlgut brachten oder bringen mussten. Neben dieser Dauersberger Mühle, etwa einen Kilometer vom Ort entfernt, befand sich nach 1700 eine zweite Mühle, eine Ölmühle, im Ort.Vgl. Daniel Schneider: Das Mühlengewerbe in der Grafschaft Sayn-Altenkirchen, S. 219–237.

In den Jahren 1987 und 1991 war Elben Kreissieger im Landeswettbewerb Unser Dorf soll schöner werden, worauf auch am Ortseingang hingewiesen wird.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Elben, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 93 1835 158 1871 188 1905 239 1939 218 1950 233 1961 282 Jahr Einwohner 1970 287 1987 266 1997 321 2005 331 2011 341 2017 345

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Elben besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.

Bürgermeister Gerlinde Klassen wurde am 6. September 2024 Ortsbürgermeisterin von Elben. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 war sie als einzige Bewerberin mit einem Stimmenanteil von 87,4 % für fünf Jahre gewählt worden.

Klassens Vorgänger Hermann-Josef Neubert hatte das Amt 16 Jahre inne und kandidierte bei der Wahl 2024 nicht erneut als Ortsbürgermeister.

Wappen

Kultur und Sehenswertes Sehenswürdigkeiten Die Villa der Familie Meyer, die die ehemalige Wacholderbrennerei betrieb, steht heute unter Denkmalschutz.

Vereine In Elben sorgen die Historische Feuerwehr Elben, die Sportjugend Elbenia und der Gemischte Chor Elbenia für kulturelle und sportliche Angebote. Weiterhin besteht in Elben ein Begräbnisverein.

Wirtschaft und Verkehr In der Vergangenheit bildeten Landwirtschaft und Bergbau die Erwerbsgrundlage der Ortsbewohner. Kleinere Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe ergänzen das örtliche Angebot. Wichtiger Arbeitgeber am Ort ist die DaVinci Haus GmbH mit etwa 130 Mitarbeitern.

Der Bahnhof Elben lag an der Bahnstrecke Scheuerfeld–Emmerzhausen.

Literatur Konrad Fuchs: Geschichte der Verbandsgemeinde Gebhardshain. 1815–1970. Mainz 1982, ISBN 3-87439-082-9. Josef Kläser: Die Mühlen zu Elben an der Elbe (Elbbach). I. Teil In: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 34. 1991, S. 223–229. Josef Kläser: Die Mühlen zu Elben an der Elbe (Elbbach). II. Teil In: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 35. 1992, S. 207–211. Norbert Lorsbach: 950 Jahre Weiselstein. In: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 42. 1999, S. 41–48. Daniel Schneider: Das Mühlengewerbe in der Grafschaft Sayn-Altenkirchen. In: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 59. 2016, S. 219–237. Georg Stockschlaeder: Weiselstein. Notizen aus der Geschichte eines Weilers. 1048–1998. Weiselstein 1998.

Weblinks

Ortsgemeinde Elben auf den Seiten der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) Kategorie:Ersterwähnung 1316