Jorge Germán Pacheco (* 26. Oktober 1889 in Montevideo; † 1. März 1957) war ein uruguayischer Fußballspieler.
Spielerkarriere Verein Der großgewachsene Pacheco entstammte einer einflussreichen Familie der uruguayischen Oberschicht. Sein Vater war Dr. Melchor Pacheco, der ab 1911 dem Führungsgremium Peñarols angehörte. Pacheco war zudem der Cousin César Batlle Pachecos, dem Sohn von José Batlle y Ordóñez.
Der im Mittelfeld, abgerufen am 26. Januar 2013 als HalfLuciano Álvarez: Historia de Peñarol, 1. Auflage 2005, 154 eingesetzte Pacheco, der auch durch sein gepflegtes volles Haar auffiel, spielte mindestens ab 1910 für Nacional. Dort war er einer der führenden Köpfe der aristokratischen Fraktion der "Cuelludos" in einer vereinsinternen Auseinandersetzung, die dazu führte, dass er den Club in Richtung des Vereins Bristol verließ.Luciano Álvarez: Historia de Peñarol, 1. Auflage 2005, 139, 201
Er gehörte 1916 und 1917 dem Kader Peñarols in der Primera División an. (spanisch) auf campeondelsiglo.com, abgerufen am 26. Januar 2013 Während man in der Liga in diesen beiden Jahren jeweils Vizemeister hinter Nacional wurdeUruguay - List of Final Tables 1900-2000 auf rsssf.org, abgerufen am 26. Januar 2013, siegte man 1916 sowohl bei der Copa Competencia als auch bei der Copa Competencia Internacional. Die Copa La Transatlántica (3:1-Sieg über Nacional am 19. April 1916 im Rahmen der Einweihung von Las AcaciasLuciano Álvarez: Historia de Peñarol, 1. Auflage 2005, 138, 201), die Copa Aniversario, die Copa Jockey Club und die Copa Club Uruguay entschieden die Aurinegros in jenem Jahr ebenfalls zu ihren Gunsten, 1917 behielt man zudem bei der Copa Albion die Oberhand.
Obwohl Pacheco im März 1918 zunächst nach Buenos Aires übersiedelte, kehrte er für einige wichtige Partien der Spielzeit des Jahres 1918 nochmals zu Peñarol zurück, um diese zu bestreiten, beendete aber schließlich endgültig seine Karriere. In der Folgezeit wirkte er über 40 Jahre lang als "Konsul" des montevideanischen Vereins in der argentinischen Hauptstadt.
Mitunter wurde Pacheco, der 1917 auch als Kapitän der Aurinegros agierte, als der beste rechte Half der ersten Amateurphase des uruguayischen Fußballs bezeichnet.Luciano Álvarez: Historia de Peñarol, 1. Auflage 2005, 138f
Nationalmannschaft Pacheco war auch Mitglied der uruguayischen A-Nationalmannschaft und zeitweilig deren Kapitän. Insgesamt absolvierte er von seinem Debüt am 15. August 1910 gegen die argentinische AuswahlLuciano Álvarez: Historia de Peñarol, 1. Auflage 2005, 139 bis zu seinem letzten Spiel für die Celeste am 14. Oktober 1917 28 Länderspiele. Einen Treffer erzielte er nicht.Statistische Daten zu den Länderspieleinsätzen in der uruguayischen Nationalmannschaft auf rsssf.org, abgerufen am 26. Januar 2013
Pacheco nahm mit der Nationalelf an den Südamerikameisterschaften 1916 (zwei Spiele, kein TorSouthamerican Championship 1916 auf www.rsssf.org, abgerufen am 26. Januar 2013) und 1917 (drei Spiele, kein TorSouthamerican Championship 1917 auf rsssf.org, abgerufen am 26. Januar 2013) teil. Beide Male gewann Uruguay den Titel.
Überdies siegte er mit der heimischen Nationalelf auch bei der Copa Gran Premio de Honor Argentino 1910, bei der Copa Lipton in den Jahren 1910, 1911 und 1912 sowie bei der Copa Newton in den Jahren 1912, 1913 und 1917.
Erfolge Südamerikameister: 1916, 1917 Copa Gran Premio de Honor Argentino: 1910 Copa Lipton: 1910, 1911, 1912 Copa Newton: 1912, 1913, 1917 Copa Competencia: 1916 Copa Competencia Chevallier Boutell: 1916
Trainertätigkeit Mindestens 1916 wirkte er auch als Nationaltrainer und somit als Spielertrainer Uruguays.Seleção brasileira: 1914-2006, S. 118 von Antonio Carlos Napoleão und Roberto Assaf, abgerufen am 7. Dezember 2016
Einzelnachweise
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