Johann Christoph Sebastiani (* 1640 in Trier; † 1704 in Koblenz) war ein deutscher Architekt des Barock und Hofbaumeister im Dienst der Trierer Kurfürsten.

Leben Über das Leben von Johann Christoph Sebastiani ist wenig überliefert. Er stammt wohl trotz seines italienisch klingenden Namens aus einer rheinisch-moselländischen Familie. Vermutlich hatte er vier Kinder. 1671 übernahm er das Amt des Bürgermeisters in der Augst und 1688–1695 von Arzheim. Am 20. März 1676 ernannte ihn der Trierer Kurfürst Karl Kaspar von der Leyen zum Hofbaumeister. Er war maßgeblich am Wiederaufbau der Stadt Koblenz beteiligt, die 1688 bei der Beschießung durch französische Truppen im Pfälzischen Erbfolgekrieg schweren Schaden erlitt.

Werke miniatur|Die Vier Türme in der Altstadt von Koblenz 1680–1682: Umbau der Alten Burg in Koblenz 1687–1709: Umbau von Schloss Montabaur 1687–1691: Anbau der Gnadenkapelle am Kloster Bornhofen 1689–1692: Bau der Vier Türme in Koblenz 1690–1692: Bau des Festungspfortenbaus (sogenannte Pagerie) neben dem Schloss Philippsburg in Ehrenbreitstein 1691–1696: Wiederaufbau des Bürresheimer Hofs in Koblenz 1694: Die welschen Hauben der Liebfrauenkirche in Koblenz 1694–1701: Bau des Jesuitenkollegs in Koblenz (zusammen mit Johann Georg Judas) 1698: Umbau der Kurfürstlichen Burg in Boppard 1701: Bau des Dreikönigenhauses in Koblenz

Ehrungen In Koblenz-Pfaffendorf trägt seit dem 13. Juli 1938 die Sebastianistraße seinen Namen.

Literatur Wolfgang Schütz: Koblenzer Köpfe. Personen der Stadtgeschichte – Namensgeber für Straßen und Plätze. Verlag für Anzeigenblätter GmbH, Hrsg.: Bernd Weber, Mülheim-Kärlich 2005 (2. überarb. u. erw. Aufl.), S. 501f.

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